Das KOFIC verwaltet den südkoreanischen Filmförderfonds. Während knapp die Hälfte des Fonds durch die Regierung finanziert wird, fließen auch 3% der Einnahmen durch verkaufte Kinotickets in den Fonds mit ein. Ursprünglich war Aufschlag auf Kinotickets nur temporär von 2007 bis 2014, wurde allerdings um sieben Jahre verlängert.[1] KOFIC fördert finanziell Independent-Filme, Kurzfilme und Dokumentarfilme. 2014 lag die Förderung umgerechnet bei etwa 52,6 Mio. US-Dollar.[1] Des Weiteren unterstützt KOFIC die internationale Vermarktung südkoreanischer Filmproduktionen und fördert Koproduktionen mit ausländischen Filmindustrien. Außerdem bietet KOFIC Anreize für ausländische Produktionsunternehmen, in Südkorea Filmszenen zu drehen.[2]
Am 3. April 1973 wurde die Motion Picture Promotion Corporation (MPPC) gegründet, die offiziell südkoreanische Filme unterstützen sollte, allerdings ein verlängerter Arm des Regimes war, um die Filmindustrie zu kontrollieren und Zensur entlang der Ideale der Regierung zu betreiben.[4] 1984 gründete die MPPC die Filmhochschule KAFA.[5] Nach der Demokratisierung Südkoreas ab Ende der 1980er Jahre änderte sich auch die Rolle der MPPC. Unter Kim Dae-jungs Regierung wurde die Organisation 1999 umstrukturiert, was quasi einer Neugründung gleichkam, und umbenannt zur Korean Film Commission.[6] 2004 erfolgte eine erneute Umbenennung in Korean Film Council um Verwechslungen mit lokalen Filmkommissionen vorzubeugen.[7] 2013 verlegte KOFIC seinen Sitz nach Busan im Zuge eines Regierungsprogramms zur Dezentralisierung öffentlicher Behörden.[8]
12Dal Yong Jin:Transnational Korean Cinema. Cultural Politics, Film Genres, and Digital Technologies. Rutgers University Press, New Brunswick 2020, ISBN 978-1-9788-0788-4, S.47.
↑Dal Yong Jin:Transnational Korean Cinema. Cultural Politics, Film Genres, and Digital Technologies. Rutgers University Press, New Brunswick 2020, ISBN 978-1-9788-0788-4, S.82.
↑Dal Yong Jin:Transnational Korean Cinema. Cultural Politics, Film Genres, and Digital Technologies. Rutgers University Press, New Brunswick 2020, ISBN 978-1-9788-0788-4, S.160.
↑Seung Hyun Park:Korean Cinema after Liberation: Production, Industry, and Regulatory Trend. In: Frances Gateward (Hrsg.): Seoul Searching: Culture and Identity in Contemporary Korean Cinema. SUNY Press, New York City 2007, ISBN 978-0-7914-7933-9, S.18 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
↑Jinhee Choi:The South Korean Film Renaissance: Local Hitmakers, Global Provocateurs. 1. Auflage. Wesleyan University Press, Middletown 2010, ISBN 978-0-8195-6986-8, S.30 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
↑Dal Yong Jin:Transnational Korean Cinema. Cultural Politics, Film Genres, and Digital Technologies. Rutgers University Press, New Brunswick 2020, ISBN 978-1-9788-0788-4, S.79.