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Julius Sahr

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Julius Friedrich Gotthard Sahr (* 23. August 1859 in St. Petersburg; † 1913 in Göhrisch) war ein deutscher Germanist und Oberlehrer am königlich-sächsischen Kadettenkorps.

Julius Sahr war Sohn des Tischlermeisters August Sahr († 1867) und der Pauline, geborene Odrich († 1872). Er besuchte Schulen in Dresden und St. Petersburg, die Annenschule in Dresden und das Realgymnasium Chemnitz, wo er sein Abitur ablegte. Am Realgymnasium Chemnitz zählten Emil Döhler und Reinhold Fuchs zu seinen Klassenkameraden. Nachfolgend studiere er an den Universitäten in Leipzig, Genf und München. Im Mai 1884 legte er das Staatsexamen in Leipzig ab und unternahm im Herbst des Jahres eine Studienreise nach England, Irland und Schottland. Nach seiner Rückkehr wurde er noch im selben Jahr zum Probekandidaten an der Annenschule ernannt und übernahm im Neujahr 1886 vertretungsweise die Stelle eines Oberlehrers ein. Im Ostern desselben Jahres wurde er ständiger Oberlehrer an königlich-sächsischen Kadettenkorps. 1891 unternahm er eine Studienreise nach Paris und Nordfrankreich. Sahr wurde 1898 mit dem Professoren-Titel ausgezeichnet. Am 1. November[1] 1901 trat er aus Gesundheitsgründen in den Ruhestand.[2]

Julius Sahr hatte sich der Germanistik und neueren Sprache gewidmet. Er schrieb Essays und literarische Abhandlungen, insbesondere zu Conrad Ferdinand Meyer und Martin Greif.[3]

  • Hans Sachs und Johann Fischart, Nebst Einem Anhang: Brant und Hutten. G. J. Göschen, 1899.
  • Das deutsche Volkslied (= Sammlung Göschen, Nr. 25, Bd. 1). G. J. Göschen, 1901.
  • C. Ferd. Meyer. Das Amulett: Für den Schulgebrauch erklärt von Julius Sahr. B. G. Teubner, 1903.
  • C. Ferd. Meyer. Gustav Adolfs Page: Für den Schulgebrauch erklärt von Julius Sahr. B. G. Teubner, 1903.
  • C. Ferd. Meyer. Jürg Jenatsch: Eine Bündnergeschichte. Für den Schulgebrauch erklärt von Julius Sahr. B. G. Teubner, 1904.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Militär-Wochenblatt. E. S. Mittler, 1901 (google.ch [abgerufen am 28. August 2025]).
  2. ↑ Wer ist's? Verlag Herrmann Degener., 1911 (google.de [abgerufen am 27. August 2025]).
  3. ↑ SLUB Dresden: Dresdner Journal : 01.09.1913. Abgerufen am 27. August 2025 (deutsch).