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Johan Huus

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Johan Huus (* 22. März 1892 in Jølster; † 24. November 1947, Todesort unpubliziert) war ein norwegischer Meeresbiologe und Autor populärwissenschaftlicher zoologischer Werke.

1922 legte Huus das mathematisch-naturwissenschaftliche Staatsexamen ab und arbeitete dann im Universitätsmuseum Bergen. Wissenschaftlich befasste er sich vor allem mit Seescheiden (Ascidiacea) und trug auf diesem Fachgebiet zu internationalen Überblickswerken bei. Seit 1933 im Museum angestellt, übernahm er 1940/41 die Leitung der Biologischen Station in Drøbak und wurde 1941 dann zum Nachfolger von Direktor August Brinkmann (1878–1940) im Museum Bergen ernannt. Doch die NS-Besatzungsbehörden verweigerte die Anerkennung wegen angeblicher Widerstandsaktivitäten.[1]

Huus war über insgesamt dreieinhalb Jahre mehrmals inhaftiert, darunter im Gefängnis Bredtveit und der Festung Akershus in Oslo sowie seit dem 24. Februar 1944 im Polizeihäftlingslager Grini, einem Konzentrationslager der SS. Er wurde erst am 5. Mai 1945 aus der Haft entlassen, wenige Tage vor der deutschen Kapitulation.[2]

Huus starb zwei Jahre später, während er mit dem Wiederaufbau der universitärer Sammlungen befasst war. Zugleich arbeitete er am monumentalen Werk Norwegens Tierleben, dessen erste beide Bände er noch verantwortete. Bis zu seinem Tod gehörte er auch der Redaktion der populärwissenschaftlichen Monatszeitschrift Naturen in Bergen an.

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • Genitalorgane und "Ganglio-Genitalstrang" bei Corella parallelogramma O.F.M.: ein Beitrag zur Kenntnis der postlarvalen Entwicklung der Ascidien. Kristiania 1924
  • als Herausgeber: Dyr i skog og mark (Tiere in Wald und Feld). Oslo 1940 f.
  • mit Bjørn Føyn: Norges dyreliv (Norwegens Tierleben), 1. Aufl. Bd. 1 Pattedyr (Säugetiere), Oslo 1947, Bd. 2 Fugler (Vögel), Oslo 1948.

In Sammelwerken und Reihen

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  • K. F., Dødsfall. In: Naturen Bd. 71 (1947), S. 380
  • Lauritz Somme: Den biologiske stasjon i Drøbak, Del 3, in: Pensjonist-nytt, Bd. 37 Nr. 2 (2017), S. 21 f., online. Zugrunde liegt Sommes gleichnamiger Aufsatz im Årbook 2001 for Det Norske Videnskaps-Akademi, S. 375–392, hier S. 383 f., online

Einzelnachweise

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  1. ↑ K. F., Dødsfall. In: Naturen Bd. 71 (1947), S. 380. – Lauritz Somme: Den biologiske stasjon i Drøbak, Del 3, in: Pensjonist-nytt, Bd. 37 Nr. 2 (2017), S. 21 f., online.
  2. ↑ Datenbank politischer Gefangener in Norwegen im Zweiten Weltkrieg, online, abgerufen am 10. Oktober 2026. Digitalisat des Protokollbuchs it dem Eintrag Huus', online, abgerufen am 10. Oktober 2026