Das Gemeindegebiet von Stadum erstreckt sich südlich des Flusslaufs der Lecker Au im Bereich der sogenannten Lecker Geest östlich vom Langenberger Forst. Die östliche Gemeindegrenze verläuft entlang des Bachbetts der Spölbek (dänischSpølbæk), dem westlichen Quellfluss der Soholmer Au.[2][3]
Archäologische Funde belegen, dass das Gemeindegebiet seit der Mittelsteinzeit besiedelt ist. Zwei Hünengräber aus der Bronzezeit liegen im Langenberger Forst. 1976 wurde in einer Baugrube ein Rinderskelett gefunden. Das Tier hat nachweislich im 4.Jahrhundert gelebt, was auf eine frühe landwirtschaftliche Nutzung im Gemeindegebiet hindeutet. Der Ort wurde 1486 erstmals urkundlich erwähnt, tauchte jedoch bereits 1359 in einem Kirchenbuch auf. Der Ortsname bedeutet Wohnstätte. Auf dem Gut Fresenhagen wurde die Leibeigenschaft 1796 abgeschafft.
Am Luftwaffen-Standort Stadum und dem Fliegerhorst Leck löste im Jahre 1994 die ehemalige Flugabwehrraketengruppe39 mit dem Waffensystem HAWK das aufgelöste Aufklärungsgeschwader 52 ab, gefolgt von Flugabwehrraketengruppe 25 zwischen 2005 und 2012. Heute untersteht der Standort Stadum dem Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum. Die Truppenunterkünfte befinden sich in der Südtondern-Kaserne (vormals (bis 15.Juli 2017) General-Thomsen-Kaserne).[5]
Nach dem Stimmergebnis der im Rahmen der Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein 2023 abgehaltenen Gemeindewahl am 14.Mai 2023 verfügt die Aktive Wählergruppe Stadum(AWG) über sechs, die Wählergruppe Stadum(WGS) über fünf Sitze in der Gemeindevertretung. Die Wahlbeteiligung bei dieser Wahl hatte 56,5 Prozent betragen.[8]
Blasonierung: „In Blau auf silbernem, mit einem widersehenden, springenden roten Wolf belegten Dreiberg drei mit ihren Ästen ineinander verschlungene silberne Laubbäume.“[9]
Die Gemeinde Stadum ist Standort eines Kindergartens sowie einer Grundschule. Die dort vorhandene Turnhalle wird auch vom örtlichen Turn- und Sportverein Stadum für ein breites öffentliches Sportangebot genutzt.
Der Musiker Rio Reiser (1950–1996) lebte seit den 1970er Jahren bis zu seinem Tod auf einem Hof in Fresenhagen und war dort beigesetzt. Nach dem Verkauf des Hofes wurde er im Februar 2011 auf den Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin umgebettet.
↑Statistisches Landesamt für Schleswig-Holstein (Hrsg.):Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. 1992, S.43 (statistischebibliothek.de[PDF; 10,5MB; abgerufen am 11.Juli 2021]).
↑Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S.182.
↑Schleswig-Holstein-Topographie. Band9: Schönberg - Tielenhemme. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2007, ISBN 978-3-926055-91-0, S.166 (dnb.de[abgerufen am 5.August 2020]).