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Heymann Heine

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Heymann Heine, eigentlich Chaijm Bückeburg (* um 1722 in Bückeburg; † 18. September 1780 in Hannover)[1] war ein jüdischer Kaufmann in Hannover.

Er war der Sohn von Aaron David Simon Bückeburg. Dieser zog von Bückeburg nach Hannover. Als wohlhabender Mann spielte er dort in der jüdischen Gemeinde eine wichtige Rolle. Heymann hat seinen eigentlichen Vornamen eingedeutscht und ihn als Familiennamen genutzt. Großvater Isaac († 1734) war gräflich schaumburg-lippischer Hoflieferant und Hofbankier in Bückeburg gewesen sowie Stammvater des späteren Adelsgeschlechts „von Heine-Geldern“ (ab 1867).[2]

Heine war ein angesehenes Mitglied der jüdischen Gemeinde. An der Gründung des 1762 entstandenen Wohltätigkeitsvereins war er mit achtzehn weiteren Mitgliedern der Gemeinde beteiligt. Er war fromm, besuchte täglich die Synagoge und studierte die Heiligen Schriften (Tanach, Talmud und Sohar).

In erster Ehe war er mit Edel/Ethel verheiratet, der Tochter des angesehenen Leser Gans. In zweiter Ehe heiratete Heine vor 1769 in Altona bei Hamburg Marthe Eva Popert († 9. April 1799 in Altona), die Tochter des Kaufmanns Meyer Samson Popert. Nach dem Tod Heines heiratete die Witwe den Geschäftsmann Bendix Schiff, dessen Sohn Hertz Bendix wiederum Vater des Schriftstellers Hermann Schiff sein sollte.[3]

Heymann Heine wurde auf dem jüdischen Friedhof von Hannover bestattet.

Von seinen sechs Söhnen wurden aus der Ehe mit Marthe Eva Popert die Söhne erfolgreich: der Erstgeborene und Bankhausgründer Isaac Heine in Bordeaux, der Zweitgeborene Samson Heine als Tuchhändler in Düsseldorf und der Drittgeborene, der Hamburger Bankier und Philanthrop Salomon Heine; Hamburg verdankt ihm u. a. die Gründung des heutigen Israelitischen Krankenhauses sowie eine außerordentliche Förderung der Kunst in der Stadt. Heymann Heine war der Großvater des Schriftstellers Heinrich Heine und des Publizisten Gustav Heine von Geldern, beide waren Söhne Samson Heines Söhne.[4]

Einzelnachweise

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  1. Die Internet-Datenbank des Mormonen-Archivs (Utah) gibt - wohl fälschlich, denn sein Grabstein ist in Hannover erhalten - als Sterbeort Altona bei Hamburg an.
  2. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band V, Seite 74, Band 84 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1984. - Gustav Heine wurde 1867 in den österreichischen Ritterstand und 1870 in den Freiherrnstand erhoben.
  3. Lucas Böhme: Hermann Schiff (1801-1867). In: Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Hrsg.): Sächsische Biografie.
  4. Généalogies Heine. Genea-bdf.org, abgerufen am 9. Juli 2010 (frz.).
  • Gustav Karpeles: Heinrich Heine. Aus seinem Leben und seiner Zeit. Leipzig, 1899. S. 12 ff.