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Johan Six

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Johan Six (* 1972 in Belgien) ist ein belgischer Professor für Nachhaltige Agrarökosysteme am Institut für Agrarwissenschaften der ETH Zürich.[1] Der Lehrstuhl wurde dank Förderung von Syngenta für ihn neu eingerichtet.[2] Syngenta entwickelt genetisch variiertes Saatgut sowie chemische und biologische Pflanzenschutzmittel zur Steigerung landwirtschaftlicher Erträge. Die Zielsetzung fokussiert auf die technologische Anpassung von Kulturpflanzen an Umweltstressoren zur Absicherung globaler Agrar-Lieferketten.[3][4]

Leben und Wirken

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Six promovierte 1998 an der Colorado State University (CSU) in Bodenkunde und war anschliessend von 1998 bis 2002 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an ihr tätig. Von 2002 bis 2012 war er Professor an der University of California, Davis, ab 2012 dann an der ETH Zürich. Dort lehrt und forscht er an den Wechselwirkungen zwischen Pflanzen, Bodenlebewesen und organischen Bodenbestandteilen. Damit verbunden ist für ihn die Frage, wie diese Wechselwirkungen durch die Bewirtschaftung beeinflusst werden. Die ETH erhoffte sich mit seiner Berufung «wesentliche Beiträge zur Lösung aktueller Probleme der Nahrungssicherstellung».[5] Seine Forschung untersucht die komplexen Wechselwirkungen zwischen dem Boden – einschliesslich seiner Struktur, Textur und Mineralogie –, den Pflanzen mit ihrer Biodiversität und Nährstoffaufnahme sowie den Bodenbiota. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Kohlenstoff- und Stickstoffkreisläufen in Agrarökosystemen. Methodisch verknüpft er Experimente von der Mikro- bis zur Landschaftsebene mit Modellen, um fundierte Hochrechnungen für regionale und globale Skalen zu erstellen. Interdisziplinäre bioökonomische Modellierungen mit Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern runden den Ansatz ab, um die Nachhaltigkeit und Resilienz der Landwirtschaft ganzheitlich zu bewerten.[6]

Neben seiner Zusammenarbeit mit Syngenta betreibt Six auch Forschung, bei der es weniger um die Widerstandskraft der Pflanze selbst als vielmehr um die langfristige Sicherung der Anbaubedingungen geht. So sind z. B. Konzepte entstanden, die durch den zusätzlichen Anbau von «Schattenbäumen» die darunter wachsenden Kakaopflanzen vor zu viel Sonneneinstrahlung schützen und den Ertrag der Kakaobauern sichern.[7]

Einzelnachweise

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  1. Neu an der ETH: Johan Six. ETH Staffnet. Interview von Isabelle Herold, 5. November 2013.
  2. Nachhaltige Ernährungssysteme im Brennpunkt. ETH Foundation, Jahresbericht 2014.
  3. ESG Report Syngenta.
  4. Syngenta und ETH Zürich stärken ihre Partnerschaft. Syngenta Schweiz, Juni 2013.
  5. ETH-Rat: Vier Professoren ernannt. ETH Life, 13. Juli 2012.
  6. J. Six, PhD in Soil Science, Professor at ETH Zurich. Researchgate.
  7. Maja Schaffner: Kakao optimal beschatten. ETH Zürich News, 18. Mai 2018.