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Isaak Bader

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Isaak Bader, auch Isaak Baader oder Isaak Pader, oft mit dem Zusatz der Ältere († 5. April 1635 in München, Kurfürstentum Bayern) war ein deutscher Baumeister und Stuckateur.

Bader entstammte einer Handwerkerfamilie aus Wessobrunn, wo seine Verwandten, die ebenfalls im Bauhandwerk arbeiteten, ansässig waren. Seit 1610 ist er als Baumeister in München nachweisbar und stand seit 1614 als Stuckateur in Diensten des bayerischen Herzogs und späteren Kurfürsten Maximilian. Ab 1615 war er an Arbeiten in der Münchner Residenz und später am Alten Schloss Schleißheim beteiligt. Von 1617 wurde er Hofbrunnmeister (ohne Patent) und 1625 Hofmaurermeister.[1] Bader war ein gefragter Gutachter, unter anderem in Würzburg (1627), Polling (1628) und Beuerberg.

Die Wallfahrtskirche Sammarei

Er war der Bauführer und wahrscheinlich auch Architekt der Wallfahrtskirche Sammarei, die sich über der hölzernen Kapelle in ihrem Inneren erhebt. Am 1. April 1629 legte Abt Michael Kirchberger von Kloster Aldersbach im Beisein von Bader feierlich den Grundstein, und am 21./22. September 1631 wurde die neue Kirche durch den Regensburger Weihbischof Otto Heinrich Pachmair geweiht.[2]

1629 bis 1630 erbaute Bader die Klosterkirche für das Kloster Beuerberg bei Wolfratshausen. Anschließend fertigte er den Entwurf zur 1630 erbauten Jesuitenkirche St. Josef in Burghausen.[3] Von 1630 bis zu seinem Tod war er Bauleiter für den Chor von St. Peter,[4] außerdem wirkte er möglicherweise um 1634 an der Klosterkirche von Kloster Vornbach mit.[5] Zudem stammen von ihm die Pläne für die 1630/1631 erbaute Salinenkapelle im Traunsteiner Ortsteil Au.

Die Stadt Landsberg am Lech, die im Dreißigjährigen Krieg 1633 von den Truppen des schwedischen Generals Lennart Torstensson belagert und zu einem Großteil zerstört worden war, ließ Bader kommen, damit er den nun baufälligen Stadt- oder Bayerturm, der als eine Zierde und Schmuck des Landes angesehen wurde, instandsetzen und vor dem Einsturz bewahren sollte.[6]

Bader war vermutlich der Vater des Künstlers Konstantin Bader (um 1610 – 29. April 1681).[7]

Einzelnachweise

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  1. Johann Joseph Morper: Pader (Padter, Baader, Bader, Badter) Isaak. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 26: Olivier–Pieris. E. A. Seemann, Leipzig 1932, S. 130 (biblos.pk.edu.pl).
  2. Michael Brix: Sammarei – Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. In: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler – Niederbayern. Deutscher Kunstverlag, München 1988, ISBN 3-422-03007-7, S. 631–632 (Textarchiv – Internet Archive Leseprobe).
  3. Gustav Barthel: Burghausen. In: Der Kunstfuhrer. C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1961, S. 46–47 (Textarchiv – Internet Archive Leseprobe).
  4. Karlheinz Hemmeter: Kath. Pfarrkirche St. Peter (Rindermarkt 1). In: München und Oberbayern. Darmstadt 1990, S. 726 (Textarchiv – Internet Archive Leseprobe).
  5. Vornbach. In: Felix Mader (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler von Bayern. Band 4: Niederbayern, Heft 4: Bezirksamt Passau. R. Oldenbourg, München 1920, S. 237–286, hier S. 248 (Textarchiv – Internet Archive).
  6. Franz Zwerger: Ein Beitrag zur Geschichte der Stadt Landsberg während des dreißigjährigen Krieges: Programm der vierkursigen Kgl. Realschule Landsberg für das Jahr 1881/82. Xaver Kraus, Landsberg 1882, S. 52 (Textarchiv – Internet Archive).
  7. Johann Joseph Morper: Pader (Padter, Baader, Bader, Badter) Konstantin. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 26: Olivier–Pieris. E. A. Seemann, Leipzig 1932, S. 130–131 (biblos.pk.edu.pl).