Jägerbataillon 291
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Jägerbataillon 291 | ||||
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Internes Verbandsabzeichen | ||||
| Aufstellung | 2010 | |||
| Staat | ||||
| Streitkräfte | Bundeswehr | |||
| Teilstreitkraft | ||||
| Typ | Jägerbataillon | |||
| Truppenteile | * Bataillonsstab
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| Stärke | ca. 700 Soldaten | |||
| Unterstellung | Deutsch-Französische Brigade | |||
| Stationierungsort | Illkirch-Graffenstaden (Frankreich) Quartier Leclerc | |||
| Website | JgBtl 291 | |||
| Führung | ||||
| Kommandeur | Oberstleutnant Jörn Deigner | |||
| Nr. | Dienstgrad | Name | Beginn der Berufung | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| 1. | Oberstleutnant | Frank Dieter Lindstedt | 6. April 2010 | zuvor Kommandeur Jägerbataillon 292 |
| 2. | Oberstleutnant | Fabian Schneider | 9. Oktober 2012 | zuvor Referent im Führungsstab des Heeres III 2 |
| 3. | Oberstleutnant | Marc-Ulrich Cropp | 27. März 2015 | zuvor Stabsoffizier beim Leiter Planungsstab des BMVg |
| 4. | Oberstleutnant | Martin Winkler | 3. Januar 2018 | zuvor Military Assistant zum Commander NATO Rapid Deployable Corps Spain, Betera, Spanien |
| 5. | Oberstleutnant | Jürgen Zadra | 26. März 2021 | zuvor Section Chief Exercise im HQ EUROCORPS |
| 6. | Oberstleutnant | Jörn Deigner | Juni 2024 |
Ausrüstung
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| Fahrzeuge | Handwaffen | Sonstige |
|---|---|---|
| Transportpanzer Fuchs
Ausführung Gruppentransport und PARA (PAnzeraufklärungsRAdar) |
Gewehr G 36 | Infanterist der Zukunft |
| Gewehr G 3 | Aufklärungsdrohne ALADIN | |
| Gepanzertes Transport-Kraftfahrzeug Boxer (seit Mitte 2014) | Scharfschützengewehr G 22 | Aufklärungsdrohne MIKADO |
| Maschinenpistole MP 7 | Panzerabwehrrakete MILAN | |
| Spähwagen Fennek (in der Aufklärungskompanie) | Pistole P8 | Maschinengranatwerfer |
Der Standortübungsplatz des Bataillons liegt im Gemeindewald. Ein dort befindliches ehemaliges Munitionsdepot südlich des Quartier Leclerc dient als Trainingsgelände für den Kampf im Wald und für den Orts- und Häuserkampf.
Wappenbeschreibung und Uniform
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vor einem silbernen Hintergrund liegen drei Eichenblätter auf zwei gekreuzten Kavallerielanzen. Das Eichenblatt als Barettabzeichen der Jägertruppe steht für Unsterblichkeit, Standhaftigkeit und Treue. Die gekreuzten Lanzen, welche das Barettabzeichen der Heeresaufklärungstruppe darstellen, verweisen auf die Tradition der ehemaligen Kavallerieverbände als Vorläufer der Aufklärungstruppe. Die Kombination beider Elemente im Bataillonswappen symbolisieren die Vereinigung der beiden Truppengattungen innerhalb des Bataillons.
Im Gegensatz zu den Soldaten des Schwesterbataillons Jägerbataillon 292 tragen die Soldaten des Bataillons keine Schultertücher (französisch „foulard de compagnie“), sondern den üblichen Feldanzug der Bundeswehr ohne Abwandlung. Hierbei tragen Soldaten der Jägerkompanien die grünen Litzen der Jägertruppe, die Soldaten der Aufklärungskompanie goldgelbe Litzen zum Zeichen der Zugehörigkeit zur Heeresaufklärungstruppe. Alle Soldaten des Stabes tragen prinzipiell ebenfalls grüne Litzen; Soldaten, die aus der Aufklärungskompanie in den Stab wechseln, behalten jedoch ihre goldgelben Litzen.
Patenschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Bataillon ist tief im Département Bas-Rhin verwurzelt. Es bestehen unter anderem Patenschaften mit den Städten/Gemeinden Strasbourg, Erstein, Rhinau und natürlich zur Garnisonsstadt Illkirch-Graffenstaden. Soldaten des Bataillons beteiligen sich regelmäßig bei Veranstaltungen in den Gemeinden, so beispielsweise zu den Feierlichkeiten der jeweiligen Enden der Weltkriege (11. November – 1. Weltkrieg; 8. Mai – 2. Weltkrieg) sowie am Französischen Nationalfeiertag (14. Juli). Auch werden unter großer Anteilnahme der Bevölkerung Appelle der Kompanien in den Patengemeinden, beispielsweise bei Wechsel der Kompaniechefs, Verabschiedungs- in und Willkommensappelle aus dem Einsatz durchgeführt.
Im Oktober 2020 beschloss der auf deutscher Rheinseite liegende Ortenaukreis, die Patenschaft für das Bataillon übernehmen zu wollen.[4] Am 18. Mai 2022 wurde die Patenschaft offiziell besiegelt.[5]
Aufgrund der Zugehörigkeit zur Aufklärungstruppe ihrer jeweiligen Länder übernahm bei Aufstellung des Bataillons des 3e régiment de hussards die Patenschaft für die 4. Kompanie.
Vorfälle mit besonderer Außenwirkung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 26. April 2017 wurde Oberleutnant Franco A. festgenommen. Er führte ein Doppelleben als syrischer Kriegsflüchtling.[6] Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass A. einen rechtsterroristischen Anschlag plante, der einem fiktiven Flüchtling angelastet werden sollte. Mit Maximilian T. wurde noch ein weiterer Oberleutnant des Jägerbataillons 291 im Rahmen der Ermittlungen festgenommen.[7] (siehe Hauptartikel: Fall Franco A.)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Programm der Militärparade ( vom 12. Juli 2012 im Internet Archive) (französisch)
- ↑ Philipp Riedl: Jäger trainieren für Auslandseinsatz in Mali. In: Bundeswehr - Heer. Bundeswehr, 17. Dezember 2019, abgerufen am 7. September 2020.
- ↑ Gliederung des Jägerbataillons 291
- ↑ Ortenaukreis übernimmt Patenschaft für Jägerbataillon. Abgerufen am 6. November 2020.
- ↑ Landkreis Ortenaukreis: Ortenaukreis übernimmt Patenschaft für Jägerbataillon 291 in Illkirch-Graffenstaden. 20. Mai 2022, abgerufen am 4. Juli 2023.
- ↑ Bundeswehr: Soldat wegen Terrorverdachts festgenommen. In: Spiegel Online. Abgerufen am 1. Juni 2017.
- ↑ Matthias Gebauer: Fall Franco A.: Ermittler nehmen weiteren Bundeswehr-Soldaten fest. In: Spiegel Online. Abgerufen am 1. Juni 2017.
Koordinaten: 48° 32′ 7,9″ N, 7° 44′ 10,9″ O
