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Ina Bauer-Haderlein

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Ina Bauer-Haderlein (* 10. Mai 1922 in Bamberg; † 7. April 2006 ebenda) war eine deutsche Malerin und Zeichnerin.

Ina Haderlein wurde 1922 in Bamberg geboren. Sie besuchte die Staatliche Höhere Fachschule für Textiltechnik in Münchberg und studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Irma Goecke und an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Ferdinand Andri und bei Herbert Boeckl.[1][2]

Nonnenbrücke 10

Ab 1946 war Ina Bauer-Haderlein als freischaffende Malerin in Bamberg tätig.[2] Sie heiratete den Bildhauer Robert Bauer (1914–1996).[1] Beide stellten ab 1946 mit der Freien Künstler-Union Bamberg aus und gehörten im Jahr 1947 zu den Gründungsmitgliedern des BBK Oberfranken.[3][4] 1950 wurde die gemeinsame Tochter Gudrun geboren.[5] Die Familie Bauer-Haderlein wohnte im Bamberger Zentrum im Haus Nonnenbrücke 10. Das Haus mit Atelier, Garten und Innenhof war seit den 1930er Jahren im Besitz des Bildhauers Anton Bauer (1883–1954), dem Vater von Robert Bauer. Ina Bauer-Haderlein und ihr Mann hatten beide ihre Ateliers im Haus.[2]

Ina Bauer-Haderlein reiste viel, unter anderem ab 1954 nach Italien, ab 1959 fast jährlich nach Österreich und 1964 nach Spanien. Die Eindrücke ihrer Reisen hielt sie zeichnerisch und malerisch in Skizzenbüchern fest. Im Jahr 1996 wurde sie Witwe. Sie starb 2006 in Bamberg[1][2][6] und wurde neben ihrem Mann auf dem Bamberger Friedhof an der Hallstadter Straße beigesetzt.[7]

Ina Bauer-Haderleins Œuvre umfasste vor allem Natur- und Landschaftsmotive. Sie schuf abstrahierende Darstellungen fränkischer Gebirgslandschaften, Gartenszenen, Blumenbilder und Küstenlandschaften, vor allem von Ibiza. Für ihre farbstarken, in leuchtendem Kolorit gestalteten Werke verwendete sie Farb- und Wachskreide, Öl- und Acrylfarbe.[1][2][8]

Ateliermuseum Nonnenbrücke 10

Für ihr Werk wurde sie mit dem Kunstpreis der Stadt Bamberg ausgezeichnet.[1]

Der künstlerische Nachlass von Ina Bauer-Haderlein und Robert Bauer-Haderlein wird seit 2006 durch ihre Tochter Gudrun Besslein-Bauer betreut. Im Haus Nonnenbrücke 10 befindet sich außer dem Atelier von Gudrun Besslein-Bauer seit 2006 eine zum Ateliermuseum umgestaltete Bildhauerwerkstatt. Dort sind Werke von Anton Bauer, Robert Bauer-Haderlein und Ina Bauer-Haderlein ausgestellt.[2]

Ausstellungen (Auswahl)

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  • Ostern 1946: erste Ausstellung Freie Künstler-Union Bamberg. Neue Residenz, Bamberg[4]
  • 1946: Weihnachtskunstausstellung Freie Künstler-Union Bamberg.[8] Neue Residenz, Bamberg[4]
  • 1947–1987: Jahresausstellung der BBK Oberfranken. Neue Residenz, Bamberg[4]
  • 1978/1979: Fränkische Künstler 1978/79. Norishalle, Nürnberg
  • 1986: Ina Bauer-Haderlein: Malerei und Zeichnungen - Robert Bauer-Haderlein: Skulpturen. Historisches Museum Bamberg[9]
  • 2016: Urgestein – Bambergs Künstlerinnen und Künstler des 20. Jahrhunderts. Stadtgalerie Bamberg Villa Dessauer, Museen der Stadt Bamberg[10]
  • 2022: Blick auf Bamberg. Nonnenkloster 10, Bamberg[11]
  • Dankmar Trier: Bauer-Haderlein, Ina. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 7, Saur, München u. a. 1993, ISBN 3-598-22747-7, S. 560.
  • Ina Bauer-Haderlein: Malerei und Zeichnungen - Robert Bauer-Haderlein: Skulpturen : Katalog zur Ausstellung vom 28.9. - 9.11.1986 im Historischen Museum Bamberg (= Schriften des Historischen Museums Bamberg, Band 3). 1986.[9]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 Dankmar Trier: Bauer-Haderlein, Ina. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 7, Saur, München u. a. 1993, ISBN 3-598-22747-7, S. 560.
  2. 1 2 3 4 5 6 Ateliermuseum Nonnenbrücke. In: kunst-nonnenbruecke.de. Abgerufen am 16. Juli 2026.
  3. ↑ Flyer der BBK Oberfranken, Bamberg 2007 (Digitalisat, PDF)
  4. 1 2 3 4 Gerhard Schlötzer: Favorite Things – 70 Jahre BBK Oberfranken. In: BBK Landesverband Bayern e.V. (Hrsg.): im bilde, 2017, S. 17 (Digitalisat, PDF)
  5. ↑ Doerte Achilles: Besslein-Bauer, Gudrun. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 3, Seemann, Leipzig 1990, ISBN 3-363-00116-9, S. 79.
  6. ↑ Christoph Hägele: Bamberger Künstlerin Ina Bauer-Haderlein: mehr als nur malende Ehefrau. In: Fränkischer Tag vom 10. Mai 2022. Abgerufen am 16. Juli 2026.
  7. ↑ Stadt Bamberg (Hrsg.): Flyer Kunsthistorischer Grabmalweg. inixmedia, Bamberg 2017 (Digitalisat, PDF)
  8. 1 2 Daniela Pielenhofer: Gudrun Besslein-Bauer zeigt aktuelle Werke an der Nonnenbrücke. In: webecho-bamberg.de vom 9. Mai 2023. Abgerufen am 16. Juli 2026.
  9. 1 2 Ina Bauer-Haderlein: Malerei und Zeichnungen - Robert Bauer-Haderlein: Skulpturen : Katalog zur Ausstellung vom 28.9. - 9.11.1986 im Historischen Museum Bamberg. In: Staatsbibliothek Bamberg. Abgerufen am 16. Juli 2026.
  10. ↑ Museum Bamberg: Flyer Urgestein – Bambergs Künstlerinnen und Künstler des 20. Jahrhunderts. Museen der Stadt Bamberg, Bamberg 2016 (Digitalisat, PDF)
  11. ↑ E.T.A.-Hoffmann-Museum schließt nach Finissage - Sanierung und Neuaufstellung angekündigt. In: infranken.de vom 20. Oktober 2022. Abgerufen am 17. Juli 2026