Hermann Boll
Carl Hermann Joseph Boll (geb. 13. August 1848 in Ravensbrück, Landkreis Templin; gest. 9. August 1922 in Berlin-Charlottenburg) war ein deutscher Fotograf in Berlin. Das Fotoatelier von Hermann Boll trat vor allem durch die fotografische Reproduktion von Gemälden, Skulpturen und Architekturen sowie durch Fotografien von bildenden Künstlern in deren Ateliers in Erscheinung. Hermann Boll kann auch als ein Pionier der Farbfotografie gelten. Die Firma Hermann Boll war nicht nur ein Fotoatelier, sondern auch ein Kunst-Verlag, der mit fotografischen Kunst-Reproduktionen und mit Verwertungsrechten an Kunstwerken handelte. Das Unternehmen bestand von 1871[1] bis wahrscheinlich 1943.[2]
Leben
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Hermann Boll wurde am 13. August 1848 als Sohn der unverheirateten Dorothee Marie Runzel in der Gemeinde Ravensbrück (heute: Fürstenberg/Havel) geboren. Nach der Heirat seiner Mutter mit dem Zimmermeister Joseph Boll wurde Hermann von diesem adoptiert.
Hermann Boll war offenbar Teilnehmer des Deutsch-Französischen Kriegs von 1870/71.[3]
Wo und bei wem Hermann Boll das Fotografenhandwerk erlernt hat, ist nicht bekannt.
Boll gründete im Jahr 1871[4] in Berlin eine Photographische Reproductions- und Verlags-Anstalt; wahrscheinlich in der Friedrichstraße 62.[5] Er wohnte offenbar in der Luckauer Str. 4 in Berlin-Kreuzberg.[6] In dieser Zeit war der Fotograf Boll, Friedrichstr. 62, Mitglied des Vereins zur Förderung der Photographie und des Deutschen Photographen-Vereins zu New York.[7] Am 3. Mai 1872 heiratete Hermann Boll in der Neuen Kirche die im pommerschen Demmin geborene Anna Wendel (1845–1932). In den folgenden drei Jahren wurden die drei Söhne des Ehepaares geboren, nämlich: Max (1873–1916), Otto (1874–1943) und Franz (1875–1943), von denen Max und Otto Boll ebenfalls Fotografen wurden. Franz Boll wurde Kaufmann.[8] Alle drei Söhne stiegen im Jahr 1902 als Gesellschafter in die Firma ihres Vaters Heinrich Boll ein.[9]
Mit der Einrichtung seiner eigenen Photographischen Reproduktions- und Verlagsanstalt in Berlin konzentrierte sich Boll auf zwei wesentliche Geschäftsfelder: zum einen auf die fotografische Reproduktion von Kunstwerken und zum anderen auf Architekturfotografie, sowohl der Gebäude (von außen) als auch der Innenräume.
In den späten 1870er und frühen 1880er Jahren hat Hermann Boll an der mecklenburgischen Ostseeküste und insbesondere auf der Insel Rügen fotografiert.[10]


Eine Fotoserie von Boll mit dem Titel „Berlins Prachtbauten“ erschien 1886.[11]
Um 1900 ist Bolls Firma in der Mohrenstraße 59 greifbar.[12] In den 1900er und 1910er Jahren hat Bolls Anstalt ihr Hauptgeschäft unweit der Anton-Wilhelm-Amo-Straße unter der Adresse Unter den Linden 16 und unterhält eine West-Filiale in der Tauentzienstraße 7b greifbar[13]. In seinem Kunst-Salon in den Geschäftsräumen Unter den Linden organisierte Boll auch eigene Ausstellungen, so beispielsweise im Jahr 1905 eine von Akt-Bildern verschiedener Maler, darunter Felix Possart, Paul Gerhart Vowe, Nathaniel Sichel, Bernhard Zickendraht und Ernst Albert Fischer-Cörlin.[14] und im Frühjahr 1906 eine Einzelausstellung mit Werken von Curt Agthe.[15] Seine Weihnachtsausstellung des Jahres 1906 zeigte Werke Berliner Künstler, unter anderen von Wilhelm Bröker, Hans Dahl, Themistokles von Eckenbrecher, Berthold Genzmer und Franz Hoffmann-Fallersleben.[16]
In Eigenwerbungen bezeichnet sich Bolls Firma als »Spezial-Anstalt für Gemälde-Reproduktionen, Aufnahmen von Bildwerken sowie Architekturen u. Innenräumen; Vergrößerungs-Anstalt« und warb mit seiner Abteilung für Farbenphotographie. Auf dem Gebiet der Kunstfotografie konzentrierte sich Boll in erster Linie auf die fotografische Reproduktion von Kunstwerken und war unter zeitgenössischen Künstlern gut eingeführt.[17] 1900 stellte er in einer Ausstellung des Deutschen Photographen-Vereines in Berlin eine größere Anzahl von Fotografien von Kunstwerken aus.[18]
Ab mindestens 1899[19] war Boll über Jahre der Fotograf der Kataloge der großen Berliner Kunstausstellung. In seiner Werbeanzeige im Ausstellungskatalog von 1909 schreibt Boll. dass sein Atelier bis dato bereits mehrfach für vorzügliche Leistungen in der Reproduktion-Photographie »prämiiert« worden sei.[20] Auch Auktionshäuser wie das von Paul Cassirer und Hugo Helbing verließen sich bei ihren Auktionskatalogen immer wieder auf Hermann Boll als Fotografen.[21]
Daneben verwendeten auch mehrere Künstler Bolls Fotografien für die Herstellung von Katalogen ihrer Werke. So ließ z. B. Sonia Gramatté, die Witwe des jung verstorbenen Expressionisten Walter Gramatté, ein Jahr nach dem Tod ihres Ehemannes 1930 zwei Folianten mit Fotografien seiner Werke von Hermann Boll in doppelter Ausfertigung anfertigen. Die Negative dieser Fotos wurden zwar im Zweiten Weltkrieg vernichtet, jedoch konnten auf der Grundlage der beiden einzigen erhaltenen Alben im Jahr 1981 Abbildungen der Ölbilder und Aquarelle Gramattés neu veröffentlicht werden.[22][Anm. 1]
Hermann Boll erwarb sich auch einen Namen als Porträtfotograf. Zu den von ihm Porträtierten gehörten zahlreiche in Berlin ansässige Maler, darunter Hans Bohrdt, Eugen Bracht, Otto H. Engel, Ernst Heilemann, Carl Röchling, Paul Thumann und Willy Werner, die Boll häufig in ihren Ateliers fotografierte.

Schon recht früh bot das Atelier Boll auch Farbfotografien (Farbdiapositive) an. Die Brüder Auguste und Louis Lumière hatten ihr Autochromverfahren im Dezember 1903 zum Patent angemeldet. Der Öffentlichkeit stellten sie ihre ersten Farbfotos im Jahr 1904 vor; 1907 begannen sie mit der industriellen Produktion des Autochrome-Materials. Bereits am 13. April 1908 berichtete Hermann Boll vor der Deutschen Gesellschaft von Freunden der Photographie „über Erfahrungen mit dem Lumière-Verfahren“ anhand von 40 Projektionsbildern[23] Ebenfalls 1908 berichtete die Norddeutsche allgemeine Zeitung, Hermann Boll aus Berlin habe Lumière-Autochrome nach Gemälden von Hoffmann-Fallersleben, Carl Albrecht u. a. angefertigt.[24] Mitte März 1910 zeigte Boll vor der Hauptversammlung des Verbandes Deutscher Illustratoren seine Farbbilder unter anderem von „Architektur aus Alt-Berlin, reizende[n] Landschaften aus Norwegen, […] Schneelandschaften aus dem Erzgebirge“ sowie farbige Reproduktionen von Gemälden.[25] In den 1910er Jahren illustrierte Boll mehrere geographisch-touristische Artikel in Velhagen & Klasings Monatsheften mit farbigen Ansichten von Orten und einzelnen Gebäuden, so im April 1913 aus der Gegend um den Golf von Rapallo[26] oder zu Hans Sendlings Artikel zum Frühling am Neckar[27]. Ebenfalls 1913 druckte die Zeitschrift Daheim Autochrom-Fotografien von Blumen-Arrangements von Hermann Boll.[28]
Zahlreiche Fotos von Boll wurden in der illustrierten Zeitschrift Die Woche veröffentlicht. Auch in der illustrierten Zeitschrift Berliner Leben. Zeitschrift für Schönheit und Kunst, die zwischen 1898 und 1928 erschien und viele Fotografien von Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens sowie Momentaufnahmen und Architekturfotos enthielt, erschienen häufig Bilder des Ateliers Hermann Boll.[29]
Boll war nach eigener Aussage großherzoglich sächsischer Hoflieferant sowie Hofphotograph des Großherzogs von Oldenburg[30] und wurde für „vorzügliche Leistungen in der Reproduktionsphotographie“ im Jahr 1900 in Berlin mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.[31] Weitere Auszeichnungen für Fotografie erhielt Boll nach eigener Aussage im Jahr 1901 in Weimar und im Jahr 1904 in Berlin.[32]
Hermann Boll starb am 9. August 1922, wenige Tage vor Vollendung seines 74. Lebensjahres, in Berlin-Charlottenburg.[33] Sein ältester Sohn Max war bereits im Ersten Weltkrieg im August 1916 als Soldat in Ivoiry (Maas) in Frankreich gestorben[34], und seine ledigen Söhne Otto und Franz kamen gemeinsam bei einem Fliegerangriff am Abend des 22. November 1943[Anm. 2] in ihrem Wohnhaus in der Lutherstraße 12 in Berlin-Schöneberg ums Leben.[35]
Werdegang des Unternehmens Boll
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Atelier Boll befand sich 1872 in der Friedrichstraße 62, von 1873 bis 1884 in der Friedrichstraße 176, von 1885 bis 1903 in der Mohrenstr. 59 und, wahrscheinlich ab 1904, sowohl Unter den Linden 16 als auch in der Tauentzienstraße 7 b („Westfiliale“).[36] Das Atelier und die dazugehörige Drei-Zimmer-Wohnung in der Mohrenstraße 59 bot Hermann Boll ab 1. April 1903 zur Miete an.[37] Hermann Bolls Unternehmen firmierte von 1871 bis 1899 als H. Boll & Co., ab 1900 als Einzelunternehmen, 1902 wurde es in eine offene Handelsgesellschaft (oHG) umgewandelt, der seine drei Söhne, die beiden Photographen Max und Otto Boll und der Kaufmann Franz Boll, als Gesellschafter beitraten.[38]
Die „Verlags- und Vermittelungs-Anstalt von Hermann Boll“ vermittelte auch zwischen Künstlern und Kunst-Verlagen und verkaufte Reproduktionsrechte an Kunstwerken im Auftrag ihrer Urheber.[39]
Im August 1916 starb Hermann Bolls ältester Sohn Max im Ersten Weltkrieg als Soldat in Frankreich. Er wurde vor Verdun durch einen Granatsplitter getötet, während er in seiner Baracke mit photographischen Arbeiten beschäftigt war.[40] Er war demnach auch im Felde mit Fotoarbeiten betraut; möglicherweise war er Heeresfotograf.
Nachdem auch Hermann Boll im August 1922 verstorben war, wurde durch Gesellschaftsvertrag vom 26. November 1922 die Galerie Ettlinger, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, mit Sitz in Berlin gegründet, deren Geschäftsführer der Kunstkritiker Max Ettlinger, der (Innen-)Architekt Gustav Dürselen, der Photograph Otto Boll und der Kaufmann Franz Boll, alle aus Berlin, waren.[41] Dir Firma Hermann Boll erlosch wahrscheinlich im Jahr 1943 nach dem gleichzeitigen Tod der von Otto und Franz Boll.[42]
Galerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Der Maler Ernst Heilemann in seinem Berliner Atelier, 1902
- Blick in das Atelier von Otto H. Engel, 1912
- Der deutsche Maler Carl Röchling (1855–1920) in seinem Berliner Atelier, aufgenommen 1900.
- Der deutsche Maler Eugen Bracht (1842–1921)
- Der deutsche Marine-Maler Hans Bohrdt (1857–1945) in seinem Studio
- Professor Paul Thumann in seinem Atelier, 1903
- Willy Werner (1868–1931), deutscher Porträt- und Genremaler
- Heidelberg, Schloss mit dem Otto-Heinrichs-Bau 1914
- Hermann Boll. Tübingen, Blick auf ... vom Osterberg 1914
- Esslingen von der Höhe aus gesehen 1914
- Heilbronn, Rathaus um 1914
- Hirschhorn am Neckar 1914
- Lauffen am Neckar 1914
- Rottweil 1914
- Blick auf Stuttgart von der Gerokstraße aus
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Das Gründungsjahr 1871 gab Hermann Boll selbst an, zum Beispiel im Berliner Adreßbuch, Ausgabe 1904, S. 170, (Digitalisat) Dagegen soll laut ArtHisoricum.net die Firma Hermann Boll erst im Jahr 1900 gegründet worden sein, siehe: Julia Bärnighausen: DFG-Projekt „German Sales. Primary Market: Galeriepublikationen im deutschsprachigen Raum (1871-1949)“, Berlinische Galerie - Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur und Universitätsbibliothek Heidelberg (2023–2025), https://www.arthistoricum.net/themen/portale/german-sales/primary-market, Datum der Fertigstellung: 26. Juli 2024, online. Die Datenbank Berliner Fotografenateliers des 19. Jahrhunderts weist die Firma H. Boll & Co. ab 1872 nach; siehe: Menüpunkt „Ateliers“, Buchstabe „B“, Atelier-Nr. 515, HTW Berlin, FB 5 - SG Museumskunde, Berlin, online
- ↑ so Julia Bärnighausen: DFG-Projekt „German Sales. Primary Market: Galeriepublikationen im deutschsprachigen Raum (1871-1949)“, Berlinische Galerie - Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur und Universitätsbibliothek Heidelberg (2023–2025), , Datum der Fertigstellung: 26.07.2024: „1943 Wahrscheinliche Auflösung mit Tod der Gesellschafter*innen“
- ↑ Personalnachrichten. In: Photographische Mitteilungen, 7. Jg. 1870/71, Heft 79, S. 180, („Hr. Boll und Hr. Scamoni sind auf dem Wege nach dem Kriegsschauplatze.“, Digitalisat)
- ↑ So zum Beispiel: Berliner Adreßbuch, Ausgabe 1904, S. 170, (Digitalisat) Dagegen soll laut ArtHisoricum.net die Firma Hermann Boll erst im Jahr 1900 gegründet worden sein, siehe: Julia Bärnighausen: DFG-Projekt „German Sales. Primary Market: Galeriepublikationen im deutschsprachigen Raum (1871-1949)“, Berlinische Galerie - Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur und Universitätsbibliothek Heidelberg (2023–2025), https://www.arthistoricum.net/themen/portale/german-sales/primary-market, Datum der Fertigstellung: 26. Juli 2024, online
- ↑ Jedenfalls ist das Atelier Boll ab 1872 unter dieser Adresse nachweisbar; siehe Datenbank „Berliner Fotografenateliers des 19. Jahrhunderts“, Menüpunkt „Ateliers“, Buchstabe „B“, HTW Berlin, FB 5 - SG Museumskunde, Berlin, online
- ↑ Berliner Adreßbuch, Ausgabe 1903, S. 162, (Digitalisat); Berliner Adreßbuch, Ausgabe 1904, S. 170, (Digitalisat)
- ↑ Siehe: Mitglieder-Liste des Vereins zur Förderung der Photographie und des Deutschen Photographen-Vereins zu New-York, a) Berliner Mitglieder. In: Photographische Mitteilungen, 8. Jahrgang, (No. 85—96 der ganzen Reihenfolge.), Verlag von Robert Oppenheim, Berlin 1872, S. 179/180, (Digitalisat).
- ↑ Im Berliner Adressbuch, Ausgabe 1904, S. 170, Digitalisat, sind Max und Otto Boll als Photographen verzeichnet, Franz Boll als Kaufmann.
- ↑ Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger, 26. Juli 1902, S. 13, Digitalisat Ganz ähnlich: Berliner Börsen-Zeitung, 23. Juli 1902, S. 18, Digitalisat
- ↑ Mehrere Mecklenburg-Fotos von Hermann Boll aus der Sammlung Frank Biederstaedt in: „Rügen, Stralsund und Greifswald anno dazumal“. „Bis zu 140 Jahre alt sind die Fotos, die Frank Biederstaedt gesammelt hat. Sie zeigen Rügen und die Hansestädte Stralsund und Greifswald.“, Ostsee-Zeitung, 05. März 2026, online. Weitere Beispiele für Rügen-Fotos von Hermann Boll bei eBay hier und hier
- ↑ Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung, Morgen-Ausgabe, So., 11. April 1886, S. 8, (Digitalisat): „Wichtig für Architecten. In meinem Verlag erschienen soeben 100 Blatt Berlins Prachtbauten Photographie in Quartformat per Blatt 75 Pf. Hermann Boll, Photograph, Mohrenstr. 59.“
- ↑ Katalog, Grosse Berliner Kunst-Ausstellung, 1900, Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Berlin, 1900, S. IV, Digitalisat Die Fotos für den illustrierten Katalog der großen Berliner Kunstausstellung des Jahres 1900 hat die Firma Hermann Boll, Berlin, Mohrenstraße 59, hergestellt.
- ↑ Anzeige für Hermann Boll, Hofphotograph im Baumeister 9.1911
- ↑ Solinger Kreis-Intelligenzblatt, Sa., 11. November 1905, S. 10, Digitalisat
- ↑ Siehe: Paul Lindenberg, „Berliner Stimmungsbilder“, in: Solinger Kreis-Intelligenzblatt, Sa., 03. Februar 1906, S. 1, Digitalisat
- ↑ Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung, Di., 04. Dezember 1906, S. 2, Digitalisat
- ↑ So wird im Bericht über das Kostümfest im Verein Berliner Künstler im Februar 1902 berichtet, dass Hermann Boll prächtige Aufnahmen gefertigt habe
- ↑ Ausstellung des Deutschen Photographen-Vereines in Berlin. (Schluss von Seite 598.). In: Photographische Correspondenz, 37. Jahrgang 1900, Nr. 482, November 1900, ab S. 652, S. 657, Digitalisat: „Eine grössere Anzahl vorzüglicher Reproductionen von Gemälden etc. führt uns Hermann Boll-Berlin vor.“
- ↑ Katalog Grosse Berliner Kunst-Ausstellung 1899. Rudolf Schuster, Berlin, 1899, S. IV Die photographischen Aufnahmen für den illustrierten Katalog der großen Berliner Kunstausstellung des Jahres 1900 sind von der Firma Hermann Boll, Berlin, Mohrenstraße 59, die Clichés von H. S. Hermann und von Meisenbach, Riffarth & Co. in Berlin hergestellt. In den Ausstellungskatalogen bis einschließlich 1898 sind weder der Fotograf noch die Hersteller der Druckvorlagen genannt.
- ↑ Grosse Berliner Kunstausstellung 1909 Katalog. Berlin, 1909
- ↑ siehe z. B. die Katalog zur Versteigerung der Sammlungen Richard von Kaufmann (Digitalisat des Katalogs der italienischen Gemälde (1917)) oder Wilhelm Gumprecht Auktionskatalog 1918.
- ↑ Estate S. C. Eckhardt-Gramatté (Hrsg.): Walter Gramatté. Bilder und Aquarelle. Winnipeg 1981 (Vorwort).
- ↑ Kleine Chronik, Deutsche Gesellschaft von Freunden der Photographie. Ordentliche Versammlung am Montag, den 13. April 1908, abends 8 Uhr im Kasino der Königlichen Kriegsakademie, Berlin, Dorotheenstr. 58/59. Vorsitzender: Herr Major von Westernhagen. In: Photographische Mitteilungen, 1908, S. 93, Digitalisat
- ↑ Kunst, Wissenschaft und Literatur. In: Norddeutsche allgemeine Zeitung, Mi., 23. Dezember 1908, S. 10, Digitalisat
- ↑ Vortrag mit Farbenlichtbildern. In: Berliner Kunst-Herold, 10.1910, Nr. 7, S. 55, Digitalisat
- ↑ Siehe: Hörstel, Wilhelm: Der Golf von Rapallo. Mit vier ganzseitigen und vierzehn kleineren Abbildungen nach mehrfarbigen Originalaufnahmen von Hermann Boll in Berlin. In: Velhagen & Klasings Monatshefte, 27. Jahrgang 1912/1913, Band 2, Heft 8, April 1913, S. 529, Digitalisat
- ↑ Hans Sendling. Frühling am Neckar. In: Velhagen & Klasings Monatshefte, 28. Jahrgang 1913/1914, Band 3, Heft 9 Mai 1914, S. 25-38 Digitalisat der UB Heidelberg.
- ↑ Original-Bildunterschrift: „Stilleben. Lumièreaufnahme von Hermann Boll in Berlin“. In: Daheim - Kalender für das Deutsche Reich 1913, Velhagen & Klasing, Bielefeld und Leipzig, 1913, S. 80, Digitalisat
- ↑ Miriam Paeslack, Fotografie Berlin 1871–1914. Eine Untersuchung zum Darstellungswandel, den Medieneigenschaften, den Akteuren und Rezipienten von Stadtfotografie im Prozeß der Großstadtbildung. Inaugural-Dissertation, Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg im Breisgau, 2001, S. 63/64, (online)
- ↑ Siehe Werbe-Anzeige der Photographische Reproduktions- und Verlagsanstalt Hermann Boll von 1909, in: Katalog: Grosse Berliner Kunstausstellung 1909, Werbung, Seite f, Digitalisat von der Uni Heidelberg und von 1914, in: Katalog der Großen Berliner Kunstausstellung 1914, Digitalisat der Uni Heidelberg.
- ↑ XXIX. (19.) Wanderversammlung des Deutschen Photographen-Vereins in Berlin. In: Photographische Chronik, Beiblatt zum Atelier des Photographen und zur Zeitschrift für Reproduktionstechnik, Organ des Photographischen Vereins zu Berlin, Nr. 68, 19. August 1900, S. 443, Digitalisat
- ↑ Siehe Werbe-Anzeige der Photographische Reproduktions- und Verlagsanstalt Hermann Boll von 1909, in: Katalog: Grosse Berliner Kunstausstellung 1909, Werbung, Seite f, Digitalisat von der Uni Heidelberg und von 1914, in: Katalog der Großen Berliner Kunstausstellung 1914, Digitalisat der Uni Heidelberg.
- ↑ Standesamt Charlottenburg I, Sterberegister Nr. 696/1922.
- ↑ Standesamt Charlottenburg I, Sterberegister Nr. 951/1916.
- ↑ Standesamt Berlin-Schöneberg, Einträge Nr. 4062 und 4062 vom 16. Dezember 1943 für Franz Boll und Otto Boll.
- ↑ Siehe die Ateliers mit den Nummern 515, 1396 und 1432. In: Datenbank „Berliner Fotografenateliers des 19. Jahrhunderts“, Menüpunkt „Ateliers“, Buchstabe „B“, HTW Berlin, FB 5 - SG Museumskunde, Berlin, (online)
- ↑ Berliner Kunst-Herold: wirtschaftliches Zentralorgan für bildende Künstler; offizielles Publikations-Organ des Verbandes Deutscher Illustratoren, der Bildhauer-Vereinigung von Mitgliedern des V.B.K. und der Ortsvereine der A.D.K., sowie der Freien Vereinigung der Graphiker, 3.1903, „Anzeigen“, (Digitalisat): „Maler-Atelier zum 1. April zu vermieten. Oberlicht, Nordlicht, nebst Wohnung v. 3 Zimmern etc., Preis pro Jahr 2000 Mk., Mohrenstr. 59, Hermann Boll“
- ↑ Julia Bärnighausen: DFG-Projekt „German Sales. Primary Market: Galeriepublikationen im deutschsprachigen Raum (1871-1949)“, Berlinische Galerie - Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur und Universitätsbibliothek Heidelberg (2023–2025), https://www.arthistoricum.net/themen/portale/german-sales/primary-market, Datum der Fertigstellung: 26. Juli 2024
- ↑ Der Berliner Kunstherold, 3.1903, Digitalisat: „Die Verlags- und Vermittelungs-Anstalt von Hermann Boll, welche Mai d. J. [d.h.: 1903] ins Leben gerufen wurde, hat bereits während der kurzen Dauer ihres Bestehens ganz ausserordentliche Erfolge zu verzeichnen und bewiesen, welche Vorteile eine solche Vermittelungsstelle den Künstlern, die sie benutzen, bringt. Es ist für Ende des Monats in den ausgedehnten Atelierräumen der Firma, Unter den Linden 16, eine Neu-Ausstellung von Originalen, von denen das Reproductionsrecht verwertet werden soll, geplant, und werden die Herren Künstler ersucht, recht ausgiebigen Gebrauch von dieser kostenlosen Vermittelung zu machen.“. Siehe auch: Technisches. In: Der Berliner Kunstherold, 3.1903, S. 100, Digitalisat: „Bekanntmachung. Reproduktions- und Verlags-Anstalt Hermann Boll. Die Verlags-Anstalt hatte die Genugtuung, in den letzten Wochen für 1200 Mark Reproduktionsrechte zu verkaufen. […]“
- ↑ Innungs- und Vereinsnachrichten. (…) Photographischer Verein zu Berlin. (Gegr. 1863.) Auf dem Felde der Ehre! In: Photographische Chronik und Allgemeine Photographen-Zeitung, hrsg. v. A. Miethe, Verlag von Wilhelm Knapp in Halle an der Saale, Nr. 71/72 aus 1916, 3. September 1916, Nachrichtenblatt für das Photographenhandwerk, v.23 1916, S. 287, Digitalisat
- ↑ Berliner Börsen-Zeitung, 26. Januar 1923, S. 8, Digitalisat Ganz ähnlich: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger, 31. Januar 1923, S. 13, Digitalisat
- ↑ Julia Bärnighausen: DFG-Projekt „German Sales. Primary Market: Galeriepublikationen im deutschsprachigen Raum (1871-1949)“, Berlinische Galerie - Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur und Universitätsbibliothek Heidelberg (2023–2025), https://www.arthistoricum.net/themen/portale/german-sales/primary-market, Datum der Fertigstellung: 26. Juli 2024
Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Im Vorwort dieser Veröffentlichung heißt es: „Die vorliegende Veroeffentlichung der Oelbilder und Aquarelle von Walter Gramatté verdankt ihre Entstehung eigentlich zwei grossen Foliantern mit Fotographien, die Sonia Gramatté im Jahre nach dem Tode ihres Mannes vom Fotografen Hermann Boll in Berlin herstellen ließ. ´Sie hatte meines Wissens diese zwei schweren Alben in doppelter Ausfertigung bestellt, von denen sie ein Paar den damaligen Goennern ihrer Kunst und Konzerte in Amerika, dem Ehepaar Max Adler in Chicago, als Zeichen ihrer Dankbarkeit gab, waehrend sie das zweite Paar fuer sich behielt. Ueber den Verbleib des Adlerischen Exemplars habe ich trotz mehrfacher Nachforschungen weder bei der Familie noch in amerikanischen Museumskreisen keine Spur finden koennen. Es ist durchaus moeglich, dass sie durch die gegenseitigen Missverstaendnisse, und die durch die politischen Verhaeltnisse der 1930er Jahre enstandene Entfremdung der beiden Teile untergegangen sind. Ich habe aber die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sie eines Tages doch noch irgendwo in Chicago oder in Kalifornien, wohin sich die einzelnen Mitglieder der Familie Adler zurueckgezogen hatten, auftauchen.“ In: Walter Gramatté. Bilder und Aquarelle, Winnipeg 1981.
- ↑ Übersicht über Luftalarme, öffentliche Luftwarnungen und Kurzalarme in Berlin, 1939–45, „152. Fla. 22.11. 19:30-21:12 1:42 Innenstadt bis Alexanderplatz als Schwerpunkt RAF, 670 Flugzeuge“; siehe Sven Felix Kellerhoff, Wieland Giebel (Hrsg.), Als die Tage zu Nächten wurden. Berliner Schicksale im Lufkrieg, 1. Auflage, Giebel-Verlag, Berlin, April 2003, ISBN 3-929829-12-6, S. 221, Quelle: Laurenz Demps, Jahrbuch des Märkischen Museums IV, Berlin 1978
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Boll, Hermann |
| ALTERNATIVNAMEN | Boll, Carl Hermann Joseph (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fotograf, Kunstverleger und Reproduktionsrechtehändler |
| GEBURTSDATUM | 13. August 1848 |
| GEBURTSORT | Ravensbrück |
| STERBEDATUM | 9. August 1922 |
| STERBEORT | Berlin |