Happy Today
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| Livealbum von Jeff Parker ETA IVtet | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
LP, CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
2 | |||
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44:26 | ||||
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Besetzung |
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Aufnahmeort(e) |
Lodge Room, Highland Park, Los Angeles | |||
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Happy Today ist ein Musikalbum des Jeff Parker ETA IVtet. Die am 20. August 2025 live im Lodge Room in Highland Park, Los Angeles, entstandenen Aufnahmen erschienen im Mai 2026 auf International Anthem in Kooperation mit Nonesuch Records.
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Zeitraum von acht Jahren trat Jeff Parker mit seinem ETA IVtet fast jeden Montag im ETA-Club in Los Angeles auf. Dort entstanden auch zwei frühere Alben des Gitarristen, die von der Kritik gelobten Mondays at the Enfield Tennis Academy (2022) und The Way Out of Easy (2024). Happy Today ist das dritte Live-Album seines ETA IVtet, das jedoch nicht mehr in der Cocktail-Bar, sondern in einem größeren Veranstaltungsort in Los Angeles eingespielt wurde. Parkers ETA IVtet bestand erneut aus Josh Johnson (Altsaxophon), Anna Butterss (Bass) und Jay Bellerose (Schlagzeug).
Zeitgleich mit dem Album erschien ein Film des Musikers und Video-Regisseurs Charlie Weinmann, der die Performance der Band für Happy Today ins Bild gesetzt hat.[1]
Titelliste
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jeff Parker ETA IVtet: Happy Today (International Anthem Recording Company IARC0109CD, Nonesuch 2-728712)[2]
A Like Swimwear 23:37
B Happy Today 20:49
Rezeption
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Seit Ende der 1990er-Jahre würde Parker – auf leise, aber beharrliche Weise – gängige Vorstellungen von Form, Funktion und Genre untergraben, meint A.D. Amorosi in JazzTimes. Damit habe dieser die Jazzgitarre völlig neu ausgerichtet: Er bereichere sie um atmosphärische Klänge, setze auf technologische Mittel und bleibe dabei stets improvisatorisch. Das Ergebnis seien Töne und Rhythmen, die eine fast schon greifbare, zutiefst menschliche Qualität besitzen. Ein Werk von Jeff Parker sei jedoch keineswegs ein abstraktes Gebilde; vielmehr sei es in seiner Präsenz absolut und zugleich von einer bemerkenswerten klanglichen Spontanität geprägt. Es möge wie ein Schatten dessen wirken, was einmal war – eine Tradition, die transformiert, neu aufgeladen oder dekonstruiert würde –, doch Parkers Gitarrenspiel und die Stimmung, die er gemeinsam mit seinen jeweiligen Musikpartnern erzeuge, seien schlichtweg fesselnd – ganz gleich, ob ein Stück nun wuchtig, glanzvoll oder beides zugleich sei. An seiner Musik wäre vielleicht nicht sofort offensichtlich, dass sie in den letzten zehn Jahren – seit seinem viel beachteten Umzug von Chicago, seiner langjährigen Heimat, nach Los Angeles – „zu einem befreienden, freudvollen Aufatmen“ geworden sei. Dort arbeite er mit Musikern zusammen, die diesen Geist des „Aufatmens“ teilen.[3]
„Groove-basierte Improvisationen, Songs, die je eine Vinylseite einnehmen, warm und dicht aufgenommen“, urteilte Jan Paersch in Jazz thing. Was Saxophonist Josh Johnson spiele, würde nach den Loops klingen, die Labelkollege Makaya McCraven bastele – nur dass hier alles unbearbeitet geblieben sei. Die Rhythmusgruppe mit Anna Butterss (Bass) und Jay Bellerose (Drums) „locked in wie nach Jahrzehnten im Proberaum“. Gitarrist Parker würde sensationell zurückhaltend seine Solos spielen. „Echos von LoFi-HipHop, obskuren Soul-Jazz-Platten, Downbeat Jams“; Jeff Parker sei auf dem Zenit seiner Kunst.[4]
Frank Sawatzki gab Happy Today im Musikexpress fünf von sechs Sternen: Zwei ausgedehnte, aber eher zurückgenommen instrumentierte Stücke würden der Band ausreichen, ihre Idee von Hypnose in den Raum und zum Publikum zu tragen, auf Analogband aufgezeichnet, mit einer Gesamtspielzeit von knapp 45 Minuten. „Like Swimwear“ und „Happy Today“ seien „Entwicklungsmusiken, die sich einen Solo-Start gönnen (Parkers Gitarre) und fortan mit jedem neu hinzutretenden Instrument Synergien, Verfeinerungen, Melodie-Muster und wechselnde Klangfelder erkunden“ – manchmal seien Letztere volatile Bestandsaufnahmen von kurzer Dauer. Und weil der Sound den Raum so gut einfange, „könnten diese Improvisationen uns auch auf Platte gehörig in den Bann ziehen“.[1]
Das Erste, was einem in den ersten Augenblicken von „Happy Today“ auffällt, sei die Weite des Raums, meint Dash Lewis (Pitchfork Media). Stark nach linksplatziert und von Raumklang umhüllt, hätten Jeff Parkers runde, resonante Gitarrenklänge einen so langen Ausklang, dass sie die Schnarrsaiten in Jay Belleroses kleiner Trommel zum Schwingen bringen würden. Wenn Anna Butterss ihren Kontrabass anschlage, „breitet sich der Klang aus wie Tinte, die auf Leinen verschüttet wurde“; beim Hören über Kopfhörer spüre man, wie er in den Schläfen vibriere, und er sei so schwer, dass man fast glauben könnte, auch der Boden hätte gebebt. Josh Johnson halte auf seinem Saxophon einen langen, goldenen Bordun, und wenn er davon eine Schleife aufnehme, sei es, als würde ein zweiter Josh Johnson den Stichwort aufgreifen und die Töne aus einer Entfernung von 10 Fuß verdoppeln. Drei Minuten nach Beginn von „Like Swimwear“, wenn das ETA IVtet seine volle Kraft entfalte, könnte man fast die Bühnenpositionen der Musiker und die Dimensionen des Veranstaltungsortes nachverfolgen, da die Reflexionen auf eine hohe Decke und einen beträchtlichen Abstand zwischen den Wänden hindeuten würden.[5]
Thom Jurek verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne (von fünf) und schrieb, der Auftritt im Lodge Room sei ein Fest gewesen, und das Quartett hätte den krönenden Abschluss eines Wochenendes voller fruchtbarer Aufnahmesessions gebildet, die für das erste Studioalbum der Gruppe gedacht waren. Als Parker sich die Bänder anhörte, die der Tontechniker und Mixer Bryce Gonzalez (mit einem maßgefertigten analogen Mischpult und einem Nagra-Stereo-Tonbandgerät) aufgenommen hatte, hätte er das Gefühl gehabt, dass das Konzert den kreativen Kern der Band besser zum Ausdruck brachte. Das Titelstück Happy Today würde an die Prozesse und improvisierten Entdeckungen anknüpfen, die auf den ersten beiden Alben zu hören waren. Doch diese Musik sei straffer, heller, fließender und voller Begeisterung. Sie strotze nur so vor Einfallsreichtum und Entdeckungslust, die mit Großzügigkeit und kreativer Offenheit präsentiert würden.[6]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jeff Parker ETA IVtet bei Discogs
- Happy Today von Jeff Parker ETA IVtet. In: Bandcamp. (englisch).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Frank Sawatzki: Jeff Parker & ETA IVtet – „HAPPY TODAY“: Montags-Ritual auf Vinyl. In: Musikexpress. 1. Oktober 2026, abgerufen am 21. Oktober 2026.
- ↑ Jeff Parker ETA IVtet – Happy Today. In: Discogs. Abgerufen am 21. Oktober 2026 (englisch).
- ↑ A.D. Amorosi: eff Parker on the ETA IVTet’s New Live Document(s), Happy Today. In: JazzTimes. 22. Mai 2026, abgerufen am 21. Oktober 2026 (englisch).
- ↑ Jan Paersch: Jeff Parker ETA IVtet: Happy Today. In: Jazz thing. 4. Juli 2026, abgerufen am 21. Oktober 2026.
- ↑ Dash Lewis: Happy Today – Jeff Parker / ETA IVtet. In: Pitchfork Media. 16. Mai 2026, abgerufen am 21. Oktober 2026 (englisch).
- ↑ Besprechung des Albums von Thom Jurek bei AllMusic (englisch). Abgerufen am 21. Oktober 2026.