Inna Hartwich
Inna Hartwich (* 1980) ist eine deutsche Journalistin und Autorin, die vor allem als Russland-Korrespondentin bekannt wurde.[1] In ihren Arbeiten befasst sie sich mit Familiengeschichte und analysiert Gewalt, Verdrängung und Schweigen in Russland.[2]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hartwich wurde 1980 in der Sowjetunion geboren und zog 1992 nach Deutschland.[3] Nach Studium und Volontariat ging sie als freie Korrespondentin nach Moskau, berichtete später aus Peking über Ostasien und kehrte 2018 als Korrespondentin nach Moskau zurück.[3] Russland war über viele Jahre ihr zentraler Lebens- und Arbeitsort.[4] Seit 2018 lebte sie wieder in Moskau und verließ Russland im Sommer 2025 mit ihrer Familie.[5] Als Gründe nannte sie die zunehmenden Belastungen des Alltags, die erschwerte journalistische Arbeit, die Abwanderung von Freunden und Kollegen sowie die Verantwortung für ihr Kind.[6]
Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als Russland-Korrespondentin berichtete Hartwich für verschiedene Zeitungen im deutschen Sprachraum.[1] In der TAZ erschienen zahlreiche Reportagen und Kommentare von ihr zu Krieg, Repression, Propaganda und Gesellschaft in Russland.[7] Im Jahr 2025 sprach sie im Podcast Fernverbindung gemeinsam mit Anastasia Zejneli über das Berichten aus Russland unter den Bedingungen des Krieges und der eingeschränkten Pressefreiheit des Putin-Regimes.[5] Ihr 2023 erschienenes Buch Friedas Enkel. Meine Familie und das Erbe der Gewalt in Russland nimmt die Geschichte ihrer russlanddeutschen Großmutter Frieda zum Ausgangspunkt.[2] Im Buch befasst sich Hartwich mit dem Fortwirken von Gewalt, Verdrängung und Schweigen in der russischen Gesellschaft.[1][8]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Russland verstehen mit Inna Hartwichs “Friedas Enkel”. In: evangelische-zeitung.de. 30. Oktober 2024, abgerufen am 17. März 2026.
- 1 2 Russland: Sondersiedlung Nummer drei: Geschichte einer russlanddeutschen Familie. In: augsburger-allgemeine.de. 1. November 2023, abgerufen am 17. März 2026.
- 1 2 Deshalb verließ Korrespondentin Inna Hartwich Russland. In: swr.de. 25. September 2025, abgerufen am 17. März 2026.
- ↑ Russland im Wandel: Abschied unserer Moskau-Korrespondentin zwischen Zorn und Liebe. In: augsburger-allgemeine.de. 8. August 2025, abgerufen am 17. März 2026.
- 1 2 Pressefreiheit Russland: Wie berichtet man im Schatten des Kremls? In: taz.de. 10. September 2025, abgerufen am 17. März 2026.
- ↑ Abschied von Russland - Journalistin schreibt Abschiedsbrief an Russland. In: srf.ch. 15. September 2025, abgerufen am 17. März 2026.
- ↑ Alle Artikel von Inna Hartwich. In: taz.de. Abgerufen am 17. März 2026.
- ↑ In Friedas Enkel schildert Inna Hartwich Russlands Erbe der Gewalt. In: watson.ch. 4. Februar 2024, abgerufen am 17. März 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hartwich, Inna |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Journalistin und Autorin |
| GEBURTSDATUM | 1980 |