Instants Chavirés
| Instants Chavirés | |
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| Livealbum von Peter Kowald / Daunik Lazro / Annick Nozati | |
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Fou Records | |
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Format(e) |
CD, Download |
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Titel (Anzahl) |
6 |
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1:06:41 | |
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Besetzung |
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Aufnahmeort(e) |
Instants Chavirés, Montreuil |
Instants Chavirés ist ein Musikalbum von Peter Kowald, Daunik Lazro und Annick Nozati. Die am 17. Februar 2000 im Veranstaltungsort Instants Chavirés in Montreuil live entstandenen Aufnahmen erschienen 2014 auf Fou Records.
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Februar 2000 traf der deutsche Bassist Peter Kowald bei einem Auftritt im Großraum Paris auf zwei französische Improvisationsmusiker, die Vokalistin Annick Nozati und den Saxophonisten Daunik Lazro. Das Album enthält neben Duo- und Trio-Settings ein Solo Nozatis mit dem Titel L’Invisible.
Titelliste
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter Kowald / Daunik Lazro / Annick Nozati: Instants Chavirés (Fou Records FR CD 07)[1]
- Laz Noz 12:49 (Lazro, Nozati)
- Kow Laz Noz 11:59
- L’Invisible 14:42 (Nozati)
- Laz Kow 10:05 (Kowald, Lazro)
- Kow Noz 9:00 (Kowald, Nozati)
- Noz Laz Kow 8:06
Die Kompositionen stammen, soweit nicht anders angegeben, von Nozati, Lazro, Kowald.
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Annick Nozati (1945–2000), bekannt für ihre langjährige Zusammenarbeit mit anderen Größen der freien Musik wie dem Pianisten Fred Van Hove und dem Posaunisten Johannes Bauer, habe unermüdlich bewiesen, dass bemerkenswerte Vokalimprovisationen nicht zwangsläufig aus der Jazztradition – oder überhaupt aus der Musik – stammen mussten, meint Ken Waxman (JazzWord). Denn die spontanen vokalen Wandlungen der französischen Vokalistin seien ebenso eng mit ihrer Arbeit im experimentellen Theater und ihrer pointillistischen Verschmelzung von Texturen und Farben als Malerin verbunden gewesen. Aufgenommen etwa fünf Monate vor ihrem Tod, sei dieses Album nachweislich die einzige Aufnahme, die die Sängerin mit ihren Zeitgenossen Peter Kowald und Daunik Lazro machte. In Duos, Trios und einem Solo von Nozati würden die sieben <sic!> Stücke ebenso zur Interpretation und zum Spekulieren einladen wie die abstrakten Gemälde von Jackson Pollock oder Franz Kline.[2]
Nozatis einzigartige Kombination aus Flüstern, Beten und Jaulen in „L’invisible“ würde spontan ihrer schauspielerischen Persönlichkeit entspringen, so Waxman. Sie verwende eine imaginäre Sprache und scheine alle dramatischen Rollen selbst zu spielen, „indem sie den Sopran einer Heldin und das Knurren eines Schurken offenbart“. Bezeichnenderweise seien ihre Duette mit Lazro oft so perfekt zwischen Horn und Kehle ausbalanciert, dass man unwillkürlich an Billie Holidays einfühlsames Zusammenspiel mit Lester Young denken muss. „Vorausgesetzt, man kann eine Lady Day akzeptieren, deren schamanische Darbietung zwischen süßlichem Belcanto und schrägem Jodeln schwankt, und einen Pres, dessen Begleitung zwischen schrillen Altissimo-Klängen und nashornartigen Schnauben hin und her springt“, meint der Autor. Rhythmischer, den holzigen Anschlägen und flinken Dreifachgriffen des Bassisten folgend, lasse Kowalds kraftvolle Stimme auf „Kow Noz“ die menschlichen Emotionen unterordnen und ihre vielseitige Stimme wie ein Instrument einsetzen. Instant Chavirés sei eine atemberaubende Hommage an das harmonische Zusammenspiel der Talente zweier verstorbener Improvisatoren und eines noch lebenden Musikers.[2]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Peter Kowald - Daunik Lazro - Annick Nozati – Instants Chavirés. In: Discogs. Abgerufen am 12. September 2026 (englisch).
- 1 2 Ken Waxman: Daunik Lazro/Peter Kowald/Annick Nozati. In: JazzWord. 5. Dezember 2014, abgerufen am 13. September 2026 (englisch).