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Agnes Wergeland

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Agnes Mathilde Wergeland (geb. 8. Mai 1857 in Kristiania; gest. 6. März 1914 in [[ ]] war eine norwegische Künstlerin, Schriftstellerin, Pädogogin und Frauenrechtlerin. Sie war die erste Norwegerin, die eine universitären Doktorgrad erlangte.

Leben

Agnes Wergeland wuchs in Kristinia auf, ihr Vater Sverre Nicolai Wergeland gehörte zum norwegischen Bildungsbürgertum, es bestand enger Kontakt mit Henrik Wergeland und Camilla Collett (geborene Wergeland), auch nachdem der Vater 1861 in die Vereinigten Staaten auswanderte und Frau und Kinder zurückließ. Agnes wuchs mit ihren Brüdern bei der Mutter auf, die als Hauswirtschafterin in der von Ole Rømer Aagaard Sandberg geleiteten, ersten psychiatrischen Klinik Norwegens in Gaustad tätig war. Agnes war früh künstlerisch begabt, erhielt unter anderem Klavierunterricht von Edvard Grieg, zeichnete und malte. Während ihr älterer Bruder Oscar in München Kunst studierte, blieb Agnes eine echte künstlerische Ausbildung aber verwehrt, da dazu für Frauen kaum Möglichkeiten bestanden; sie besuchte jedoch ab 1876 kurzzeitig die Hartvig-Nissen-Schule für Mädchen, die als erste gymnasiale Hochschule Norwegens auch Frauen zuließ.

Ab 1879 lebte Agnes Wergeland einige Jahre mit Camilla Collett zusammen, die zu dieser Zeit an der Umarbeitung ihres Romans Die Töchter des Amtmannes (Amtmannens Døtre) arbeitete, der großen Einfluss auf die norwegische Frauenbewegung hatte. Obwohl sich Agnes nicht offiziell einschreiben oder Examen ablegen konnte, besuchte sie bis 1883 Kurse für Kunstgeschichte an der Königlichen Friedrichs-Universität Oslo. 1883 reiste zu ihrem Bruder Oscar nach München, wo sie ebensowenig offziell studieren konnte, aber ebenfalls Vorlesungen besuchte und sich eigenständig fortbildete. Als Oscar 1885 nach Norwegen zurückzog, war Agnes jedoch gezwungen, diese Studien abzubrechen und ebenfalls zurück zu ziehen. Sie sprach inzwischen Deutsch und Französisch, beherrschte Latein und Altnorwegisch und verfügte über umfangreiches kunsthistorisches Wissen.

Da ihr in Oslo weiterhin ein reguläres Studium verwehrt blieb, ging Wergeland 1888 nach Zürich, da die dortige Universität auch Frauen aufnahm. Sie war die erste Norwegerin an der Universität und strebte den Doktorgrad in Kunstgeschichte an, den sie aufgrund ihrer Qualifikation in der Hälfte der regulären Studienzeit erreichte.