Horst Sauer
Horst Sauer (* 23. August 1937 in Prierosbrück, Provinz Brandenburg; † 17. Juli 2025) war ein deutscher Kameramann, Fernsehregisseur, stellvertretender Leiter des Staatlichen Komitees für Fernsehen der DDR und Heimatchronist.
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Horst Sauer wuchs in Prieros auf. Nach dem Abschluss der 8. Klasse in der Dorfschule absolvierte er eine Ausbildung zum Labortechniker im Zentralinstitut für Funktechnik in Kolberg.[1]
Ab 1956 arbeitete er beim neuen Deutschen Fernsehfunk, bald danach als Kameraassistent, dann als Kameramann. In den 1960er und 1970er Jahren war er auch Regisseur von einigen Fernsehfilmen und -sendungen.
1973 wurde Horst Sauer zum Leiter der Abteilung Unterhaltung und Musik des DDR-Fernsehens und Mitglied des Staatlichen Komitees für Fernsehen der DDR ernannt.[2] 1980 wurde er Programmdirektor, 1988 stellvertretender Vorsitzender des Komitees und im März 1990 Chefregisseur des wieder umbenannten Deutschen Fernsehfunks. In den folgenden Monaten war er auch am Aufbau des Landessenders Brandenburg beteiligt.
Nach der Auflösung des DFF am 31. Dezember 1991 endeten seine Tätigkeiten beim Fernsehen. Er arbeitete noch mehrere Jahre als Unternehmensberater und widmete sich danach verschiedensten Aktivitäten in seinem Heimatdorf Prieros und dessen Ortsgeschichte.
Filmografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Regie
Regie in mehreren Literaturverfilmungen, sowie Fernsehregie in Unterhaltungssendungen
- 1965 Hallo, junge Leute. Abendprogramm für die Jugend (Fernsehregie)[3]
- 1973–1988 Rund (Jugendmusiksendung, verantwortliche Fernsehregie)
- 1972 Die Aula (nach Hermann Kant)[4]
- 1975 Schenk mir drei Söhne (nach Jewgeni Snegirjow, nicht erhalten)[5][6]
- 1976 Anrede der Ärztin O. an den Staatsanwalt F. gelegentlich einer Untersuchung (nach Hermann Kant)[7]
- Kamera
- 1960 Blaulicht: Waggon 27-44-14 G
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Danuta Schmidt: Auftrieb unter Flügeln. In: Neues Deutschland vom 20. September 2014 (Text, mit ausführlichem Bericht über Horst Sauer).
- Wolfgang Mühl-Benninghaus: Fernsehgeschichte. Ein Zeitzeuge im Interview. Horst Sauer, Prierosbrück 2008. 24 Seiten.
- Antje Budde: Drei mal auf Anfang. Fernsehunterhaltung in Deutschland. Vistas, Berlin 2006. S. 121–136 (kurze Auszüge), mit Abdruck dieses Interviews.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Horst Sauer Erinnerungsbibliothek
- Horst Sauer bei IMDb
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Danuta Schmidt, Auftrieb unter Flügeln, im Neuen Deutschland vom 20. September 2014 (Online-Text), mit biographischen Angaben.
- ↑ Horst Sauer Erinnerungsbibliothek.
- ↑ Hallo, junge Leute TV Programme
- ↑ Die Aula Puschkino Halle (Saale), zur Wiederaufführung am 8. Februar 2026.
- ↑ Thomas Beutelschmidt, Henning Wrage, Das Buch zum Film – der Film zum Buch, Leipziger Universitätsverlag 2004, S. 120, nach einer literarischen Vorlage von Jewgeni Snirgow über den Großen Vaterländischen Krieg, wurde wie viele andere Filme um 1975 vernichtet.
- ↑ Neues Deutschland vom 3. März 1975, S. 6 (Artikelanfang), mit einer kurzen Inhaltsangabe.
- ↑ Anrede der Ärztin O. an den Staatsanwalt F. gelegentlich einer Untersuchung Fernsehen der DDR (Memento)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sauer, Horst |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kameramann, Fernsehregisseur und Fernsehdirektor in der DDR |
| GEBURTSDATUM | 23. August 1937 |
| GEBURTSORT | Prierosbrück, Provinz Brandenburg |
| STERBEDATUM | 17. Juli 2025 |