JS Vallée du Tir, oder kurz JSVDT, ist ein Fußballverein aus Neukaledonien. Seine Heimspiele trägt er im Stade Numa-Daly aus, welches 16.000 Zuschauerplätze fasst und in der Stadt Nouméa steht. Der Verein gehörte in den 1960er Jahren zu den erfolgreichsten Mannschaften der Division d’Honneur.
Über den Verein sind nur wenige verifizierbare Informationen bekannt. Daher kann der Verlauf seiner Geschichte, bis auf wenige Jahre, durch Quellen nicht hinreichend belegt werden. Bekannt ist, dass die Mannschaft in den 1960er Jahren fünf Mal, 1965 gegen Île des Pins (5:2), 1966 gegen Thio Sport (3:0), 1967 gegen den CSM (Club Sportif Militaire) (1:0) und 1968 gegen AS Le Nickel (3:2), den Coupe de Calédonie gewinnen konnte. Ein Rekord, der 32 Jahre lang gehalten und erst von AS Magenta (2000–2005) gebrochen wurde. Zudem konnte auch die neukaledonische Meisterschaft in den Jahren 1967 und 1968 gewonnen werden.[1][2] Trainer in dieser Zeit war François „Tatate“ Saminadin.[3] Der Verein brachte in dieser Zeit auch einige Nationalspieler hervor. Darunter Gérald Delmas, Torhüter Paul Delhumeau, Roger Mandin und die Brüder Jean und André Bénébig. Jean Bénébig gewann bei den Südpazifikspielen 1963 die Goldmedaille im Kader von Neukaledonien.[4]
Im November 1968 nahm der JS Vallée du Tir als erster neukaledonischer Verein am französischen Pokal teil. Im heimischen Stadion unterlag das Team vor 8.000 Zuschauern dem damaligen Zweitligisten SC Toulon von der Côte d’Azur knapp mit 1:0.[5] Anfang der 2000er Jahre spielte der Verein in unterklassigen Ligen, u. a. der viertklassigen Deuxième Division in der Saison 2004/05 und der drittklassigen Première Division d'Honneur Sud in den Jahren 2000, 2006/07 und 2009.[6][7][8][9]
Neben der Abteilung Fußball tat sich der Verein auch in den Sportarten Basketball und Leichtathletik hervor. Die Basketballabteilung der Frauen gewann den Coupe de Féminine, während die Männer die Territorial Division für sich entscheiden konnten.[10] Der in Nouméa geborene Marathonläufer Alain Lazare schuf nicht nur die Leichtathletikabteilung des Vereins, sondern startete auch bei den Olympischen Sommerspielen in den Jahren 1984 und 1988.[11] Die 1980er Jahre gelten als das goldenen Zeitalter der Leichtathletik-Sektion des JSVDT.[12]