Helfendorf

Helfendorf ist eine Gemarkung im oberbayerischen Landkreis München. Bis 30. April 1978 bestand die Gemeinde Helfendorf.
Helfendorf ist auch die umgangssprachliche gemeinsame Bezeichnung der benachbarten Orte Großhelfendorf, Kleinhelfendorf und Neuhelfendorf in der Gemeinde Aying (Landkreis München).
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Isinisca war Sitz einer römischen Straßenstation. Nach der sogenannten Vita Haimrami des Bischofs Arbeo von Freising – einer Lebensbeschreibung – soll hier der heilige Emmeram im Jahr 652 auf seinem Weg nach Rom getötet worden sein.
Der Ort Helfendorf wurde erstmals im Jahr 772 urkundlich erwähnt, als es als Helphindorf bezeichnet wurde. Dies geschah im Rahmen der Schenkung des Ortlaip an den Bischof von Freising. Spätere Nennungen erfolgen oft als Helffendorff. Bereits für 885 ist ein karolingischer Königshof im heutigen Großhelfendorf nachgewiesen.[1] Die Unterscheidung in Großhelfendorf und Kleinhelfendorf (mit der Pfarrkirche St. Emmeram) ist späteren Datums.
Im Jahr 1818 wurde die Gemeinde Helfendorf gegründet, die bis 1875 den Namen Großhelfendorf trug.[2] Am 1. Mai 1978 schlossen sich die Gemeinden Helfendorf und Peiß im Zuge der Gemeindegebietsreform zur neuen Gemeinde Aying zusammen.[3] Die Gemeinde Helfendorf umfasste 1970 folgende Orte:[4]
- Blindham
- Göggenhofen
- Graß
- Griesstätt
- Großhelfendorf
- Heimathshofen
- Kaltenbrunn
- Kaps
- Kleinhelfendorf
- Kleinkarolinenfeld
- Kreuzstraße (kam zu Valley im Landkreis Miesbach)
- Loibersdorf
- Oberschops
- Rauchenberg
- Trautshofen
- Unterschops
Aying bekam das Helfendorfer Wappen, das seit 1971 geführt wird.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Urkunden zur Dorfbildung - Helfendorf In: aying.de
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 425.
- ↑ Chronik Aying, Seite 89, Buchendorfer Verlag, 1992.
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 40 (Digitalisat).