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Joachim Lederer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Joachim Lederer (geboren 28. August 1808 in Prag; gestorben 31. Juli 1876 in Dresden) war ein österreichischer Schriftsteller böhmischer Herkunft, der auch unter dem Pseudonym Felix Wagner bekannt wurde.

Lederer stammte aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie. Nach seiner Schulzeit begann er an der Universität Prag ein Studium der Medizin, wechselte später aber zu den Rechtswissenschaften. Dieses Studium beendete er 1839 mit seiner Promotion zum Dr. jur.

Lederer ließ sich in Prag als Rechtsanwalt nieder, gab aber schon bald seine Kanzlei zugunsten der Schriftstellerei wieder auf. Nach dem Prager Pfingstaufstand 1848 verließ Lederer Prag und ließ sich in Dresden nieder. Dort lebte er bis zu seinem Tod als freier Schriftsteller. Er starb 1876 im Stadtkrankenhaus Dresden im ledigen Stand.[1] Sein Grab befindet sich auf dem Neuen Israelitischen Friedhof.

Joachim Lederer verfasste in der Hauptsache humoristische Werke; meist unter dem Pseudonym Felix Wagner. Die zeitgenössische Literaturkritik sah in ihm sogar einen – allerdings gemäßigten – Aloys Blumauer. Lederers Werke wurde u. a. vom Burgtheater auf die Bühne gebracht.

  • Geistige Liebe oder Gleich und Gleich gesellt sich gern. Lustspiel in 2 Akten. 1843.
  • Häusliche Wirren. Lustspiel in 3 Akten. 1850.
  • mit Wolfgang Adolf Gerle: Die kranken Doktoren. Lustspiel in 4 Akten. 1850.
  • mit Wolfgang Adolf Gerle: Zwei Kranke. Original-Lustspiel in 4 Akten. 1842.
  • Heike Liebsch, Joachim Schneider: Joachim Lederer. In: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Zugriff 24. Januar 2026).

Einzelnachweise

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  1. Stadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden II, Sterberegister Mai–September 1876, Nr. 1575.