Itaúna
| Município de Itaúna Itaúna | |||
|---|---|---|---|
Blick auf Itaúna | |||
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| Koordinaten | 20° 4′ S, 44° 35′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 1901 | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Minas Gerais | ||
| ISO 3166-2 | BR-MG | ||
| Metropolregion | Metropolregion Belo Horizonte | ||
| Höhe | 850 m | ||
| Klima | tropisches Hochlandklima | ||
| Fläche | 495,6 km² | ||
| Einwohner | 103.272 (2025[1]) | ||
| Dichte | 208,4 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | www.itauna.mg.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Politik | |||
| Stadtpräfekt | Gustavo Marques de Carvalho Mitr (seit 2025) | ||
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Itaúna ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Minas Gerais im Südosten des Landes. Sie liegt in der Metropolregion Belo Horizonte und gehört zur unmittelbaren Umgebung der Stadt Divinópolis. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 103.300 geschätzt.[1]
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Itaúna liegt im Westen des Bundesstaates Minas Gerais auf einer Höhe von etwa 850 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich rund 80 Kilometer westlich der Hauptstadt Belo Horizonte und ist Teil einer wirtschaftlich bedeutenden Region mit guter Verkehrsanbindung. Das Klima ist ein tropisches Hochlandklima mit ausgeprägter Trockenzeit im Winter und regenreichen Sommermonaten. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 15 und 28 °C. Mehrere kleinere Flüsse durchziehen das Gemeindegebiet und gehören zum Einzugsgebiet des Rio São Francisco.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Besiedlung der Region begann im 18. Jahrhundert im Zuge der Expansion portugiesischer Siedler (Bandeirantes) in das Landesinnere von Minas Gerais. Zunächst entstanden kleinere landwirtschaftliche Siedlungen, die sich entlang von Handelsrouten entwickelten. Im 19. Jahrhundert gewann der Ort an Bedeutung, insbesondere durch die Landwirtschaft und den regionalen Handel. 1850 wurde die erste Grundschule gegründet und 1872 war die Einwohnerzahl auf knapp 4400 Personen angewachsen, davon waren fast ein Fünftel Sklaven.
Am 23. Dezember 1874 wurde Itaúna zu einem Bezirk erhoben. 1901 wurde Itaúna offiziell zur eigenständigen Gemeinde erhoben und von Pará de Minas abgetrennt.[2] Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt zu einem regionalen Zentrum der Industrie, insbesondere im Bereich der Metallverarbeitung und des Maschinenbaus. Die Nähe zu Belo Horizonte sowie der Ausbau der Infrastruktur begünstigten die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich. In den letzten Jahrzehnten erlebte Itaúna ein stetiges Bevölkerungswachstum und eine zunehmende Diversifizierung der Wirtschaft.
Demografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Einwohnerentwicklung | ||
|---|---|---|
| Jahr | Einw. | ±% |
| 1960 | 32 348 | +34,5 % |
| 1970 | 37 685 | +16,5 % |
| 1980 | 53 432 | +41,8 % |
| 1991 | 66 174 | +23,8 % |
| 2000 | 76 862 | +16,2 % |
| 2010 | 85 396 | +11,3 % |
| 2022 | 97 669 | +14,4 % |
| Volkszählungen | ||
Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf 103.272 Personen geschätzt.[1] Die Bevölkerung ist überwiegend urban geprägt, wobei die Stadt eine hohe Lebensqualität im regionalen Vergleich aufweist. Ethnisch setzt sich die Bevölkerung aus Nachfahren europäischer Einwanderer, Afrobrasilianern und gemischten Gruppen zusammen.
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Itaúna zählt zu den wirtschaftlich bedeutenden Gemeinden im Westen von Minas Gerais. Die lokale Wirtschaft ist stark industrialisiert. Eine große Rolle spielt die Kalksteingewinnung.[3] Daneben spielen Handel und Dienstleistungen eine wichtige Rolle. Die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zu größeren Wirtschaftszentren fördern Investitionen und die Ansiedlung von Unternehmen. Die Landwirtschaft ist weiterhin präsent, jedoch von geringerer Bedeutung als die Industrie.
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Itaúna gehört zum römisch-katholischen Bistum Divinópolis.[4] Neben der katholischen Mehrheit existieren zahlreiche evangelische Gemeinden, insbesondere aus dem pfingstkirchlichen Spektrum.
1955 kam es in der Ortschaft zu einer Marienerscheinung, wobei die Grotte Nossa Senhora de Itaúna (in der die Erscheinung stattfand) heute ein Anziehungspunkt für Gläubige bildet.[5]
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Universität von Itaúna, die derzeit über 7000 Studierende aus verschiedenen brasilianischen Bundesstaaten zählt, gehört zu den besten privaten Hochschulen des Landes.[6]
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der lokale Fußball wird vor allem durch den Verein Itaúna Esporte Clube geprägt, der auf regionaler Ebene aktiv ist.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Itaúna. IBGE, abgerufen am 13. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ História de Itaúna Sec XIX e XX. Abgerufen am 13. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ Itaúna (MG) - AMIG. 22. Mai 2025, abgerufen am 13. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ Sul 1 Region of Brazil [Catholic-Hierarchy]. Abgerufen am 13. April 2026.
- ↑ Gruta da Nossa Senhora de Itaúna. Abgerufen am 13. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ Informações Gerais. Abgerufen am 13. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).

