Jari Banas
Jari Pekka Sakari Cuypers, seit Heirat 1997 Jari Pekka Sakari Banas (* 7. Juli 1950 in Nastola; † 17. Mai 2025 in Krefeld), war ein in Finnland geborener und in Deutschland wirkender Cartoonist, Comiczeichner, Illustrator und freischaffender bildender Künstler. Sein Werk umfasst unter anderem Illustrationen, Plakate, Postkarten, Publikationen.
Werdegang
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jari, so sein Vorname und Künstlername, kam als Achtjähriger an den Niederrhein in der Bundesrepublik Deutschland. Nach Besuch der Volksschule in Goch absolvierte er beim dortigen Werk der Maschinenfabrik Carl Zangs eine Ausbildung zum Betriebsschlosser. Er erlangte die Fachschulreife und studierte ab 1970 an der damaligen Werkkunstschule in Krefeld im Fachbereich Industrie Design.
Die Schwerpunkte seines Schaffens lagen im politisch linken Spektrum, zunächst in den frühen 1970er Jahren für Die Falken (Sozialistische Jugend Deutschlands),[1][2] ab den späten 1970er Jahren für Umweltschutzgruppen und seit den 1990er Jahren vor allem für den Kreisverband und die Ratsfraktion Krefeld von Bündnis 90/Die Grünen.[3]
Bereits im Kindesalter hatte er viel für seine beiden jüngeren Brüder gezeichnet und nach eigenen Angaben sei er in der Schule der Einzige mit einem Micky-Maus-Abo gewesen.[4] Themen für sein eigentliches Interesse fand er in seiner Studienzeit, als er in Krefeld zunächst im Studentenwohnheim an der Alte(n) Gladbacher Straße und danach in der Wohngemeinschaft Haus Rath wohnte. Beide Umfelder waren politisch links zu verorten. Die Bewohnergruppe im Haus Rath hatte nach dem Einzug in die ehemalige Wasserburg aus der Ruine einen Ort für Bürgerfeste und freie Kulturarbeit gemacht. In der Düsseldorfer Ausgabe der Tageszeitung EXPRESS wurde Jari Cuypers hierzu zitiert: Wir haben jetzt 14 Räume bewohnbar gemacht. Darunter ein Kino mit 50 Plätzen.[5] Etwas blumiger heißt es in der Krefelder Ausgabe der Rheinischen Post: Wo einst die Ritter hausten, später aber Stroh lagerte, hat heute Grafikdesigner Jari Cuypers seine Arbeitsklause.[6]
1972–1979
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jaris Illustration Macht die SPD nicht zur Schnecke mit Willy Brandt gezeichnet als Schnecke auf der Titelseite einer Ausgabe der SCHLAGLICHTER im Dezember 1972 war laut eigenem Bekunden seine erste politische Arbeit.[1] Diese Illustration und folgende ähnlich ausgerichtete Zeichnungen nannte er Jarikaturen.
Zu Beginn des Jahres 1976 zog Jari nach Trier, wo er den Grundstein für sein späteres Hauptwerk legte. Er zeichnete dort seine ersten politischen Comics in Zusammenarbeit mit Jürgen Schön, dies waren zwölfseitige Hefte im Piccolo-Format, die in vermutlich sehr kleiner Auflage erstellt wurden.[7][8] Der ROTE KEHLE COMIC NR. 2: DER SCHLÜSSEL ZUM SOZIALISMUS thematisiert die Diskussion um die verschiedenen politischen Gruppierungen. Die Geschichte handelt von der Wandlung eines den Freitod suchenden Erstsemesterstudierenden, den Marx rettet und ihm dann rät, sich auf den Weg zum Sozialismus zu machen. Der Studierende geht an mehreren politischen Gruppierungen vorbei, so am RCDS, an den Liberalen, an den Jusos, an der KPD, am KBW, MSB, SHB, GIM sowie KB und entscheidet sich für DAS UNDOGMATISCHE ROTE BASIS FRÜHLINGSORCHESTER. Anzumerken ist, dass es sich beim Schlüssel zum Sozialismus um einen Ölsardinendosenöffner handelt.[9]
Zudem enthält der Comic ein späteres Markenzeichen Jaris, ein Porträt, das Karl Marx vergnügt schmunzelnd mit Bart und Schnäuzer sowie erhobener Faust zeigt. In Trier gestaltete Jari auch Plakate für die Hochschulgruppe der Jungsozialisten in der SPD,[10] schuf Illustrationen für das Trierer Stadtmagazin SPOT/LIT[11] und entwarf den Briefbogen für den Allgemeinen Studentenausschuss der Uni Trier.
Es folgten Veröffentlichungen bei kleineren Verlagen: 1977 erschien die KKW-Fibel,[12] ein Handbuch für Bürgerinitiativen, die gegen Kernkraftwerke Protest erhoben, und 1978 der erste Umweltkalender.[13] Fast zwanzig Jahre lang wurde, mit Ausnahme des Jahres 1980, fortan jeweils eine weitere Ausgabe des Kalenders herausgegeben. Mit der Publikation Die Geschichte von der Wyhlmaus und anderen Menschen schufen Jari und Wolfgang Hippe den ersten deutschen Comic, der sich dem Thema Ökologie widmete. Im Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL heißt es hierzu:
„Westdeutschlands Atomgegner sind auf dem Comic-Trip. Mit der »Geschichte von der Whylmaus (sic!) und anderen Menschen« beginnt der Frankfurter »Verlag Jugend & Politik« eine neue Cartoon-Serie- den »Ö-Comic": Da gurgelt etwa der dicke Kernkraft-Kapitalist zornig »Gruuhh aahh«, wenn er die kleine Whylmaus (sic!) sieht; denn der pfiffige Nager mit tellergroßen Ohren organisiert geschwind eine Bürgerinitiative, lehrt so »die Atomlobby das Fürchten« und verhindert schließlich den Bau eines Kernkraftwerkes -- selbst Landesvater »Filbi« ist da machtlos. »Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Personen und Ereignissen sind nicht zufällig«, so die Autoren Jaro (sic!) Pekka Cuypers und Wolfgang Hippe. Das zweite Heft, das Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommen soll, handelt von Gor, dem Kobold, und seinem Kontrahenten Scheudaslicht. Ort der Handlung: »Giftküchen, Müllhalden und Salzstöcke«.“
Jari kehrte wieder nach Krefeld in die Wohngemeinschaft Haus Rath zurück und gestaltete für das Filmforum Haus Rath, einer wöchentlich stattfindenden Kinoveranstaltung, bei der vor allem anspruchsvolle Filme gezeigt wurden, mit kurzen Einführungstexten versehene Infoblätter.[15]
1980–1989
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1980 erschien Das Kapital. Für Anfänger und Anfängerinnen,[16] ein Einstiegscomic zum Verständnis des Hauptwerks von Karl Marx. Es ist seine bekannteste Veröffentlichung und wurde wiederholt aufgelegt: zunächst 2012[17] als Reprint anlässlich des vierzigjährigen Jubiläums der Gründung des Verlags für das Studium der Arbeiterbewegung; 2016[18] anlässlich des 150jährigen Jubiläums der Veröffentlichung des Opus magnum von Karl Marx, Das Kapital, und 2018 anlässlich des 200. Geburtstag von Karl Marx als vollständig kolorierter Jaricomic.[19] Diese Ausgabe war auch Beigabe eines zehnwöchigen Kombiabos der taz.[20]
1981 wurde Die 68er. GeschichtsComic über Lust & Frust der Linken veröffentlicht.[21] Laut Comicfachmagazin COMIXENE war Jari zu diesem Zeitpunkt einer der führenden politischen Zeichner der BRD.[22] Jaris Arbeiten sind durchaus in Beziehung zum Werk von Walter Kurowski zu sehen, dessen politische Karikaturen in den 1970er Jahren von Oberhausen aus nach ganz Deutschland ausstrahlten.[23] Ab 1982 erschienen Bücher von Jari in Zusammenarbeit mit dem Verleger Gerald Leue in Berlin. Zunächst das Comic-Spielbuch. Starkes Nachschlagwerk für Neue Spiele,[24] 1983 das Rezeptbuch für Spiele auf Feten, Geburtstagen, Stadtteilfesten[25] und 1984 Das Comic-Spiele-Buch Teil 2. Lustige Spiele für lange Abende.[26]
Zum Thema der großen Volkbefragungen: Mikrozensus und Volkszählung[27] erschien 1983 Jaris Comic 1984 Schnüffel Tango,[28] der auch die Einführung des Strichcodes zum Thema hatte.
Andere Projekte in den 1980er Jahren waren seine Arbeit für ein Zeichentrickfilmstudio in Düsseldorf; für die Maxi-Single Tanz auf dem Vulkan der Musikgruppe Fritz Kids aus Goch ein der Schallplatte beigefügtes Comicheft mit den Texten der vier Musikstücke;[29][30] und für Hart an der Grenze, einer weiteren Veröffentlichung von Fritz Kids, die als Audiokassette in einem Schuber veröffentlicht wurde, ebenfalls ein beiliegendes Comicheft.[31]
Bis in die Gegenwart wirken Projekte aus der Wohngemeinschaft Haus Rath, so das Café an der Tannenstraße,[32] bei dem Jari zum Betreiberkollektiv gehörte.
1986 erschien Jaris Comic Zeichen Buch[33] in Zusammenarbeit mit Klaus Strzyz.[34] Das Buch ist als ein Standardwerk anzusehen. Im Comic Jahrbuch 1987 heißt es im Abschnitt über Sekundärliteratur zum Thema Comics:
„In acht Kapiteln – von der Idee über das Lettering bis zur fertigen Story – wird beschrieben, wie man selbst Comics machen kann. Sehr nett ist, daß eine ganze Reihe von deutschen Zeichnern – von Michael Götze über Tschap und Hansi Kiefersauer bis Volker Reiche – Tips aus Profisicht geben; das macht das Buch lebendig und zeigt dem Leser gleichzeitig, daß auch die Großen einmal klein angefangen haben. Aber auch für Leser, die sich nicht unbedingt mit eigenen Stricheleien versuchen wollen, ist das Buch eine Fundgrube, da es ausführlich und minutiös über alle Details der Comic-Produktion informiert.“
1988 veröffentlichte der Schulbuchverlag Klett das Lehrbuch GRAMMAR RULES. Grundlagen der englischen Grammatik, das Jari mit Illustrationen ausstattete.[36] Autoren des Lehrbuches waren Brigitte Stemmer und Terence Wynne. Weitere Unterrichtsprojekte, die er zeichnerisch begleitete, betrafen das Fach Mathematik.[37][38]
Zum Fall der Mauer in Berlin gestaltete Jari ein Kunstblatt, das er SÜSSES FEST UNTERM SAUREN BAUM betitelte. Der Baum war nicht irgendein Baum, sondern ein Weihnachtsbaum, gespickt mit vielen kleinen Monstern, darüber hinaus in einem schwarz-rot-goldenen Nachttopf stehend, umrahmt von weihnachtlich verpackten Mauerstücken. Auf den Resten der Mauer stand auf der linken Seite BRD und auf der rechten Seite DDR.[39]
Seine Kunstwerke präsentierte Jari in Ausstellungen in seiner Werkstatt im Wohn- und Atelierhaus an der Martinstraße in Krefeld und an anderen Orten. Gelegentlich waren die Schauen zudem mit Performances verbunden, so beispielsweise bei einer Vernissage in Mettmann.[40]
In den folgenden Jahren gehörte Jari zum Betreiberteam der Gaststätte Kulisse in der Fabrik Heeder. Das Gebäude einer ehemaligen Tapetenfabrik dient der Stadt Krefeld seit 1988 als öffentliche Begegnungsstätte und darüber hinaus seit 1989 vor allem als städtisches Kulturzentrum[41][42] unter der Regie des vormaligen Kulturamtes beziehungsweise jetzigen Kulturbüros.
1990–2009
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die hauseigene Gaststätte Kulisse bot in den 1990er Jahren ein eigenes wöchentliches Veranstaltungsprogramm an, vor allem Konzerte und Kabarett,[43] organisiert von Herbert Dräger, einem ehemaligen Haus Rather, der in der Sparte Kabarett unter anderen Ingo Appelt, Christian Ehring (Kabarett Die Scheinheiligen), Gabi Köster und Dieter Nuhr, die damals am Beginn ihrer Karriere standen, in die Kulisse holte. Jari gestaltete die Programmblätter, die er mit Stichworten zur jeweiligen Veranstaltung versah, die Vorabinformationen für Zeitungen und Zeitschriften, die Plakate und letztlich die Eintrittskarten.[44] Beim KLANGFRÜHSTÜCK in der Kulisse, einer jeweils sonntags stattfindenden Veranstaltung, präsentierte Jari eine Kinder-Comic-Show, damit Eltern in Ruhe frühstücken konnten.
Max Goldt bemerkte hierzu in einer seiner monatlichen Kolumnen im Satiremagazin Titanic:
„In Krefeld begegnete mir neulich ein Wort, das mir viel Freude bereitet hat. Ich möchte diese Freude mit den Lesern teilen. In einer Kneipe, welche ich besuchte, pflegt man sogenannte Klangfrühstücke zu veranstalten, d.h. Musiker geben sich dafür her, vor essenden und schwatzenden Menschen aufzutreten. Schön ist das nicht. Im Sommer lohnen sich diese Veranstaltungen offenbar nicht, daher wird in dem Lokal auf Plakaten bedauernd auf die Klangfrühstücksommerlochpause hingewiesen.“

Als die finnische Musikgruppe Leningrad Cowboys auf einer Tournee nach Krefeld kam, kümmerte sich Jari um das Wohlbefinden der Musiker und gestaltete eine Postkarte und ein T-Shirt zum Konzert am 19. Dezember 1996 in der Kulturfabrik.
Ab 1998 gab es die Reihe Säulenkunst im Foyer der Fabrik Heeder.[46] Sie startete im September 1998 mit Küss die Muse gestaltet von Jari Banas, der bei Eheschließung den Familiennamen seiner Gattin angenommen hatte. Die aus Masuren stammende Ewa Banas († 2005), die 1980 nach Westdeutschland übersiedelte und an der Fachhochschule Niederrhein Textildesign studiert hatte,[47] gestaltete die Säulen im Foyer der Fabrik Heeder im Frühjahr 2000.
Jari und Ewa Banas nahmen jedes Jahr an einer Ausstellungsreihe teil, die unter dem Namen A-Gang firmiert. Sie ist ein Produkt von Kreativen, über die in der Westdeutschen Zeitung zu lesen war: Eine Gruppe, die weder Verein, noch sonst eine bestimmbare Form hat, außer betont basisdemokratisch zu sein, und die sich damals aus Studenten der Hochschule Niederrhein zusammenfand.[48] Beim jährlich zwei Mal stattfindenden Rundgang waren mehrere Ateliers zu besichtigen.
In der Ausstellung der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar mit dem Titel ENTARTETE MUSIK 1938 – Weimar und die Ambivalenz wurde 1999 versucht, sich der eigenen Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus anzunehmen. In diesem Zusammenhang entstand eine studentische Initiative, die ein Kulturcafé ins Leben rief, das mit Programm und Gastronomie die Ausstellung begleitete. Dort formulierte Jari seine Antwort auf das Schmähwort Entartung. Als Zeichner der Stichwörter wählte er für ein Bild den Spruch: ICH BIN ENTARTET.[49]
Jari, der zahlreiche Banner für Kundgebungen und Demonstrationen von Umweltinitiativen und Bündnis 90/Die Grünen malte, schuf im März 2000 für den Niederrheinischen Umweltschutzverein eine flächenmäßig große Arbeit. Plakativ im wahrsten Sinne des Wortes waren die drei 4 mal 2,70 Meter großen Bilder, die in der Nähe eines Betonwerks aufgestellt wurden, um dessen Umzug aus einem Landschaftsschutzgebiet zum Krefelder Rheinhafen voranzutreiben.[50][51] 2005 entstand im Kunstunterricht in einer fünften Klasse des Fichte-Gymnasiums in Krefeld beim Projekt Stadt und Umwelt ein 4 mal 6 Meter großes Wandbild, das den AKKU-Kulturpreis erhielt.[52] Für die Bühne des Stadttheaters in Wunstorf malte Jari ebenfalls große Bilder, die im November 2006 beim Jazzchorfestival Meervocal den Hintergrund der Bühne schmückten und selbstverständlich gestaltete er auch das Festivalplakat.[53] Mit Musik war Jari zudem durch seine Illustrationen für Jörg Falk und dessen Gitarren-Notenhefte verbunden. Und auf dem Gebiet von Mode und Möbel sind die von ihm bemalten künstlerisch gestalteten Handtaschen von Anna Guttmann und sein Königsstuhl zu nennen.[54][55]
Mit Mode beschäftigte er sich auch in seinen Illustrationen. Comicfiguren müssen typisch sein, sagte er in einem Interview. Deren Kleidung spiele eine ganz wichtige Rolle, das gelte auch für die „Wylhmaus“ von 1978: Die musste eine Latzhose tragen.[56] Trotzdem sei ihm nicht wirklich bewusst gewesen, wie wichtig Mode für Comics ist: Manga-Figuren zum Beispiel unterscheiden sich hauptsächlich durch Frisur und Klamotten.
Eine Performance im Frühjahr 2002 anlässlich der Einführung der europäischen Einheitswährung trug den Titel DM-AD. Beerdigung der D-Mark und wurde in den Nachrichtensendungen Tagesthemen und Nachtmagazin der ARD in deren Berichten über den Umtausch der Zahlungsmittel in einer Sequenz gewürdigt und kommentiert.[57] Den Trauerzug führte Jari mit schwarzem Mantel, weißen Handschuhen und einen Zylinder tragend an; RoИ Schmidt war der Trauerredner. In einem Kunstkatalog heißt es hierzu: Die A-Gang Künstler waren ausgestattet mit einem Friedhofswagen, bestückt mit Grableuchten, einem Amboss und einer stattlichen „Europa“, die mit einem Vorschlaghammer die D-Mark platt haute. Ein Zeremonienmeister zelebrierte dieses Abschiedsritual recht eindrucksvoll in der Krefelder Fußgängerzone … . Die D-Mark fand dann ihre letzte Ruhestätte in einem „Groschengrab“ im Biergarten des Beerdigungs-Kaffeehauses Schmitz am Krefelder Friedhof. Über dem Grab wurde eine Trauereiche gepflanzt, natürlich von der „50-Pfennigstück-Frau“.[58]
Auf seine Erfahrung in der künstlerischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen konnte Jari wiederholt zurückgreifen. Beim Wettbewerb Comics gegen Gewalt, der im Sommer 2000 in Krefeld für Kinder und Jugendliche ausgeschrieben war, wurden Schülerinnen und Schüler von ihm angeleitet. In den beteiligten Schulen erteilte Jari eine Unterrichtsstunde in Sachen Comicmalen.[59] Mit dem gleichen Projekt unterrichtete er im Sommer 2004 in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Duisburg in Jugendzentren.[60] Im August 2007 leitete er eine Ferienmaßnahme in Amern, bei der Kinder Hausflure und Treppenhäuser in Geneschen bemalten. Das Konzept für die Gestaltung entwarf Jari. Zunächst griff er die Ideen der Kinder auf und setzte sie in Konturzeichnungen um, die von den Kindern mit Acrylfarben bemalt wurden.[61][62]
Auf dem Schulhof eines Nebengebäudes einer Grundschule in Krefeld-Fischeln wurde im April 2008 im Rahmen des Projektes Fliesen-Kunst unter Jaris Anleitung ein rund fünfzehn Meter langes zweiteiliges Unterwasserwelt-Mosaikbild und eine zwei Meter hohe Meerjungfrau zur Verschönerung einer Backsteinmauer angelegt. Neben ihm war bei der Ausführung die Künstlerin Karin Habermann mit von der Partie. Die Mosaike wurden aus Fliesenstücken zusammengestellt, die vorab von den Kindern hergestellt und zu kleinen Bruchstücken zerlegt worden waren.[63]
Eine lähmende Krankheit beeinträchtigte seine Arbeit. Das Nachlassen der Sensibilität und Geschicklichkeit der Hände führte dazu, dass er fortan mit Filzstiften zeichnen musste und sein Strich eine andere Wirkung bekam. Er selbst sagte hierzu: Ich bin seit 30 Jahren freischaffender Künstler, da ist man Schwierigkeiten gewöhnt, und sprach davon, einen neuen Kunststil zu kreieren, den er Neoneurolismus nennen wollte: Neuro für die Nerven. Das ist was, was es noch nicht gibt. Ich habe auch noch keine Ahnung, wie die Bilder dazu aussehen werden.[64] Die gesundheitlichen Probleme schränkten seine Arbeitsfähigkeit massiv ein und seine Einnahmen wurden geringer. Befreundete Musiker und Künstler taten sich deshalb zusammen und organisierten ein Benefizkonzert in der Gaststätte Kulisse im Kulturzentrum Fabrik Heeder.[65] Die Jarifiz genannte Veranstaltung fand im Januar 2009 statt.
2010–2025
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]22 Jahre nach seiner ersten Ausstellung war Jari zum zweiten Mal in der Kulturfabrik[66] mit einer Ausstellung vertreten. Im Juni 2010 präsentierte er großformatige Bilder und Stelen. Die Schau trug den Titel TANGO IST DER BLUES DER FINNEN. Der Künstler bemerkte hierzu: Mir brennt die Schwermut des heimischen Tangos unter den Fingernägeln. Auf Leinwand male ich in Tangofarben mein Leid auf lange schmale Bilder.[67] Inzwischen sei Finnland nach Argentinien das größte Tango-Land, so Jari.[68]
Trotz der immer größer werdenden gesundheitlichen Probleme blieb Jari in den folgenden Jahren aktiv, sowohl mit seinen Comickursen in Schulen und im Werkhaus, als auch mit Ausstellungen im Galerieraum 35blumen[69] und im Südbahnhof,[70] ein unter der Trägerschaft des Werkhauses entwickeltes interkulturelles Zentrum. Zugepflastert nannte er im September 2013 seine Ausstellung im Galerieraum 35blumen und benutzte tatsächlich Wundpflasterstreifen, um seine Jarikaturen an Wand, Boden, Decke, Fenster und Türen zu kleben.[71]
Seine Kunst war zu erschwinglichen Preisen zu erwerben, besonders beliebt seine Holzuhren, gestaltet in Form eines Männchen, das offensichtlich in Eile mit großen Schritten unterwegs ist. Die Zeit läuft uns davon, nannte er diese Uhren, die auf Wusch nach persönlichen Vorstellungen angefertigt werden konnten. Je nach Größe kosteten die Uhren anfangs zwanzig oder vierzig Euro.[72]
Jaris Interesse am Zustand der Krefelder Stadtgesellschaft zeigt sich in den Veröffentlichungen des Sozialbündnisses Krefeld, die ihren Charakter durch die Jarikaturen erhielten, so in der 2014 herausgegebenen Broschüre CHRONIK DER KREFELDER SKANDALE, so 2015 in KREFELDER WAHLPRÜFSTEINE zur Oberbürgermeisterwahl und so 2020 in Soziale Gerechtigkeit für Krefeld. Seine Unterstützung galt auch dem Verein MENTOR – Die Leselernhelfer e.V.[73][74] Die Grünen vertrat Jari, der seit 1993 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen war, in der Bezirksvertretung Süd der Stadt Krefeld.
Spätestens seit Mitte des Jahres 2020 beeinflussten die Schutzmaßnahmen betreffend Corona auch die Kultur. Der 50. Atelierrundgang fiel in den Lockdown und darüber hinaus konnte das 25jährige Bestehen der Künstlergruppe nicht gefeiert werden. Zudem standen die Veranstaltungen anlässlich des 100. Geburtstags von Joseph Beuys unter pandemischen Einfluss. Eine begleitende Aktion zur Eröffnung der Ausstellung Beuys don’t cry[75] im Jagdschloss der Burg Linn war eine Alternative zum 52. A-Gang.
Seine kämpferische Seite zeigte Jari im Juni 2021 in Lützerath während einer Performance im Vorfeld einer Veranstaltung der bundesweiten Musik- und Aktionsgruppe Lebenslaute. Er präsentierte Illustrationen zu politischen Liedern, die Maria Arians-Kronenberg vortrug. Darüber hinaus gestaltete er ein Banner, das den Prozess gegen angeklagte Aktivisten des Netzwerks Lebenslaute, die am 15. August 2021 in den Braunkohle-Tagebau der RWE-Power AG Garzweiler II eindrangen, zum Thema hatte. Das Banner wurde bei den Verhandlungen vor dem Amtsgericht Mönchengladbach-Rheydt aufgestellt und flankierte die musikalischen Darbietungen der anwesenden Lebenslaute-Aktivisten.[76]
Im März 2022 beim 54. A-Gang dominierten in Jaris Bildern die Farben Blau und Gelb. Unter dem Motto Der Regenbogen brennt wollte er den Zustand der Welt abbilden.[77]
Beim 57. A-Gang im November 2023 präsentierte Jari seine Originalzeichnungen zum Thema Verschickungskinder, die Vorlage für das Buch VERSCHICKUNGSKINDER. FÜRS LEBEN GEZEICHNET waren.[78] Er fertigte unter großer Anstrengung einhundert Zeichnungen in sechs Monaten. Im Vorwort schreibt Anja Röhl zu den Bildern:
„Die Zeichnungen sind nicht naturgetreu, wie in einer Graphic Novel üblich, sondern Teil von Comics, die verfremden. … Die, teils auch drastische und makabre Fantasie, die Jari in die Bilder hineinbringt, verschweigt nicht, aber gibt den Kindern von damals ihre Handlungsfähigkeit zurück.“
Am 17. Mai 2025 verstarb Jari Banas. In einem der Nachrufe war zu lesen:
„In den letzten Lebensjahren sah man den Künstler seltener und dann meist auf Krücken, seine Mobilität war stark eingeschränkt. Aber sein Geist blieb beweglich, angriffslustig, sein Engagement ungebrochen. … Jari Banas hat sich selbst als „Leinwandschreck“ und in Anspielung auf seine Bildergeschichten als „Kleinserientäter“ bezeichnet. In der Krefelder Stadtgesellschaft, nicht nur in der Kunst- und Kulturszene, wird man den scharfsinnigen Beobachter Jari vermissen.“
Veröffentlichungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jari Pekka Cuypers (Zeichnungen), Wolfgang Hippe (Text): Die Geschichte von der Wyhlmaus und anderen Menschen Ö-Comic No. 1. Verlag Jugend & Politik, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-88203-034-8.
- Das Kapital. Für Anfänger und Anfängerinnen. Nach einer Vorlage von K. Plöckinger und G. Wolfram. Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung, Hamburg 1980, ISBN 3-87975-185-4.
- Jari Pekka Cuypers: Die 68er – GeschichtsComic über Lust & Frust der Linken. Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung, Hamburg 1981, ISBN 3-87975-200-1.
- Jari Pekka Cuypers, Gerald Leue: Comic-Spielbuch – Starkes Nachschlagebuch für Neue Spiele. Verlag Gerald Leue, Berlin 1982, ISBN 3-923421-21-4.
- Jari Pekka Cuypers, Gerald Leue: Rezeptbuch für Spiele auf Feten, Geburtstagen, Stadtteilfesten? Verlag Gerald Leue, Berlin 1983, ISBN 978-3-923421-23-7.
- Jari Pekka Cuypers: 1984 Schüffeltango. Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung, Hamburg 1983, ISBN 3-87975-250-8.
- Jari Pekka Cuypers, Gerald Leue: Comic-Spiele-Buch Teil 2. Lustige Spiele für lange Abende. Verlag Gerald Leue, Berlin 1984, ISBN 3-923421-22-2.
- Jari Cuypers, Klaus Strzyz: Comic Zeichen Buch. Zeichne deine eigenen Comics! Verlag Gerald Leue, Berlin 1986, ISBN 3-923421-32-X.
- Das Kapital. Für Anfängerinnen und Anfänger. Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung Reprint, Hamburg 2012, ISBN 978-3-89965-514-8.
- Das Kapital. Als Jaricomic. Für Einsteigerinnen und Einsteiger. Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung, Hamburg 2016, ISBN 978-3-89965-715-9.
- Das Kapital. In Farbe. Für Einsteigerinnen und Einsteiger sowie Fortgeschrittene. Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung, Hamburg 2018, ISBN 978-3-89965-798-2.
- Jari Banas (Zeichnungen), Harry von Bargen (Text): Der gute Umgang mit dem Wasser. Ein Mitdenk- und Mitmachheft. Herausgegeben von Werkhaus e.V., Krefeld 2020.
- Jari Banas: Verschickungskinder. Fürs Leben gezeichnet. Mit einem Vorwort von Anja Röhl. Unrast, Münster 2023, ISBN 978-3-89771-377-2.
Werke mit Jari-Illustrationen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Inge Blankenbach (Hrsg.): KKW-Fibel für Bürgerinitiativen. Herausgegeben von Aktionsgemeinschaft für Umweltschutz Darmstadt e.V. Mit neuen Anti-KKW-Karikaturen von Jari Pekka Cuypers. Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung, Hamburg 1977, ISBN 3-87975-115-3.
- WEHRT EUCH. Lieder aus der Anti-AKW-Bewegung. Verlag Jugend & Politik, Frankfurt am Main etwa 1978, ISBN 3-88203-072-0.
- UMWELTKALENDER. Herausgegeben von Aktionsgemeinschaft für Umweltschutz e.V. (AGU-Darmstadt), nach Umbenennung: Initiative zur Förderung des Umweltschutzes e.V. (IFU-Darmstadt), Darmstadt 1978, ab 1988: ISBN 3-922691-13-7.
- Richard Lütticken: Angeln an Bord. Das Gerät und seine Handhabung. Die Fische. Die Angelmethoden. Die Rezepte. Edition Maritim, Hamburg 1981, ISBN 3-922117-20-1.
- Berthold Bode: Stromlücken und andere Märchen und warum sie uns erzählt werden. Über Energiepolitik und ihre Hintergründe. Mit Karikaturen von Peter Schwarz und Jari Pekka Cuypers. Gegenwind Verlag, Göttingen 1981, ISBN 3-922572-04-9.
- Fritz Kids: Tanz auf dem Vulkan. Vinyl. 45 RPM. Maxi-Single. Eigelstein Musikproduktion Nr. 6.20 167-01-1. TELDEC. Telefunken-Decca Schallplatten GmbH, Hamburg 1982.
- Fritz Kids: Hart an der Grenze. Audiokassette. Parzival Musik & Video Produktions- und Vertriebs GmbH, München 1983.
- Brigitte Stemmer, Terence Wynne: Grammar Rules – Grundlagen der englischen Grammatik. Verlag Klett, Stuttgart 1988, ISBN 3-12-505610-1.
- Brigitte Stemmer, Terence Wynne, Michael Easterbrook und K.-H. Noetzel: Grammar Rules At Work – Grundlagen der englischen Grammatik mit integrierten Übungen. Verlag Klett, Stuttgart 1991, ISBN 3-12-505630-6.
- Bernd Müllender, Jürgen Nendza (Hrsg.): Gib mich die Kirsche, Deutschland! Bunte Ligen und Alternativfußball. Klartext, Essen 1992, ISBN 3-88474-019-9.
- Jörg Falk: Milchzahn. 23 alte und neue Lieder für 2 Gitarren. Duisburg 1999.
- Jörg Falk: Salto Mortale. Ein Abend im Zirkus für 2 Gitarren. Duisburg 2002.
- Ben Boden (Hrsg.), Jari Banas (Illustrator): Superspitze Anglerwitze. Kosmos Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-440-10436-1.
- Jörg Falk: Hitzefrei. Musikalische Sommerferien für 2 Gitarren. Duisburg 2006.
- Sozialbündnis Krefeld (Hrsg.): Chronik der Krefelder Skandale 1990 bis heute. Krefeld August 2014.
- Sozialbündnis Krefeld (Hrsg.): Krefelder Wahlprüfsteine Oberbürgermeisterwahl-Wahl 2015 das Sozialbündnis fragt die Kandidaten antworten. Krefeld August 2015.
- Sozialbündnis Krefeld (Hrsg.): Soziale Gerechtigkeit für Krefeld. Krefeld Juni 2020.
- Waldo Karpenkiel, Georg Mahr: Sauf- und Kacklieder. Freche Gesänge von früher – groovy grundsaniert. Compact Disc. © + ℗ Waldo Karpenkiel, Georg Mahr. Labelcode 00863. supermusic. AAA Media Solutions GmbH & Co. KG, Velbert 2020.
- RoИ & „M“: SCHAUFENSTERPUPPE! TWO BABES SITTING ON A STUP. Vinyl. 45 RPM. Single. Ein Produkt der Geistigen Bluter. (online)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dorothée Schenk: Die Wunden der Gesellschaft. In: Bistum Aachen (Hrsg.): KirchenZeitung für das Bistum Aachen, Ausgabe Krefeld, 75. Jg., Nr. 27, 5. Juli 2020, S. 10–11. (Kirchenzeitung)
- Tanja Focken: Jari Cuypers. In: Thomas Müller (Hrsg.): Krefelder Beiträge zum zeitgenössischen Design. Sassafras, Krefeld 1998, ISBN 3-922690-73-4, S. 38–39.
- Martina Heines: Malen statt schreien. In: Coolibri. Die Illustrierte für Düsseldorf, Niederrhein und Kreis Mettmann, April 1995, S. 14–15.
- Andreas C. Knigge: Fantasie auf dem Strich. In: Tip magazin, Nr. 3/82 (29.1.-11.2.1982), S. 48–53, hier: S. 53.
- Werner Arand (Hrsg.): Neun Rheinische Cartoonisten. (= Weseler Museumsschriften Band 22) Rheinland-Verlag, Köln/Bonn 1989, ISBN 3-7927-1087-0.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 SCHLAGLICHTER. Zeitschrift der Sozialistischen Jugend Deutschlands. Die Falken, Landesverband NRW, Jg. 3, Nr. 7, Dezember 1972. Dieser Ausgabe lag das Plakat Wenn die Haifische Menschen wären bei.
- ↑ Beispielsweise Comicstrips in: SJD – Die Falken, Bundesvorstand, Bonn (Hrsg.): FREUNDSCHAFT. Kinderzeitung DER SOZIALISTISCHEN JUGEND DEUTSCHLANDS DIE FALKEN, NR. 3/80.
- ↑ Klaus M. Schmidt: Cartoonist Jari Banas ist verstorben. Trauer um Marx-Erklärer, Umweltaktivist und Künstler. In: Westdeutsche Zeitung, Ausgabe Krefeld, 19. Mai 2025.
- ↑ Flotter Strich. Der König der Comics. In: Krefelder, Krefelder Szene, November 1993, S. 7.
- ↑ Werner Zedler: Hauswirt stört den Burgfrieden. Kulturzentrum wird Spekulationsobjekt. In: Express, Ausgabe Düsseldorf, 4. Juli 1981.
- ↑ Hans Dieter Peschken: Mietvertrag mit Wohngemeinschaft nicht erneuert. In: Rheinische Post, Krefelder Stadtpost, 24. Juni 1981.
- ↑ ROTE KEHLE COMIC NR. 1: DIE GEHEIMNISVOLLE LIZENZ!
- ↑ ROTE KEHLE COMIC NR. 2: DER SCHLÜSSEL ZUM SOZIALISMUS. (Das Piccolo-Format ist schmal und querformatig, meist etwa 17 cm × 8 cm. Klassiker wie Akim, Sigurd und Tibor wurden in diesem Format veröffentlicht.)
- ↑ ROTE KEHLE COMIC NR. 2, S. 15 und 22.
- ↑ DIN A2 doppelseitiges Plakat, Entwurf Jari, Wahlaufruf zu den Stupawahlen 21.–23. Juni 1977.
- ↑ SPOT/LIT, Nr. 10., 3. Jahrgang Oktober 1977, Titelseite. Herausgeber Rainer Breuer. Verlag éditions trèves e.v., Trier.
- ↑ Inge Blankenbach (Hrsg.): KKW-Fibel für Bürgerinitiativen. Herausgegeben von Aktionsgemeinschaft für Umweltschutz Darmstadt e.V. Mit neuen Anti-KKW-Karikaturen von Jari Pekka Cuypers. Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung, Hamburg 1977, ISBN 3-87975-115-3.
- ↑ UMWELTKALENDER. Herausgegeben von Aktionsgemeinschaft für Umweltschutz e.V. (AGU-Darmstadt), nach Umbenennung: Initiative zur Förderung des Umweltschutzes e.V. (IFU-Darmstadt), Darmstadt 1978, ab 1988: ISBN 3-922691-13-7.
- ↑ Comics kontra Kernkraft, In: spectrum, DER SPIEGEL 52 / 1978. S. 152.
- ↑ Beispiel für ein Infoblatt von Juni 1980 siehe Heidi Matthias: Krefeld – meine Wahlheimat. In: die Heimat, Krefelder Jahrbuch, Jg. 80, Krefeld November 2009, ISSN 0342-5185, S. 58–61, hier S. 59, Abb. 3.
- ↑ Das Kapital. Für Anfänger und Anfängerinnen. Nach einer Vorlage von K. Plöckinger und G. Wolfram. Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung, Hamburg 1980, ISBN 3-87975-185-4.
- ↑ Das Kapital. Für Anfängerinnen und Anfänger. Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung Reprint, Hamburg 2012, ISBN 978-3-89965-514-8.
- ↑ Das Kapital. Als Jaricomic. Für Einsteigerinnen und Einsteiger. Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung, Hamburg 2016, ISBN 978-3-89965-715-9.
- ↑ Das Kapital. In Farbe. Für Einsteigerinnen und Einsteiger sowie Fortgeschrittene. Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung, Hamburg 2018, ISBN 978-3-89965-798-2.
- ↑ taz am wochenende, sonnabend/sonntag, 5./6. Mai 2018, medien 33.
- ↑ Jari Pekka Cuypers: Die 68er – GeschichtsComic über Lust & Frust der Linken. Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung, Hamburg 1981, ISBN 3-87975-200-1.
- ↑ COMIXENE, Nr. 39, Juni 1981, ISSN 0174-2205, S. 11. Monatlich in Hannover erscheinendes Magazin, 1981 im 8. Jahrgang.
- ↑ Walter Kurowski. Künstler Karikaturist Kulturlegende. Eine Werkschau von 1956-2015. Herausgegeben von Kerrin Postert und Christine Vogt, Duisburg 2021, ISBN 978-3-932236-45-7, S. 107–121.
- ↑ Jari Pekka Cuypers, Gerald Leue: Comic-Spielbuch – Starkes Nachschlagebuch für Neue Spiele. Verlag Gerald Leue, Berlin 1982, ISBN 3-923421-21-4.
- ↑ Jari Pekka Cuypers, Gerald Leue: Rezeptbuch für Spiele auf Feten, Geburtstagen, Stadtteilfesten? Verlag Gerald Leue, Berlin 1983, ISBN 978-3-923421-23-7.
- ↑ Jari Pekka Cuypers, Gerald Leue: Comic-Spiele-Buch Teil 2. Lustige Spiele für lange Abende. Verlag Gerald Leue, Berlin 1984, ISBN 3-923421-22-2.
- ↑ Verena Rottmann, Holger Strohm: Was Sie gegen Mikrozensus und Volkszählung tun können. 25. Auflage. Zweitausendeins, Frankfurt am Main April 1987.
- ↑ Jari Pekka Cuypers: 1984 Schüffeltango. Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung, Hamburg 1983, ISBN 3-87975-250-8.
- ↑ Fritz Kids: Tanz auf dem Vulkan. Eigelstein Musikproduktion Nr. 6.20 167-01-1, TELDEC, Telefunken-Decca Schallplatten GmbH, Hamburg 1982.
- ↑ Fritz Kids. In: RoNtotal. Abgerufen am 7. Mai 2026.
- ↑ Fritz Kids: Hart an der Grenze. Parzival Musik & Video Produktions- und Vertriebs GmbH, München 1983.
- ↑ Johannes Floehr: Vom Billardzimmer zur Seele der Stadt. In: Westdeutsche Zeitung. Wir Krefelder, 24. November 2020, S. 19. (Gastbeitrag: 40 Jahre gibt es „Das Café“ – eine Hommage vom Krefelder Poetry Slammer Johannes Floehr an das Lokal.)
- ↑ Jari Cuypers, Klaus Strzyz: Comic Zeichen Buch. Zeichne deine eigenen Comics! Verlag Gerald Leue, Berlin 1986, ISBN 3-923421-32-X.
- ↑ Klaus Strzyz und Andreas C. Knigge: Disney von innen. Gespräche über das Imperium der Maus. (Mit einem Vorwort von Carl Barks). Ullstein, Frankfurt am Main und Berlin 1988, ISBN 3-548-36551-5.
- ↑ Comic Jahrbuch 1987. Trends, Analysen, Adressen, Bibliographie. Herausgegeben von Andreas C. Knigge. Ullstein, Frankfurt am Main/Berlin 1987, ISBN 3-548-36534-5, S. 187-191, hier: 191.
- ↑ Brigitte Stemmer, Terence Wynne: Grammar Rules – Grundlagen der englischen Grammatik. Verlag Klett, Stuttgart 1988, ISBN 3-12-505610-1.
- ↑ MUED MATERIALIEN FÜR DEN MATHEMATIKUNTERRICHT IN DER SEK I. Bearbeitet von Heinz Boer und Dieter Volk. 1. Auflage. Göttingen 1983.
- ↑ Oppumer Schüler stellen Halbjahres-Arbeiten vor. In: Westdeutsche Zeitung, 14. Februar 2014.
- ↑ Biestige Monster in Jari’s Weihnachtsbaum. „Schöner Sonntag“ stellt den Künstler des Monats vor. In: Schöner Sonntag, 2. Dezember 1989.
- ↑ Sabine Maguire: Dämonen in alten Kellergewölben. Die WeinGalerie Heger präsentiert den finnischen Karikaturisten Jari, der den Geist in der Flasche beschwört. In: Westdeutsche Zeitung, Mettmann, 19. Januar 2004. (Jari malte hierzu speziell Bilder, inspiriert von der Lyrik RoИ Schmidts.)
- ↑ (ipa:) Ein wenig viel Feier in der alten Fabrik. Heeder-Eröffnung mit buntem Programm. In: Westdeutsche Zeitung, 28. April 1989.
- ↑ Kerstin Hoffmann: Heeder-Fabrik eröffnet. Goethe mit Bauchtanz und Jazz. In: Rheinische Post, 29. April 1989.
- ↑ Burkhard Ostrowski, Reinhard Schippkus: Heeder u. Co. Zur Geschichte eines Krefelder Fabrikgebäudes und seiner Umgebung. Herausgegeben von Geschichtswerkstatt Krefeld e.V. kindle direct publishing, Wrocław 2019, Textband, ISBN 978-1-077-58532-4, S. 18.
- ↑ Beispiel für ein Infoblatt siehe Burkhard Ostrowski, Reinhard Schippkus: Heeder u. Co. Zur Geschichte eines Krefelder Fabrikgebäudes und seiner Umgebung. Herausgegeben von Geschichtswerkstatt Krefeld e.V. kindle direct publishing, Wrocław 2019, Bildband, ISBN 978-1-077-58932-2, S. 103.
- ↑ Max Goldt: Kennen Sie das Wort „Mevulve“?, in: Titanic. Das endgültige Satiremagazin, Nr. 8, August 1993, S. 46-47, hier: 47.
- ↑ Beispiele für die Reihe Säulenkunst siehe Burkhard Ostrowski, Reinhard Schippkus: Heeder u. Co. Zur Geschichte eines Krefelder Fabrikgebäudes und seiner Umgebung. Herausgegeben von Geschichtswerkstatt Krefeld e.V. kindle direct publishing, Wrocław 2019, Bildband, ISBN 978-1-077-58932-2, S. 93–95, Abb. 126 und 127.
- ↑ Auf einer Bank in der Natur. Ewa Banas hat für das Projekt "am fluss" Orte des Begegnens geplant. In: Westdeutsche Zeitung, Krefeld, 28. Mai 2003, S. 21. (Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro der Stadt Krefeld realisiert.)
- ↑ Christian Oscar Gazsi Laki: A-Gang wird 25 und schenkt sich einen Katalog. In: Westdeutsche Zeitung, Kultur in Krefeld, 19. Februar 2020, S. 19.
- ↑ Wolfram Huschke, Claas Cordes (Hrsg.): „Entartete Musik“ 1999. Eine Antwort auf Hans Severin Ziegler. Universitätsverlag, Weimar 1999, ISBN 3-86068-109-5, S. 5–7 und 50–53.
- ↑ (ajv:) „Kein Straßenausbau, sondern Firmen-Umzug ist die Lösung“. Anwohner im Hülser Bruch und NVU stellten Plakatwände auf. In: Westdeutsche Zeitung, 27. März 2000.
- ↑ Mit Kunst und Pappe gegen Beton. In: Rheinische Post, 27. März 2000.
- ↑ Akku-Preis 2005 Fichte-Gymnasium. In: akku-krefeld.de, aufgerufen am 12. Mai 2026.
- ↑ (caf/at/ue:) Meervocal bietet ein Wochenende voller exzellenter Jazz-Chor-Musik. In: Leine-Zeitung Wunstorf, 13. November 2006, S. 1.
- ↑ Chrismie Fehrmann: Per Mausklick zum ultimativen Design. In: Westdeutsche Zeitung, 4. November 2004.
- ↑ Renate Reimers: Sein oder Design. Vielmehr als schöner Schein – Objekt-Design vereint Kunst und Funktionalität. In: Miss Vogue, Mai 1990, S. 112–115.
- ↑ Martina Nickel: Der Comic-Held und die Mode. In: Westdeutsche Zeitung, Krefelder Stadtleben, Samstag, 1. März 2008, S. 24.
- ↑ ARD-tagesthemen, 1. März 2002, Bericht Uli Meerkamm, circa 2:30 Minuten. Anmoderation Ulrich Wickert. ARD-nachtmagazin, 1. März 2002, Bericht Thomas Vehling, circa 2:30 Minuten. Anmoderation Thomas Bade. Performance fand abends am Donnerstag, 28. Februar 2002, statt.
- ↑ A-Gang. Katalog. Herausgegeben von den Mitgliedern der Atelier-Ausstellung unterstützt von der Kulturstiftung der Sparkasse Krefeld, Krefeld 2000, S. 12–15.
- ↑ René Schleucher: Kinder setzen Zeichen: 50 Comics gegen Gewalt. In: Westdeutsche Zeitung, 9. Dezember 2000.
- ↑ Philip Schweers: Comiczeichnen: Ein paar Striche zeigen alles. In: Westdeutsche Zeitung, Krefeld, Jugend macht Zeitung, 14. September 2004.
- ↑ Heike Ahlen: Da treffen sich Fisch und Palme. In: Westdeutsche Zeitung, Viersen, 3. August 2007.
- ↑ Helga Seifert: Dinos und Wale in den Fluren. In: Rheinische Post, Grenzland-Kurier, 3. August 2007.
- ↑ Mosaik verschönert Schulhof. Jari Banas leitet Projekt „Fliesen-Kunst“. In: Stadtspiegel, 30. April 2008, S. 11.
- ↑ Petra Diederichs: Endlich wieder malen. In: Rheinische Post, 22. März 2008.
- ↑ Klaus M. Schmidt: Der „Bilderschreck“ Jari braucht Hilfe. In: Westdeutsche Zeitung, 22. Januar 2009.
- ↑ Allgemein siehe Holger Mischke: 15 Jahre Kulturfabrik (KuFa), in: die Heimat, Krefelder Jahrbuch, Jg. 70, Krefeld November 1999, ISSN 0342-5185, S. 93–96.
- ↑ Veranstaltungsfaltblatt der Kulturfabrik Krefeld für Juni 2010.
- ↑ Michaela Plattenteich: Tango ist der Blues der Finnen. In: Westdeutsche Zeitung, 9. Juni 2010.
- ↑ Ulrike: Zum Gedenken an JARI BANAS. In: 35blumen.org, 19. Mai 2025.
- ↑ Peter Lengwenings: Treffpunkte im Aufwind, in: Stadt Krefeld (Hrsg.): Krefeld. Das Magazin. Stadtleben, Sommer 2024, S. 30–37, hier: 32–33.
- ↑ Christoph Elles: Comics pflastern seinen Weg. In: Westdeutsche Zeitung, Kultur in Krefeld, 26. September 2013.
- ↑ Carolin Skiba: Ein buntes Unikat zu Weihnachten. In: Westdeutsche Zeitung, Krefelder Stadtteile, 17. Dezember 2013.
- ↑ Peter Lengwenings: „MIT WORTEN WACHSEN“, in: vertäll. Das Magazin für und über Krefeld (Anzeigenblatt), 02 / 2024, S. 22–25.
- ↑ Nachruf des Vorstands MENTOR-Krefeld auf Jari Banas. In: Westdeutsche Zeitung, Krefeld, 31. Mai 2025, S. 21.
- ↑ Beuys wird 100 – Aktionen zum Geburtstag des Künstlers. In: krefeld.de, 12. Mai 2021. Abgerufen am 14. November 2025.
- ↑ Siehe Jaris Banner in Konzert von „Lebenslaute“ bei Protesten im Braunkohletagebau der RWE wird kriminalisiert. In: labournet.de, 25. Oktober 2022.
- ↑ Nina Feldmann: „Kultur ist das Gegenteil von Krieg“. In: Westdeutsche Zeitung, Kultur in Krefeld, 23. März 2022.
- ↑ Jari Banas: Verschickungskinder. Fürs Leben gezeichnet. Mit einem Vorwort von Anja Röhl. Unrast, Münster 2023, ISBN 978-3-89771-377-2.
- ↑ Anja Röhl: Vorwort, in: Jari Banas: Verschickungskinder. Fürs Leben gezeichnet. Unrast, Münster 2023, ISBN 978-3-89771-377-2, S. 5-13, hier: 10-11.
- ↑ Klaus M. Schmidt: Cartoonist Jari Banas ist verstorben. Trauer um Marx-Erklärer, Umweltaktivist und Künstler. In: Westdeutsche Zeitung, 18. Mai 2025.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Banas, Jari |
| ALTERNATIVNAMEN | Cuypers, Jari Pekka Sakari; Banas, Jari Pekka Sakari (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | Comiczeichner, Illustrator und freischaffender bildender Künstler |
| GEBURTSDATUM | 7. Juli 1950 |
| GEBURTSORT | Nastola |
| STERBEDATUM | 17. Mai 2025 |
| STERBEORT | Krefeld |