Der im Sauerland befindliche Istenberg liegt im Nordostteil des Rothaargebirges rund 1,3km östlich von Bruchhausen (südöstlicher Stadtteil von Olsberg) über dem Tal des Gierskoppbachs und westlich oberhalb jenem der Schmalah, einem Hoppecke-Zufluss. Über den Berg und den südlich benachbarten Hömberg (730m[2]) verläuft die Rhein-Weser-Wasserscheide, zumal der Gierskoppbach durch die Ruhr in den Rhein und die Hoppecke durch die Diemel in die Weser entwässert.
Auf der Nordwestflanke des Bergs erheben sich die Bruchhauser Steine, eine aus den vier maximal 92m hohen Hauptfelsen Bornstein, Feldstein, Goldstein und Ravenstein bestehende Formation, die mit dem Feldstein (der nicht als Istenberg-Gipfel zählt) bis 756m[2] hoch ist.
Der Istenberg gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Süderbergland (Nr.33), in der Haupteinheit Rothaargebirge (mit Hochsauerland) (333) und in der Untereinheit Hochsauerländer Schluchtgebirge (333.8) zum Naturraum Schellhorn- und Treiswald (333.82), wobei seine Landschaft jenseits der Bruchhauser Steine in westlichen Richtungen in den Naturraum Bödefelder Mulde (mit Assinghauser Grund) (333.80) abfällt.[3]
Topographischen Karten sind in der Umgebung des 728m hohen Istenberg-Gipfels oft weitere Höhenpunkte zu entnehmen. Die häufig genannte Berghöhe von 721m[2] bezieht sich auf eine auf einer Waldwegkreuzung gelegene Höhenkote rund 200m südwestlich des Gipfels und die ebenfalls oft genannte Höhe von 727,2m auf einen trigonometrischen Punkt rund 50m südöstlich des Feldsteins.[2]
Auf der Nord- und Nordwestflanke des Istenbergs liegt das NaturschutzgebietBruchhauser Steine (CDDA-Nr.81466; 1951 ausgewiesen; 84ha groß), das etwa deckungsgleich sowohl mit dortigem Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Bruchhauser Steine (FFH-Nr.4617-301; 0,85ha) als auch mit dortigem VogelschutzgebietBruchhauser Steine (VSG-Nr.4617-401; 0,85ha) ist. Auf dem Berg liegt ein Bereich des Landschaftsschutzgebiets Olsberg (CDDA-Nr.555554922; 2004; 79,52km²), auf seinen nordwestlichen Hanglagen ein solcher des LSG Kultur- und Offenlandschaftskomplex Bruchhausen (CDDA-Nr.345044; 2004; 1,82km²) und am Norfuß des Berges ein solcher des LSG Offenlandschaftskomplex Elleringhausen (CDDA-Nr.555554943; 2004; 63ha).[2]
Die vier großen Felsblöcke der Bruchhauser Steine aus Porphyr-Gestein und die dazwischen befindlichen Überreste einer germanischen Fliehburg sind eine landschaftliche und historische Besonderheit. Von Bruchhausen führt eine gebührenpflichtige Straße in die Gipfelregion des Istenbergs und westlich vorbei ein Abschnitt des Rothaarsteigs. Nahe der Felsen gibt es zwei Startplätze für Gleitschirmflieger.
Einer Sage nach befand sich im Istenberg eine Höhle, in der zur Römerzeit die Prophetin Veleda Ratsuchenden geholfen haben soll.