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Hjemmefrontmuseum

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Hjemmefrontmuseet in der „Doppelten Batterie“

Das Norwegische Widerstandsmuseum (Norges Hjemmefrontmuseum) ist ein 1970 eröffnetes Museum in Oslo, das sich mit der Geschichte des norwegischen Widerstands gegen die deutsche Besatzung Norwegens von 1940 bis 1945 befasst.

Am 8. April 1940 begann mit der Operation Weserübung die deutsche Besetzung Norwegens. Neben den regulären militärischen Einheiten, die am 10. Juni 1940 kapitulierten und aus deren Reihen sich die zentrale Widerstandsorganisation Milorg formierte, die in das Oberkommando der norwegischen Exilregierung in London integriert wurde, existierte eine Vielzahl anderer Widerstandsgruppen, etwa die Fluchthilfeorganisationen der Export-Gruppen (Nordseefahrt und Schwedenverkehr) und Sabotagegruppen, wie beispielsweise die antifaschistisch-kommunistische Osvald-Gruppe. Das Museum dient auch als Gedenkstätte und ist den Opfern aus den Reihen des norwegischen Widerstandes gegen die deutsche Besatzungsmacht gewidmet.

Gebäude und Angebote

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Das Museum befindet sich auf dem Gelände der Festung Akershus im Gebäude der 1692 errichteten „Doppelten Batterie“ und eines Fachwerkhauses aus dem Jahr 1750.

Norwegens Widerstandsmuseum wurde 1966 als unabhängige Stiftung eingerichtet, mit dem Zweck zur „Darstellung eines wahren und authentischen Bildes der Besatzungszeit beizutragen, anhand von Objekten, Bildern, Gedrucktem etc., gesammelt, bewahrt und ausgestellt mit der Absicht, den jungen Menschen von heute sowie kommenden Generationen einen möglichst lebensnahen Eindruck von dem Übel, das durch Besatzung und Fremdherrschaft repräsentiert wurde, zu vermitteln und auf diesem Weg dazu beizutragen, den Sinn für die Einheit und Verteidigung unserer nationalen Freiheit zu stärken.“[1]

Die Gebäude wurden ab 1967 renoviert und zum Widerstandsmuseum umgebaut, das am 8. Mai 1970, dem 35. Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht, von Kronprinz Harald eröffnet wurde.

Seit 1995 wird das Museum von den norwegischen Streitkräften betrieben. Es umfasst eine umfangreiche Sammlung von etwa 5.000 gegenständlichen Artefakten, wie Handfeuerwaffen, Kommunikationsausrüstung, Sabotagematerial, Uniformen, Banner und Fahnen sowie zeittypische Objekte und Konsumgüter aus dem zivilen Alltag. Nur ein Teil davon wird in der Dauerausstellung präsentiert, die durch wechselnde Themenausstellungen ergänzt wird.

Die fotografische Sammlung umfasst ca. 40.000 Fotografien aus der Besatzungszeit, von denen etwa 20.000 zum Kernbestand zählen. Die Themen der Aufnahmen umfassen den norwegischen Widerstandskampf im Inland, den aus dem Ausland geführten Freiheitskampf und zivile und militärische Aspekte des deutschen Besatzungsregimes sowie der norwegischen Besatzungsverwaltung unter der Nasjonal Samling. Ein Großteil der Bestände wird über das Digitalt Museum zugänglich gemacht.

Neben den Ausstellungen bietet das Museum ein Archiv und eine Bibliothek mit mehr als 600 laufenden Metern an privaten und öffentlichen Archivalien und Druckschriften aus und über die Besatzungszeit, die über einen Lesesaal verfügbar sind. Durch mehrere Oral History Projekte wurden zudem fast 2.000 Tonaufnahmen von Interviews mit Zeitzeugen archiviert, darunter 300–400 Aufnahmen von Frauen.[1]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Arnfinn Moland: Das Norwegische Widerstandsmuseum. In: Gedenkstätten Rundbrief. Gedenkstättenreferat der Stiftung Topographie des Terrors, Nr. 86, 1998, S. 14–20

Koordinaten: 59° 54′ 28″ N, 10° 44′ 8″ O