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Jan Kazda

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Jan Kazda (* 3. Oktober 1958 in Prag) ist ein deutscher Fusionmusiker (E-Bass, auch Gitarre) und Komponist tschechoslowakischen Ursprungs.[1]

Kazda absolvierte ein pädagogisches Musikstudium (Hauptfach Gitarre und Nebenfach Kontrabass) an der Musikhochschul-Abteilung in Wuppertal. Dort schloss er sich der Formation Armutszeugnis an. Gemeinsam mit Ralf Streuf und Eugen Egner und anderen spielte er ein 1981 erschienenes Studioalbum ein. Die Produktion besorgte Büdi Siebert. Danach schloss sich Kazda als Bassist der Band Zoff an, die sich 1984 auflöste.

Später in den 1980er Jahren leitete er die Fusionformation Das Pferd, der zeitweise auch die Jazz-Musiker Randy Brecker, Wolfgang Schmidtke und Reiner Winterschladen sowie der bei vielen Gruppen aktive Drummer Kurt Billker angehörten.

In den späten 1980er Jahren spielte er gemeinsam mit Ginger Baker und Das Pferd das Album African Force ein. Aus dieser Zusammenarbeit erwuchs wenig später noch das Projekt No Material, an dem neben Kazda und Baker auch Peter Brötzmann, Sonny Sharrock und Nicky Skopelitis mitwirkten und das sowohl Konzerte absolvierte als auch ein Album veröffentlichte.

Aus der Arbeit mit Das Pferd war außerdem eine Zusammenarbeit mit Tom Mega entstanden, mit dem Kazda bis Mitte der 1990er Jahre gemeinsam aufnahm und produzierte.

Ab 1994 leitete Jan Kazda die aus Das Pferd hervorgegangene Fusion-Formation Kazda, an der anfangs weiterhin Reiner Winterschladen, Wolfgang Schmidtke und Kurt Billker von Das Pferd beteiligt waren, später auch der Trompeter Volker Goetze.

Als Studiomusiker arbeitete Kadza auch im Metal-Bereich, so in den späten 1990er Jahren auf drei Alben von Therion und später auf The Kovenants Album S.E.T.I..

Daneben ist er seit längerem auch als Filmkomponist aktiv, etwa für den Tatort (Liebeshunger, 2007) oder den Spielfilm Black Wedding von Thomas Bohn.

Mit dem Indigo Streichquartett, das schon auf den drei Therion-Alben und dem Kazda-Album von 2007 mitwirkte, hat Kazda zwei Alben mit Interpretationen von Led Zeppelin (2010) und Nino Rota (2023) eingespielt.

Mit Armutszeugnis

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  • Krig in den Niagarafällen (LP, 1981)
  • Nach der Arbeit (LP, 1983)
  • Hallo Deutschland! (CD, 2005)
  • Das Pferd (LP und CD, 1987)
  • Kisses (LP und CD, 1988)
  • Ao Vivo (LP und CD, 1989)
  • Blue turns Grey (CD, 1991)
  • The Wold of Das Pferd (CD, 1993)

Mit Ginger Baker/No Material

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  • African Force (LP und CD, 1987)
  • No Material (CD, 1989)
  • Backyards of Pleasure (LP und CD, 1988)
  • Love Lies from Central Europe (LP und CD, 1989)
  • Book of Prayers (LP und CD, 1991)
  • Fremd (CD, 1992)
  • Songs & Prayers (CD, 1994)
  • New Strategies of Riding (CD, 1994)
  • Finally (CD, 1997)
  • Live in China (CD, 2000)
  • Why is it Love (CD, 2003)
  • Short Tales from the Neighborhood (CD, 2007)
  • Vovin (CD, 1998)
  • Crowning of Atlantis (CD, 1999)
  • Deggial (CD, 2000)

Mit Indigo-Streichquartett

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  • The Music of Led Zeppelin (CD, 2010)
  • Play the Music of Nino Rota (CD, 2023)

Einzelnachweise

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  1. The International Who’s Who in Popular Music 2002, S. 271