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Hugo du Roi

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Hugo du Roi

Hugo du Roi (* 29. Oktober 1839 in Braunschweig; † 19. Januar 1911 ebenda) war ein deutscher Unternehmer. Er wurde als Geflügelzüchter weltweit bekannt und war von 1882 bis 1911 Präsident des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter.[1]

Hugo du Roi gründete im Jahre 1865 die Zigarrenfabrik „Du Roi & Kühner“, die später zusammen mit seinem Bruder Ludwig du Roi den Namen „Du Roi & Co.“ trug.

Er war nach Robert Oettel die größte, einflussreichste Triebkraft der deutschen Rassegeflügelzucht und ein passionierter Kampf- und Langschwanzhühnerzüchter.

Weltruhm erlangte Hugo du Roi als Herauszüchter und Verfeinerer verschiedener Hühner- und Taubenrassen sowie deren Farbenschlägen. Unter anderem gilt er als Haupterzüchter der berühmten, japanisch-stämmigen Yokohama-Hühner, dessen reinweiße Variante er selbst herauszüchtete. Ebenfalls ist er der Herauszüchter sowie bekanntester Züchter der Phönix-Hühner, die er zusammen mit dem Erstimporteur der Onagadori-ähnlichen Ausgangstiere, N. D. Wichmann und Sohn unter Zuhilfenahme Altenglischer Kämpfer zu den heutigen Phönix formte und welche sich schnell zu einem Symbol der deutschen Rassegeflügelzucht entwickelten, die heute jedoch eine vom Aussterben bedrohte Rasse darstellen. Im Jahre 1880 importierte er die ersten Asil nach Deutschland. Ebenfalls ist er bekannt als großer Verfechter der Porzellantaube, eine in der damaligen Form heute jedoch ausgestorbenen und nun neu wieder erzüchteten Variante der Eistaube.

Bereits im Jahre 1876 gründete er an der Spitze einiger bedeutender Züchter in seiner Heimat Braunschweig den „Klub Deutscher Geflügelzüchter“. Nach der ersten Musterausstellung 1877 in Hannover schien der Klub jedoch eingeschlafen zu sein. Stattdessen wurden während der Versammlungen 1881 in Elberfeld der „Deutsche Geflügelzüchter-Klub“ gegründet, in welchem Hugo du Roi zum Vize-Präsidenten erkoren wurde. Im Jahre 1882 wurde der Klub in „Club Deutscher und Österreich-Ungarischer Geflügelzüchter“ umbenannt und Du Roi als erster Präsident erwählt, welcher er dann bis zu seinem Tod im Jahre 1911 fortwährend geblieben war.[2]

Der Zigarrenfabrikant Hugo du Roi war mit seiner Firma „Du Roi & Co.“ des Weiteren ein Kommerzienrat und Stadtverordneter Braunschweigs sowie langjähriges Mitglied im Aufsichtsrat der Braunschweiger Bank und im Vorstand der Braunschweiger Bank- und Kreditanstalt. Überdies wurde er in die Braunschweiger Handelskammer berufen und dort zum ehrenamtlichen Handelsrichter bestellt.[3]

Du Roi wurde von der Stadt Braunschweig mit einem Ehrengrab geehrt.[4]

Mütterlicherseits entstammt Hugo du Roi der bekannten Bankier-Familie Löbbecke[5]. Sein Vater, der Notar Friedrich Wilhelm Adolph du Roi war der Besitzer des späteren „Wilhelmsgarten“, in welchem Haus Hugo du Roi aufwuchs. Sein Urgroßvater war der bekannte Botaniker und Arzt Johann Philipp Du Roi[6].

Hugo du Roi's parkähnlicher Hausgarten, Nickelnkulk 12, auf dem Standort der heutigen Johannes-Selenka-Schule am Inselwall.
Altenglische Kämpfer von Hugo du Roi, 1. Preis Braunschweig 1882
Phönix von Hugo du Roi, 1. Preis Braunschweig 1882
Goldhalsige Phönix von Hugo du Roi aus „Die Geflügelzucht“ von Bruno Dürigen, 1886

Auszeichnungen (Auswahl)

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Einzelnachweise

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  1. Paul Doll: Chronik 100 Jahre BDRG. Selbstverlag Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V., 1981.
  2. Paul Doll: Chronik 100 Jahre BDRG. Selbstverlag Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V., 1981.
  3. Paul Doll: Chronik 100 Jahre BDRG. Hrsg.: Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V. 1981.
  4. Stadt Braunschweig: Friedhof der Reformierten Gemeinde. Abgerufen am 24. März 2026.
  5. Löbbecke: Chronik der Familie Löbbecke. www.familysearch.org, abgerufen am 1. Dezember 2025.
  6. Ludwig du Roi: Das Leben und Wirken des Hofmedikus und Botanikers Dr. Joh. Phil, du Roi. In: www.zoobodat.at. 27. Mai 1911, abgerufen am 1. Dezember 2025 (Askanius Wilhelm Ludwig du Roi war der Bruder von Hugo du Roi (siehe Familienchronik Löbbecke (online))).