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Ina Kerner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ina Kerner neben Bernd Bornhorst, 2014

Ina Kerner ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin und Universitätsprofessorin.

Kerner begann 1990 mit dem Studium der Politikwissenschaften an der Universität Bonn und wechselte nach einem Gastaufenthalt in Quetzaltenango für das Hauptstudium an die Freie Universität Berlin.[1] Für ein Austauschjahr ging sie in dieser Zeit nach Chapel Hill und schloss 1998 als Diplom-Politologin am Otto-Suhr-Institut ab.[1] Vor und während des Studiums war sie zudem journalistisch für Die Tageszeitung tätig.[2] Anschließend verbrachte sie ein Jahr als Entwicklungshelferin in Managua, ehe sie für die Promotion an das Otto-Suhr-Institut zurückkehrte. Unterbrochen von einem Gastjahr an der New School for Social Research in New York City wurde sie 2006 zur Dr. phil. promoviert.[1] Anschließend wurde sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Berlin tätig und trat ab 2009 die Juniorprofessur Diversity Politics am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin an, die sie bis 2016 innehatte, und erhielt dort den Preis für gute Lehre.

Von 2016 bis 2023 war sie an der Universität Koblenz-Landau ordentliche Professorin für Dynamiken der Globalisierung und Leiterin des Seminars Politische Wissenschaft; seit der Neustrukturierung an der Universität Koblenz im Jahr 2023 ist sie Professorin für Politische Wissenschaft. Zwischenzeitlich hatte sie zudem Gastprofessuren an der University of the Western Cape in Südafrika, der Quaid-e-Azam-Universität in Pakistan und der Universidade de Brasília in Brasilien inne.

Kerner befasst sich schwerpunktmäßig mit politischer, feministischer und postkolonialer Theorie. Ihre Diplomarbeit trug 1998 den Titel Feminismus, Entwicklungszusammenarbeit und postkoloniale Kritik. Ihre Dissertation verfasste sie 2006 zum Thema Differenzen und Macht. Zur Anatomie von Rassismus und Sexismus und bezog sich hierbei u. a. auf die Macht-Theorie von Michel Foucault; bewertet mit summa cum laude. „Sie plädiert für eine integrative Sichtweise, die Rassismus und Sexismus als mehrdimensionale Machtrelationen fasst und dabei Ähnlichkeiten, Unterschiede, Kopplungen und Intersektionen zwischen ihnen berücksichtigt.“[3]

Daran anschließend befasst sie sich ferner mit Diversität, Gender Studies, Intersektionalität und Religion.

Publikationen (Auswahl)

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  • Ina Kerner: Feminismus, Entwicklungszusammenarbeit und postkoloniale Kritik: Eine Analyse von Grundkonzepten des Gender-and-Development Ansatzes. Lit Verlag, Münster/Hamburg/London 1999, ISBN 978-3-8258-3974-1.
  • Ina Kerner: Differenzen und Macht: Zur Anatomie von Rassismus und Sexismus (Dissertation). Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York City 2009, ISBN 978-3-593-38595-2.
  • Beate Binder, Ina Kerner, Eveline Kilian, Gabriele Jähnert, Hildegard Maria Nickel (Hrsg.): Travelling gender studies: Grenzüberschreitende Wissens- und Institutionentransfers. Westfälisches Dampfboot, Münster 2011, ISBN 978-3-89691-233-6.
  • Gerhard Göhler, Matthias Iser, Ina Kerner (Hrsg.): Politische Theorie: 25 umkämpfte Begriffe zur Einführung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-531-16246-1.
  • Ina Kerner: Postkoloniale Theorien zur Einführung. Junius Verlag, Hamburg 2012, ISBN 978-3-88506-665-1.
  • Brigitte Bargetz, Andrea Fleschenberg dos Ramos Pinéu, Gundula Ludwig, Regina Kreide, Ina Kerner (Hrsg.): Kritik und Widerstand: Feministische Praktiken in androzentrischen Zeiten. Verlag Barbara Budrich, Opladen/Berlin/Toronto 2015, ISBN 978-3-8474-0065-3.
  • Hannah Fitsch, Inka Greusing, Ina Kerner, Hanna Meißner, Aline Oloff (Hrsg.): Der Welt eine neue Wirklichkeit geben: Feministische und queertheoretische Interventionen. transcript Verlag, Bielefeld 2022, ISBN 978-3-8376-6168-2.
  • Katharina Hajek, Ina Kerner, Iwona Kocjan, Nicola Mühlhäußer (Hrsg.): Gender Studies zur Einführung. Junius Verlag, Hamburg 2025, ISBN 978-3-96060-344-3.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Neue Professorinnen/wiss. Mitarbeiterinnen stellen sich vor: Ina Kerner. In: Bulletin-Info 38, Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, 2009. Seite 26f.
  2. Siehe Ausgaben der Taz in den Jahrgängen 1990 bis 1997
  3. Differenzen und Macht, Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, Technische Universität Berlin. Abgerufen am 8. Mai 2026