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Hirtenmaina

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hirtenmaina

Hirtenmaina in ihrer natürlichen Heimat Kolkata (Region Bengalen in Indien).

Systematik
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Stare (Sturnidae)
Unterfamilie: Sturninae
Tribus: Sturnini
Gattung: Mainas (Acridotheres)
Art: Hirtenmaina
Wissenschaftlicher Name
Acridotheres tristis
(Linnaeus, 1766)

Der Hirtenmaina oder Hirtenstar (Acridotheres tristis) ist eine ursprünglich asiatische Singvogelart aus der Familie der Stare. Als Allesfresser, der ursprünglich in offenen Wäldern beheimatet war, erwies sich der Hirtenmaina als Kulturfolger, der außerordentlich gut an urbane Ökosysteme angepasst ist.

Die Anzahl der Hirtenmainas hat durch menschliche Einflüsse zugenommen und die IUCN hat die Art im Jahr 2000 in eine Liste von invasiven Neozoa aufgenommen.[1]

Dieser 25 Zentimeter lange Vogel ist hauptsächlich braun gefärbt, Kopf und Brust sind dunkelgrau und die Flügelbinden, Bürzel und Steiß sind cremeweiß gefärbt; der Schnabel, die nackte Haut um die Augen und die kräftigen Beine sind gelb. Beide Geschlechter sehen sich ähnlich.

Der Hirtenmaina stammt ursprünglich aus dem südlichen Asien von Afghanistan über Indien bis nach Sri Lanka. Die Art hat sich inzwischen in Mittelasien weit nach Norden ausgebreitet. Vom Menschen wurde sie in Südafrika, Australien, Neuseeland und Nordamerika, in den USA vor allem in Florida und Hawaii eingebürgert. Er lebt in Savannen, Busch und Feldern, aber auch innerhalb der Stadtgebiete.

Hirtenmaina als invasive Art

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Hirtenmaina in Sydney, Australien

Aufgrund ihrer Fähigkeit, Insektenpopulationen zu reduzieren, wurden Hirtenmainas vielfach vom Menschen in neue Regionen eingeführt. In menschlichen Siedlungen und deren Umfeld konkurrieren sie allerdings auch mit den einheimischen Vögeln um Nisthöhlen und Nahrung. Auf einigen Inseln wie Hawaii und Fidschi erbeuten sie die Eier und Küken anderer Vögel. Sie stellen eine Bedrohung für die einheimische Tierwelt, insbesondere für Papageien und andere Vogelarten, in Australien und anderswo dar.[2] Der Hirtenmaina steht deshalb auf der Liste der 100 of the World’s Worst Invasive Alien Species.[3] Der Hirtenmaina wird vom Bundesamt für Naturschutz als Bedrohung für die angestammten Ökosysteme eingestuft.

Der Hirtenmaina ist 2019 in die „Liste der unerwünschten Spezies“ für die Europäische Union aufgenommen worden.

Die Hirtenmainas sind außerhalb der Brutzeit gesellige Vögel, die an offenen Plätzen, in Gärten oder auf Straßen nach Früchten, Samen, Insekten, Würmern und Lebensmittelresten suchen. In der Dämmerung versammeln sich große Schwärme zum Schlafen in Bäumen und rufen mit gurgelnden, quiekenden und klickenden Tönen. Der Vogel kann auch menschliche Stimmen nachahmen.

Die Eier sind leuchtend türkisblau gefärbt, Gelege auf Maui, Hawaii
Jungvogel im Nest

Der Hirtenmaina baut ein einfaches Schalennest aus Gras, Wurzeln und Zweigen in Baumhöhlen oder Gebäudenischen. Zwei bis fünf Eier werden von beiden Elternteilen etwa zwei Wochen lang bebrütet. Die Jungvögel werden nach vier bis fünf Wochen flügge, werden aber noch eine Zeit lang von ihren Eltern gefüttert.

Einzelnachweise

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  1. S. Lowe, M. Browne, S. Boudjelas, M. de Poorter: 100 of the World’s Worst Invasive Alien Species. A selection from the Global Invasive Species Database. The Invasive Species Specialist Group (ISSG), a specialist group of the Species Survival Commission (SSC) of the World Conservation Union (IUCN), Auckland, 2000.
  2. Invasive Birds. Introduced Birds Weblog, abgerufen am 11. Februar 2011.
  3. Acridotheres tristis bei Global invasive species database
Commons: Hirtenmaina (Acridotheres tristis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien