Tux (Tirol)
Tux | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat: | ||||||
| Land: | ||||||
| Politischer Bezirk: | Schwaz | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | SZ | |||||
| Fläche: | 111,15 km² | |||||
| Koordinaten: | 47° 9′ N, 11° 44′ O | |||||
| Höhe: | 1281 m ü. A. | |||||
| Einwohner: | 1.913 (1. Jän. 2025) | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 17 Einw. pro km² | |||||
| Postleitzahlen: | 6293 6294 (Ortsteil Hintertux) | |||||
| Vorwahl: | 05287 | |||||
| Gemeindekennziffer: | 7 09 34 | |||||
| NUTS-Region | AT335 | |||||
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Lanersbach 470 6293 Tux | |||||
| Website: | ||||||
| Politik | ||||||
| Bürgermeister: | Simon Grubauer (Gemeinsam voran) | |||||
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2022) (13 Mitglieder) |
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| Lage von Tux im Bezirk Schwaz | ||||||
Lanersbach, zentraler Ortsteil der Gemeinde (2012) | ||||||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||||||
| Wattenberg Kolsassberg Weerberg (Bezirk Innsbruck-Land) |
Hippach Schwendau | |||||
| Finkenberg | ||||||
| Navis Schmirn (Bezirk Innsbruck-Land) |
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| Tux: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 824 | |||
| 1880 | 777 | |||
| 1890 | 797 | |||
| 1900 | 753 | |||
| 1910 | 700 | |||
| 1923 | 828 | |||
| 1934 | 1.122 | |||
| 1939 | 1.227 | |||
| 1951 | 1.315 | |||
| 1961 | 1.496 | |||
| 1971 | 1.787 | |||
| 1981 | 1.735 | |||
| 1991 | 1.950 | |||
| 2001 | 1.925 | |||
| 2011 | 1.924 | |||
| 2021 | 1.952 | |||
| 2025 | 1.913 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Katholische Pfarrkirche Tux hl. Thomas
- Natureispalast Hintertux am Hintertuxer Gletscher. Führungen auch mit den Aspekten Wissenschaft und Abenteuer durch 40 m lange Teile einer Gletscherspalte, 25 m unter der Piste der Gefrorenen Wand.[8]
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Landwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf den Wiesen und Almen des Tuxertales wird bis heute Landwirtschaft betrieben, auch wenn die meisten Betriebe diese lediglich als Nebenerwerb weiterführen.
Bankwesen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die heutige Raiffeisenbank Tux wurde ursprünglich am 1897 als "Spar- und Darlehenscassa-Verein nach dem System des F. W. Raiffeisen" gegründet. Bei der Gründungsversammlung der genossenschaftlich organisierten Bank am 28. März beteiligten sich 34 Einwohner mit je 10 Gulden am Verein, welcher sich zur Aufgabe machte, die Spartätigkeit anzuregen und mit dem eingenommenen Geld Darlehen zu vergeben. Heute ist zudem die Erste Bank in Tux mit einer Filiale vertreten.[1]
Tourismus
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Der Tourismus mit zahlreichen Gastgewerbe- und Beherbergungsbetrieben ist der wirtschaftlich bedeutendste Erwerbszweig des Tales. Die Zahl der Nächtigungen stieg von 368.467 im Jahr 1970 auf rund 973.000 im Jahr 2019.[1] Für den Skitourismus wurden insgesamt drei Skigebiete erschlossen: im Jahr 1961 zuerst das Gebiet Eggalm, ab 1968 der Hintertuxer Gletscher und ab 1984 der Rastkogel, welcher ab 2001 mit einer Pendelbahn mit dem Skigebiet Penken verbunden wurde. Vor allem in den 2000er-Jahren wurden in allen Skigebieten durch den Ausbau der Liftinfrastruktur die Kapazitäten massiv erhöht. Der Hintertuxer Gletscher wird von Beginn an als Ganzjahresskigebiet betrieben. Ebenso wichtig ist für die Region der Zusammenschluss der Tuxer Schigebiete in Richtung Finkenberg und Mayrhofen (Penken). Nach Mayrhofen hat Tux die zweithöchsten Nächtigungszahlen im Zillertal aufzuweisen.
Durch die COVID-19-Pandemie und die damit zusammenhängenden Lockdowns und Reisebeschränkungen sowie die Wirtschaftskrise wurde die stark vom Tourismus abhängige Gemeinde wirtschaftlich hart getroffen. Rund 973.000 Nächtigungen im Jahr 2019 stehen nur ca. 671.000 Nächtigungen im Jahr 2020 entgegen.[9]
Verkehr
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Tux ist von Mayrhofen über die Tuxer Straße (L 6) erreichbar. Diese Straße wurde von 1911 bis 1913 erbaut, ging damals jedoch nur bis Lanersbach. Erst 1932 wurde sie bis nach Hintertux weitergebaut. Ein wichtiger Punkt auf der Strecke ist die „Rosengartenbrücke“, die zwischen Finkenberg und Tux liegt und 1981 neu errichtet wurde. Die Vorgängerbrücke bestand seit 1913 und wurde am 24. März 1981 im Zuge der Neuerrichtung gesprengt.[7]

Der nächstliegende Bahnhof der ÖBB ist Jenbach, welches gleichzeitig der Ausgangsbahnhof der Zillertalbahn ist. Vom Bahnhof Mayrhofen der Zillertalbahn besteht ein Busverkehr. Dieser Busverkehr wurde 1927 eröffnet.
1927 entschloss sich die Gemeinde Tux zur Gründung eines Autobusunternehmens, welches mit Busfahrer Heinrich Erler Bewohner und Gäste von Lanersbach nach Mayrhofen und umgekehrt brachte. Später wurde dieser Dienst, welcher ab 1932 auch bis nach Hintertux führte, durch die Österreichische Postbus AG übernommen, bevor die Linie 2005 privatisiert wurde. Seitdem werden die Fahrten auf diesem Abschnitt vom Unternehmen Christophorus durchgeführt.[7] Heute verkehrt zusätzlich innerhalb des Tuxertales tagsüber zwischen Vorderlanersbach und Hintertux der kostenlose Tuxer Sportbus. In den Wintermonaten gibt es zudem einen kostenpflichtigen Nightliner bis zwei Uhr früh.
Ehemaliges Magnesitbergwerk
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Von 1927 bis 1976 bestand etwa 500 m oberhalb von Vorderlanersbach das Magnesitbergwerk Tux, das höchstgelegene Europas. Im Tagebau und Stollenabbau wurde dort von bis zu 400 Arbeitern Magnesit gewonnen. Spezielle Seilbahnen für Personen und Materialtransport verbanden das Werk mit Lanersbach und dem Verladebahnhof im Zillertal bei Mayrhofen. Auf der Schrofenalm, etwa 500 m vom Werk entfernt entstand eine kleine Siedlung mit Wohnungen, einer Schule, einem Lebensmittelladen, einem Kino etc. für die Werksangehörigen und deren Familien. Nach Einstellung des Betriebes 1976 wurde das Werk komplett abgetragen und renaturiert. Erhalten blieben lediglich die 1947 nach den Plänen von Hubert Prachensky mit Fresken von Max Weiler errichtete Barbarakapelle sowie zwei ehemalige Wohnhäuser, die „Schrofenhäuser“.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat besteht aus 13 Mitgliedern. Bei der letzten Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl am 28. Februar 2016 gab es eine hohe Wahlbeteiligung mit 80,7 % der Wahlberechtigten, welche Simon Grubauer zum Bürgermeister wählten. Seine Wählergruppe „Gemeinsam voran“ erreichte zudem die absolute Mehrheit mit 51,91 % an Stimmen und 7 Sitzen im Gemeinderat.[10]
| Partei | 2022[11] | 2016[12] | 2010[13] | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| % | Mandate | % | Mandate | % | Mandate | |
| Gemeinsam voran 1) | 63,33 | 9 | 51,91 | 7 | 37,66 | |
| Für Tux | 26,45 | 3 | ||||
| Bürgerliste Tux – #mituns 2) | 10,23 | 1 | 9,41 | 1 | 12,82 | |
| Team Tux 2022 – Willeit Franz | 31,02 | 4 | ||||
| Für unser Tuxertal | 7,66 | 1 | ||||
| Team Tux – Gemeinschaftsliste Bgm. Hermann Erler | 37,82 | |||||
| Tuxer Bauern – die Wurzeln des Tales | 11,69 | |||||
1) Die Partei kandidierte 2010 unter dem Namen „Gemeinsam Voran - Frischer Wind für Tux“
2) Die Partei kandidierte 2010 unter dem Namen „Bürgerliste Tux“
Für das Jahr 2021 hat die Gemeindevertretung im Februar 2021 einen Haushaltsvoranschlag verabschiedet, in dem Erträge von 7,193 Mio. Euro Aufwendungen von 7,776 Mio. Euro entgegenstehen. Für Wildbachverbauung wurden Ausgaben in der Höhe von rund 406.000 Euro, für Lawinenverbauung rund 266.000 Euro veranschlagt. Die Freizeitwohnsitzabgabe bringt der Gemeinde Einnahmen von rund 24.000 Euro pro Jahr.[9]
Ortsvorsteher und Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ortsvorsteher seit 1902 waren:[14]
- bis 14.09.1902 Johann Erler
- 14.09.1902 – 20.08.1905 Alois Gredler
- 20.08.1905 – 21.08.1908 Johann Geisler
- 21.08.1908 – 04.08.1911 Alois Gräßling
- 04.08.1911 – 30.10.1917 Josef Erler
- 30.10.1917 – 14.12.1919 Josef Geisler
- 14.12.1919 – 24.12.1922 Georg Stock
- 24.12.1922 – 01.02.1925 Alois Gredler
- 1925 Franz Mader (Ortsvorsteher von Hintertux)
- 01.02.1925 – 17.01.1932 Josef Wechselberger
- 17.01.1932 – 29.12.1935 Franz Erler
- 29.12.1935 – 22.04.1937 Sigmund Geisler
- 22.04.1937 – 14.03.1938 Thomas Wechselberger
- 14.03.1938 – 03.05.1945 Friedrich Kreidl
- 04.05.1945 – 08.04.1950 Franz Erler (2. Amtszeit)
- 08.04.1950 – 14.05.1960 Johann Stock
- 14.05.1960 – 22.09.1966 Karl Stock
- 12.10.1966 – 17.10.1980 Franz Berger
- 20.11.1980 – 16.03.1986 Reinhard Wechselberger
- 03.04.1986 – 15.03.1992 Franz Berger (2. Amtszeit)
- 15.03.1992 – 28.02.2016 Hermann Erler
- seit 28.02.2016 Simon Grubauer
Wappen
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Der Wappenentwurf von Edda Reinl wurde 1974 genehmigt und der Gemeinde am 26. September 1976 von der Tiroler Landesregierung verliehen. Auf dem Wappen ist "in Grün ein silberner Widderkopf" abgebildet. Der Widder ist ein Tiroler Steinschaf, eine Rasse, die "seit alters" in Tux gezüchtet und deren Wolle für den Tuxer Loden, einen Teil der Zillertaler Tracht, verwendet wird. Die Rasse war bis 1970 massiv vom Aussterben bedroht und wurde dank Tuxer Züchtern gerettet und erhalten.[1]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Elisabeth Kirchler (* 1963), Skirennläuferin
- Ludwig Gredler (* 1967), Biathlet
- Nina Tipotsch (* 1988), Skirennläuferin
- Stephanie Brunner (* 1994), Skirennläuferin
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Website der Gemeinde Tux
- 70934 – Tux. Gemeindedaten der Statistik Austria
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Alois Egger, Ludwig Steinberger: Die Höfe des Wipptales vom Schönberg bis zur Brixner Klause. I. Band: Die Höfe des Landgerichtes Matrei-Steinach mit Einschluß von Hintertux und Ellbögen, in: Veröffentlichungen des Museums Ferdinandeum 14, 1934, S. 1–255; ebd. 16, 1936, S. 1–241.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 Gemeinde Tux; Reiter Martin (Hrsg.): Tux. Edition Tirol, Reith i. A. 2013, ISBN 978-3-85361-173-9.
- ↑ Bürgermeister Simon Grubauer: Grüß Gott in der Gemeinde Tux. In: Gemeinde Tux. Abgerufen am 16. Juni 2018.
- ↑ Änderung von Ortschaftsnamen in der Gemeinde Tux. Landesregierung Tirol, 23. Februar 2005, abgerufen am 16. Juni 2018.
- ↑ Thermalwasser. Badhotel Kirchler, abgerufen am 20. Juni 2021.
- ↑ Postlexikon. In: Österreichische Post Aktiengesellschaft. Abgerufen am 11. Februar 2021.
- ↑ Rudolf Wachter: Indogermanisch oder Indoeuropäisch? Universität Basel, 25. August 1997, abgerufen am 13. Juni 2020.
- 1 2 3 Gemeinde Tux (Hrsg.): Gemeindechronik. Tux 2006.
- ↑ Natur Eis Palast Hintertux. In: Hintertuxer Gletscher. Zillertaler Gletscherbahn GmbH & Co KG, abgerufen am 16. Juni 2018 (deutsch).
- 1 2 Gemeinderatssitzung 1/2021, 8. Jänner 2021, Protokoll abrufbar unter https://www.gemeinde-tux.at/politik/protokolle.html
- ↑ Land Tirol - Wahlen. Abgerufen am 11. Februar 2021.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2022 in Tux. Land Tirol, 27. Februar 2022, abgerufen am 1. März 2025.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2016 in Tux. Land Tirol, 28. Februar 2016, abgerufen am 22. Dezember 2021.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Tux. Land Tirol, 14. März 2010, abgerufen am 22. Dezember 2021.
- ↑ Bürgermeistergalerie der Bürgermeister seit 1900. Gemeinde Tux, abgerufen am 12. Mai 2023.








