Aniaaq
| Aniaaq | ||
|---|---|---|
Igaliku mit dem Anfang des Fjords | ||
| Gewässer | Qaqortup Ikera | |
| Landmasse | Grönland | |
| Geographische Lage | 60° 49′ N, 45° 34′ W | |
| Breite | 3 km | |
| Länge | 47 km | |
Der Aniaaq oder häufig Igalikup Kangerlua oder (nach alter Rechtschreibung Aniâĸ bzw. Igalikup Kangerdlua „Fjord von Igaliku“; dänisch Igaliku Fjord) ist ein grönländischer Fjord im Distrikt Qaqortoq und Distrikt Narsaq in der Kommune Kujalleq.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Fjord trägt offiziell den Namen Aniaaq, allerdings ist Igalikup Kangerlua mindestens ebenso üblich. Er entspringt bei Igaliku und fließt anfangs südwärts. Nach rund 12 km mündet von Osten ein kurzer namenloser Fjord, an dessen Küste Iterlak und Igaliku Kujalleq liegen. Anschließend fließt der Fjord nach Südwesten mit dem Seengebiet Tasikuluulik auf der östlichen Seite und überquert hierbei die Grenze zwischen dem Distrikt Narsaq und dem Distrikt Qaqortoq. Nach rund 35 km befindet sich im Osten die Bucht Eqaluit mit der gleichnamigen Schäfersiedlung am südlichsten Teil von Tasikuluulik. Hiernach verläuft der Fjord nach Westen und wird durch die beiden großen Inseln Qeqertarsuaq und Karrarmiut aufgeteilt. An dieser Stelle endet der Fjord offiziell. Nördlich von Karrarmiut liegt der Fjordarm Qaqortukuluup Imaa (Qaqortoq Fjord) mit der Insel Arpatsivik. Im Süden befindet sich ein Sund, der zum Kangerluarsorujuk führt. Nach Westen wird der Fjord durch den Qaqortup Ikera (Julianehåbsfjord) mit Qaqortoq im Norden natürlich fortgeführt.[1]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Fjord wurde vermutlich erstmals im Mittelalter von den Grænlendingar besiedelt, die ihn nach dem Landnehmer Einarr Einarsfjǫrðr nannten, und die im heutigen Igaliku ihren Bischofssitz Garðar hatten. Später wurde er durch die Thule-Kultur besiedelt.[2] In den 1770er Jahren wurden Qaqortoq und Igaliku besiedelt, womit der Fjord das Zentrum der kolonialen Besiedelung im Kolonialdistrikt Julianehaab ausmachte. Die zahlreichen Schäfersiedlungen an seinem Ufer und in Tasikuluulik stammen aus dem 20. Jahrhundert. Der Fjord bildet das Zentrum des UNESCO-Weltkulturerbegebiets Kujataa.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Nunat Aqqi. Karte über die vom Grönländischen Ortsnamenausschuss offiziell anerkannten Ortsnamen. Oqaasileriffik.
- ↑ Nunniffiit (Karte der archäologischen Fundstellen in Grönland). Grönländisches Nationalmuseum und -archiv.
