Hopfkuckuck
| Hopfkuckuck | ||||||||||
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Hopfkuckuck | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Cuculus optatus | ||||||||||
| Gould, 1845 |
Der Hopfkuckuck (Cuculus optatus, Syn. Cuculus horsfieldi) gehört zur Ordnung der Kuckucksvögel (Cuculiformes) und zur Familie der Kuckucke (Cuculidae). Wie zahlreiche Arten der Kuckucksvögel ist der Hopfkuckuck ein Brutschmarotzer. Er parasitiert vor allem Laubsänger und Pieper.[1][2]
Ursprünglich im Jahre 1845 als eigenständige Art beschrieben, wurde der Cuculus optatus zusammen mit den bis dato gleichfalls eigenständigen Arten Cuculus lepidus und Cuculus saturatus[3] als Cuculus saturatus im weiteren Sinne (Sensu lato) zusammengefasst und als Unterart (Ssp.) Cuculus saturatus optatus bezeichnet.[4][5][6][7][8]
Dieser Cuculus saturatus im weiteren Sinne (Sensu lato) hatte auch den deutschen Namen "Hopfkuckuck". Bei älterer Literatur ist oft nicht eindeutig, was genau gemeint ist.
Im Jahre 2005 wurde der Hopfkuckuck aufgrund von Unterschieden im Gefieder und in den Lautäußerungen wieder als eigenständig anerkannt.[9][10] Die Art mit dem wissenschaftlichen Namen Cuculus saturatus im nunmehr engeren Sinne ist der Himalajakuckuck.
Das Verbreitungsgebiet des Hopfkuckucks ist sehr groß. Sein Brutgebiet erstreckt sich vom europäischen Russland bis nach Sibirien, Japan und Thailand. Überwinternde Hopfkuckucke sind in Südostasien, Indonesien, auf den Philippinen bis in den Südosten Australiens anzutreffen sowie auf Neuguinea, dem Bismarck-Archipel und den Salomon-Inseln.
Die Art bevorzugt Wälder aller Art.
Der lateinische Artzusatz kommt von lateinisch optatus ‚erwünscht, erhofft‘.[11]
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art ist 30–32 cm groß und wiegt 72–104 g mit einer Flügelspannweite von 51–57 cm. Beim Männchen sind Kopf, Oberseite und Brust grau, die unbefiederte Haut um das Auge ist deutlich gelb. Die Unterseite ist cremeweiß mit dunklen Streifen, der Steiß gelbbraun und leicht gebändert. Die Beine sind gelb-orange. Beim Weibchen und den Jungvögeln lassen sich in zwei verschiedene Phasen unterscheiden: in der grauen sind sie fast identisch mit dem Männchen, nur die Brust ist bräunlich. In der rotbraunen Phase ist die Oberseite rotbraun und deutlich dunkel gestreift bis Bürzel und Oberschwanzdecken. Die Unterseite ist heller. Jungvögel ähneln denes des Himalajakuckucks (Cuculus saturatus).
Die Art kann mit dem Himalajakuckuck und dem Kuckuck (Cuculus canorus) verwechselt werden. Erster ist kleiner und hat etwas kürzere Flügel, der Gesang ist unterschiedlich (der Himalajakuckuck ruft mit einem kurzen hohen Ton beginnend eine Folge von 3–4 Lauten). Der Kuckuck ist stämmiger, an Kopf und Schnabel kleiner, er ist heller grau und die Bänderung ist schmaler. Bei ihm ist der Bürzel ungebändert in der rotbraunen Phase.[12][13]
Geografische Variation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit der Aufspaltung der Art Cuculus saturatus in mehrere Arten gilt der Hopfkuckuck als monotypisch.[1][12][14][15] Cuculus horsfieldi F. Moore, 1858[16] wird als Synonym angesehen.[7]
Stimme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Ruf des Männchens werden als Folge tiefer, gleich langer „Poo-Poo“-Laute beschrieben und erinnern an den Wiedehopf (Upupa epops), es kann eine Phrase von 4–8 knirschenden Tönen „Gaak-Gaak-Gak-Ak-Ak-Ak“ vorausgehen. Das Weibchen lässt einen sprudelnden Triller erklingen. Außerhalb der Brutzeit wird kaum mehr gerufen.[13]
Lebensweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art gilt als sehr scheu, sie sind nicht leicht so hören oder gar zu sehen. Sie sind auch nicht gesellig weder zur Brutzeit noch während der Überwinterung.
Die Nahrung besteht fast ausschließlich aus Insekten, die allein in Bäumen und Sträuchern, aber auch am Boden gesucht werden.
Der Hopfkuckuck ist ein Langstreckenzieher. Nach der Brutzeit ziehen sie auf die Philippinen, nach Borneo, sogar bis nach Australien.[13]
Fortpflanzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Hopfkuckuck ist ein obligatorischer Brutparasit: Das Weibchen legt die Eier in die Nester bestimmter Wirtsarten, meist von Laubsängern (Phylloscopus). In Russland wird am häufigsten der Zilpzalp (Phyllosocopus collybita), der Kronenlaubsänger (Phylloscopus occipitalis) und der Olivrückenpieper (Anthus hodgsoni) parasitiert. Im Norden Japans wird der Japanseidensänger (Cettia diphone) bevorzugt. Die abgelegten Eier ähneln denen der Wirtsvögel erheblich. Die Brutzeit entspricht derjenigen der jeweiligen Wirtsvogelart.
Der frisch geschlüpfte Hopfkuckuck ist zunächst vollständig unbehfiedert. Der Schnabelrachen ist orangefarben, der Rand ist schwarz. In den ersten Tagen nach dem Schlupf wirft er ähnlich wie die Jungvögel des Kuckucks die Eier und kleinen Jungen der jeweilige Wirtsart aus dem Nest.[13]
Gefährdungssituation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[17]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- J. Gould: Cuculus optatus. In: Proceedings of the Zoological Society of London, Band 13, Nummer 145, S. 18, 1845, Biodiversity Library
- Bruce Beehler, Thane K. Pratt: Birds of New Guinea. Distribution, Taxonomy, and Systematics. Princeton University Press, Princeton, New Jersey, 2016, ISBN 978-0-691-16424-3.
- N. B. Davies: Cuckoos, Cowbirds and Other Cheats. T & AD Poyser, London 2000, ISBN 0-85661-135-2.
- Q. Phillipps und K. Phillipps: Phillipps' Field Guide to the Birds of Borneo: Sabah, Sarawak, Brunei, and Kalimantan, 3. Auflage, S. 158, 2014, Princeton University Press, ISBN 978-0-691-16167-9.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hopfkuckuck (Cuculus optatus) auf eBird.org
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Blaubrustpitta (Cuculus optatus)
- Oriental Cuckoo (Cuculus optatus) in der Encyclopedia of Life. (englisch).
- BirdLife International: Species Factsheet – Oriental-cuckoo (Cuculus optatus)
- Cuculus optatus im Integrated Taxonomic Information System (ITIS). Abgerufen am 1. August 2026.
- Macaulay Library
Einzelbelege
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Hopfkuckuck (Cuculus optatus) bei Avibase
- ↑ P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
- ↑ F. Gil, D. Donsker (Hrsg.): IOC World Bird List. (v 10.1), 2020, doi:10.14344/IOC.ML.10.1.
- ↑ Himalayan, Horsfield's or Sunda Cuckoo (Cuculus [saturatus, lepidus or optatus] (= Cuculus saturatus)) bei Avibase
- ↑ C. G. Sibley und B. L. Monroe: Distribution and Taxonomy of Birds of the World, 1991, ISBN 978-0-300-04969-5
- ↑ B. L. Monroe, C. G. Sibley: A world checklist of birds. 1993, ISBN 978-0-300-04969-5
- 1 2 R. B. Payne (Hrsg.): The Cuckoos. Oxford University Press, 1993, ISBN 0-19-850213-3.
- ↑ R. B. Payne und G. M. Kirwan: Oriental Cuckoo (Cuculus saturatus). In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Handbook of the Birds of the World Alive, 2015, Lynx Edicions
- ↑ B. King: The taxonomic status of the three subspecies of Cuculus saturatus. In: Bulletin of the British Ornithologists Club, Band 125, S. 48–55, 2005, Biodiversity Library
- ↑ F. Gil und D. Donsker (Herausgeber): IOC World Bird List (v.12.1). doi:10.14344/IOC.ML.12.1.
- ↑ J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
- 1 2 R. B. Payne und G. M. Kirwan: Oriental Cuckoo (Cuculus optatus), version 1.0. In: S. M. Billerman, B. K. Keeney, P. G. Rodewald, and T. S. Schulenberg, (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, Cuculus saturatus
- 1 2 3 4 Hopfkuckuck auf oiseaux.net (französisch)
- ↑ AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
- ↑ IOC World Bird List 15.2 Turacos, bustards, cuckoos, mesites, sandgrouse
- ↑ F. Moore: "Cuculus Horsfieldi." In: "A catalogue of the birds in The Museum of the Honorable East-India Company", Band 2, S. 703, 1858, Biodiversity Library
- ↑ Cuculus optatus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2021. Eingestellt von: BirdLife International, 2021. Abgerufen am 1. August 2026.