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Hamilton Place

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Hamilton Place
Straße in Aberdeen
Blick entlang des westlichen Hamilton Place
Basisdaten
Ort  Aberdeen
Ortsteil 
Angelegt  1880er Jahre
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten 
Anschluss­straßen  Morningfield Road, Belvidere Crescent
Querstraßen  Whitehall Road, Fountainhall Road
Plätze 
Nummern­system 
Bauwerke 
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Individualverkehr
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge etwa 840 m

Hamilton Place ist eine innerstädtische Straße in der schottischen Stadt Aberdeen. Entlang des Straßenzuges befinden sich 32 denkmalgeschützte Objekte.

Die Straße ist benannte nach dem Mathematiker Robert Hamilton (1743–1829), der 1777 zum Professor für Naturphilosophie und später für Mathematik am Marischal College, einem der beiden Gründungsinstitutionen der University of Aberdeen, bestellt wurde. Das im Kirchhof der Kirk of St Nicholas befindliche, von John Smith gestaltete Grabmonument von Hamilton gilt als das größte Denkmal an einen Aberdeener Bürger.[1]

Unter anderem der Neubau des Hafens Aberdeen und die Etablierung des Granithandels waren für die wirtschaftliche Entwicklung Aberdeens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verantwortlich. Mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt ging eine Expansion um die historische Kernstadt, insbesondere nach Westen, einher.[2] Auf dem betreffenden Kartenblatt der Ordnance Survey aus dem Jahre 1871 ist die Straße noch nicht ersichtlich, wohingegen die nördlich parallel verlaufende Beechgrove Terrace bezeichnet als South Stockton Road bereits Bestand hatte.[3] Auf dem Kartenblatt von 1879 ist Hamilton Place bereits als unbebaute Straße verzeichnet. Sie war zu diesem Zeitpunkt von ihrem Ostende bis ein kurzes Stück jenseits der Fountainhall Road (bezeichnet als St Swithin Street) ausgebaut.[4] Vier Jahre später war bereits die projektierte Verlängerung inklusive der heute als Morningfield Road bezeichneten westlichen Fortführung verzeichnet. Des Weiteren sind nahe dem östlichen Abschluss von Hamilton Place sieben Häuser an dessen Nordseite und ein Doppelhaus an der Südseite markiert.[5] Der am Ostende zuführende Belvidere Crescent bestand zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Er wurde erst nach Abbruch des dort befindlichen Belvidere House gegen Ende des Jahrhunderts eingerichtet.[6]

Hamilton Place befindet sich im westlichen Aberdeener Stadtteil Midsocket. Im Osten beginnt der Hamilton Place als faktische Fortführung des Belvidere Crescent am der Kreuzung der Craigie Loanings. Ebenfalls mündet an der Kreuzung von Norden die dort endende Westfield Road ein. Es queren die Whitehall Road und die Fountainhall Road ehe der Hamilton Place an der Forest Road endet. Westlich der Forest Road ist er als Morningfield Drive fortgeführt. Über die gesamte Länge von etwa 840 Metern verläuft nördlich die Beechgrove Terrace parallel, die ab der Einmündung der Fountainhall Road unter dem Namen King’s Gate geführt ist. Von Süden münden die Hamilton Lane und der Blenheim Place ein.[7]

2 Hamilton Place

Bei dem Haus handelt es sich um das einzige Gebäude entlang des Hamilton Place, das sich östlich der Einmündung der Westfield Road befindet. Die zweigeschossige Villa ist aus lokalem Granit aufgemauert und im Scottish-Baronial-Stil ausgestaltet. Ihr Eingangsportal mit Oberlicht ist segmentbogig verdacht. Aus der linken Gebäudekanten tritt ein runder Eckturm mit schiefergedecktem Kegeldach heraus. Das Gebäude ist als Denkmal der Kategorie C klassifiziert.[8]

Die Villa 3 Hamilton Place nimmt das Eckgrundstück zwischen Hamilton Place und Craigie Loanings ein. Es handelt sich um eines von nur drei denkmalgeschützten Gebäudes auf der Südseite der Straße. Auf der Ordnance-Survey-Karte von 1883 war das Gebäude noch nicht verzeichnet.[5] Die zweigeschossige Granitvilla ist im Schottish Baronial Style ausgestaltet und als Kategorie-C-Bauwerk denkmalgeschützt. Oberhalb ihres Portals ist ein Kämpferfenster mit der Inschrift „3 Hamilton Lodge“ mit ornamentiertem Segmentbogen, der mit schlichtem Schlussstein ausgeführt ist, eingelassen. Es kragen ein Erker und ein Ecktürmchen aus. Die Giebel der Lukarnen sind von steinernen Lilien- beziehungsweise Distelornamenten bestanden. Der First des grauen Schieferdachs ist mit Bleiplatten eingedeckt.[9]

Rechts Nr. 4–6, links 8–10

Hausnummern 4–10

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Gegenüber von 3 Hamilton Place befindet sich die Villa 4–6 Hamilton Place, die als Denkmal der Kategorie C eingestuft ist. Es handelt sich um das Eckhaus zwischen Hamilton Place und Westfield Road. Die eingeschossige Villa ist aus grauen Granitquadern aufgemauert. Ihre südexponierte Hauptfassade ist drei Achsen weit. Das zentrale Portal sowie die darüber angeordnete Gaube sind leicht nach links versetzt, wodurch die Symmetrie schwach gebrochen ist. Das Holzportal ist mit Zahnschnitt ornamentiert und bekrönt. Aus den Kreuzgiebeln auf den äußeren Achsen treten Ausluchten heraus. Die ostexponierte Fassade entlang der Westfield Road ist asymmetrisch aufgebaut mit dem abschließenden Giebel des Hauptkörpers mit firstständigem Kamin, einer zentralen Dachgaube und einer Lukarne rechts. Ein weiteres Portal links ist mit Rundbogen mit Schlussstein und ornamentiertem Kämpferfenster ausgestaltet. Die Firste der grauen Schieferdächer sind mit Bleiplatten belegt.[10]

Die Doppelvilla mit der Hausnummer 8–10 ist bereits auf dem Kartenblatt von 1883 verzeichnet und zählt damit zu den frühesten Häusern am Hamilton Place.[5] Das Gebäude weist zahlreiche Ähnlichkeiten zu der Villa Nr. 4–6 auf, ist jedoch als Doppelhaus konzipiert. Ebenso ist es als Kategorie-C-Denkmal geschützt. Die Hauptfassade des eingeschossigen grauen Granitbaus ist vier Achsen weit. Kontrastierend sind Einfassungen mit fein gearbeitetem Granit in helleren Grautönen ornamentiert. Die Portale schließen ebenso wie die Fenster der leicht heraustretenden Kreuzgiebel und jene der Dachgauben oberhalb der Portale mit Tudorbögen. Aus den Kreuzgiebeln treten abgekantete Ausluchten heraus. Ihre Windbretter sind verzierend ornamentiert.[11]

14 Hamilton Place

Hausnummern 14 und 60

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Wie auch die rechts benachbarte Doppelvilla, ist auch die Villa Nr. 14 auf dem Kartenblatt von 1883 verzeichnet und gehört damit zu den frühesten Gebäude entlang des Hamilton Place.[5] Möglicherweise entwarf der lokale Architekt John Rust die zweigeschossige Villa, die als Denkmal der Kategorie C klassifiziert ist. Entlang der südexponierten Hauptfassade ist das Mauerwerk aus grauen Granitquadern gelegt, während für die übrigen Fassaden Granitbruch verwendet wurde. Das auskragende Ecktürmchen, die zweigeschossige, abgekantete Auslucht und der mit Stufengiebel ausgeführte zentrale Kreuzgiebel sind Motive des Scottish Baronial. Das tudorbogige Portal rechts ist von einem Giebel bekrönt.[12]

Bei Haus Nr. 60, der Eckvilla zwischen Hamilton Place und Whitehall Road, handelt es sich um die gespiegelte Ausführung von Haus Nr. 14, weshalb ebenfalls John Rust als Architekt angenommen wird und das Gebäude ebenfalls als Kategorie-C-Bauwerk klassifiziert ist.[13]

Die zum Haus Nr. 14 benachbarte Villa 20 Hamilton Place ist ebenfalls als Kategorie-C-Bauwerk geschützt. Das Mauerwerk der Hauptfassade des mit Motiven des Scottish Baronial ausgestaltete Villa ist aus Granitquadern gelegt, während entlang der übrigen Fassaden Granitbruch verwendet wurde. Das Portal an der asymmetrisch aufgebauten Hauptfassade ist segmentbogig bekrönt. Darüber ist eine blinde Wappenplatte eingesetzt. Links ist eine Auslucht über die gesamte Höhe geführt. Ihr polygonales Dach mit drei kleinen Gauben bildet den Abschluss des Kreuzgiebels. Schlichte Gesimse gliedern die Fassade horizontal. Das Dach ist mit grauen Schiefer eingedeckt und sein First mit Bleiplatten belegt. Der mit Gesims ornamentierte Kamin ist traufständig.[14]

32 Hamilton Place

Für den Entwurf der zweigeschossigen Villa Nr. 32 zeichnet der lokale Architekt George Coutts (um 1851–1924) verantwortlich.[15] 1885 hatte Coutts bereits zwei Wohngebäude in der Straße geplant.[16] Am 31. Mai 1886 wurden die Planungsunterlagen eingereicht und der Bau am 3. Juni bewilligt.[17] Bauherr war James Lorimer. Das Gebäude ist als Kategorie-C-Denkmal eingestuft.[2]

Das Mauerwerk der zweigeschossigen Villa ist aus grauen Granitquadern gelegt. Das Portal rechts an der Hauptfassade ist mit Kämpferfernster und Rundbogen mit ornamentiertem Schlussstein ausgeführt. Ein Gesims auf Höhe des gekehlten Traufgesimses bekrönt das am Zwerchhaus darüber eingelassene Fenster. Das quadratische Zwerchhaus mit gefasstem Rundfenster schließt mit einer geschwungenen Bleihaube, die in einer dekorativen Wetterfahne ausläuft. Links des Portals ist eine abgekantete Auslucht über beide Geschosse geführt. Das Sprossenfenster im schließenden Schweifgiebel ist schlicht bekrönt.[2]

Hausnummern 62–96

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Das Gebäudeensemble nimmt die komplette Nordseite des Hamilton Place zwischen Whitehall Road und Fountainhall Road ein. Einzig Hausnummer 98, das Eckhaus an der Fountainhall Road, ist ausgenommen. Außer den geraden Hausnummern umfasst es auch die Villen Nr. 63 und 79 auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Sämtliche Gebäude sind separat als Denkmäler der höchsten Kategorie A geschützt. Des Weiteren bilden sie zusammen ein Denkmalensemble der Kategorie A. Die meist als Doppelvillen ausgeführten Häusern teilen sich einen gemeinsamen Grundplan, der mit individuellen Variationen umgesetzt wurde. Planer war das örtliche Architekturbüro Pirie & Clyne. Der 1892 an Tuberkulose verstorbene John Bridgeford Pirie bewohnte das Haus 24 Hamilton Place. Ab 1885 wurden die Gebäude, meist durch John Morgan, ausgeführt.[18]

Blick von der Fountainhall Road entlang der Gebäudezeile

Die verwendeten Motive zeigen den Einfluss der klassizistischen Greek-Revival-Architektur des bedeutenden schottischen Architekten Alexander Thomson auf die Motivwelt Piries und Clynes auf. Prominent ist die Verwendung von Patera-Ornamenten, die sich möglicherweise auf die Sonnenblumen- oder Narzissenmotive des Ästhetizismus beziehen.[19]

Hausnummern 62, 62a und 62b

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Bei der Einzelvilla handelt es sich um das Eckhaus zwischen Hamilton Place und Whitehall Road. Sämtliche Villen haben die bossierte Hauptfassade gemein, die hier aus grauen Granitquadern gelegt ist. Die übrigen Fassaden sind aus Granitbruch aufgemauert. Links tritt eine abgekantete Auslucht heraus, die über beide Geschosse geführt ist. Analog dem rechts eingelassenen Fenster sind die drei Fenster der Auslucht mit stilisierten Pilasterkapitellen ornamentiert. Der flache Abschluss der Auslucht ist als Balkon ausgebaut. In den Giebel oberhalb ist ein Drillingsfenster von gedrungenen Pilastern flankiert. Er ist mit Paterae ornamentiert. Das aufsitzende Giebeldreieck ist mit Paterae und stilisierten Voluten und Blume ausgeführt. Als Eckhaus befindet sich das rundbogige Eingangsportal, dessen Einfassung ein stilisiertes Hufeisen darstellt, an der nordostexponierten Seitenfassade. Zwei Rundfenster flankieren das Portal. Die Fenster des Obergeschosses sind motivisch analog jenen der Hauptfassade ausgestaltet. Zwei Zierbänder gliedern die Fassade horizontal. Die Schieferdächer sind mit bleierner Firstdeckung ausgeführt.[19]

1898 bewohnte James Moir die Villa, der Rektor einer Sekundarschule war.[20]

Die gegenüber des Haus Nummer 62 stehende Eckvilla 63 Hamilton Place ist als Kategorie-B-Denkmal geschützt. Im Vergleich ist sie deutlich schlichter ausgeführt. So fehlen die Patarae- und Pilasterornamente. Das Hauptportal links an der Hauptfassade ist fein gefasst. Oberhalb der Auslucht ist ein weites Rundbogenfenster eingelassen. Der Giebel darüber ist schlicht ausgeführt. An der rechten Gebäudekante kragt eine Ecktourelle aus, deren Kegeldach im Fischschuppenmuster eingedeckt ist.[21]

1898 bewohnte George M. Thomson das Gebäude.[20]

Hausnummern 64–66

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Die aus rosafarbenen Granitquadern aufgemauerte Doppelvilla entspricht zu weiten Teilen der Dopplung der zuvor beschriebenen Einzelvilla. Beide Gebäude teilen sich einen zentral angeordneten Kamin, verfügen jedoch jeweils über einen weiteren Kamin an den Flanken. Die tierferliegenden Portale sind über rundbogige Durchgänge mit Hufeisenstilisierung zugänglich. Die darüber eingesetzten Fenster ind mit Voluten und Paterae ornamentiert.[22]

Hausnummern 68–70

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Das Mauerwerk der nebenliegenden Doppelvilla besteht aus rotem Granit. Ungleich der zuvor beschriebenen Doppelvilla sind die Durchgänge nicht rundbogig ausgeführt, die Ausluchten jedoch gerundet. Stilisierte Kapitelle ornamentierten die Fenster des Obergeschosses. Es existiert keine gemeinsamer Zentralkamin. Neben den giebelständigen Kaminen sind die schlichter und flacher ausgeführten Giebel oberhalb der Ausluchten mit Einzelkaminen bestanden.[23]

Die Villa Nr. 72 ist schlichter ausgeführt als die übrigen Gebäude des Ensembles. Dies kann darin begründet liegen, dass am Standort ursprünglich einen Querstraße geplant war, die dann zugunsten des Gebäudes verworfen wurde. Die schlichtere Ausführung könnte den Geschmack oder das Baubudget des Bauherrn R. W. Bain widerspiegeln. Die zweigeschossige Einzelvilla ist aus bossierten, grauen Granitquadern aufgemauert. Das zentrale Portal ist mit Oberlicht ausgeführt. Links tritt eine gerundete, eingeschossige Auslucht aus der Fassade heraus. Ein schlichtes Fenstergesims sowie als Zierband fortgeführte stilisierte, gekehlte Kapitelle gliedern die Fassade horizontal. Das abschließende Satteldach ist flach geneigt. Ein Paar gusseiserner Lampen auf schlichten Plinthen flankiert das Portal.[24]

Hausnummern 74–76

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Diese Doppelvilla entspricht mit Ausnahme von Details der Gestaltung der Doppelvilla 68–70.[25]

Hausnummern 78–84

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Die folgenden Doppelvillen 78–80 und 82–84 sind bis auf Details analog aufgebaut. Ihre Eingangsportale sind mit Rundbögen mit Schlusssteinen als stilisierte Hufeisen ornamentiert. Die Hufeisenstilisierung wird an den Einfassungen der Fenster im Erdgeschoss aufgegriffen. Diese schließen mit schlichten Gesimsen. Ungleich der an den vorigen Villen eingesetzten Ausluchten sind die vorliegenden Doppelvillen mit Erkern ausgeführt, die auf stilisierten, ornamentierten Füßen ruhen. Die Fenster der aufwendiger ausgestalteten Doppelvilla 82–84 sind mit stilisierten ionischen Kapitellen ornamentiert. Ihr Giebel ist mit Muschelmotiven und Akroterien ausgeführt.[26][27]

Die Gestaltung der auf der gegenüberliegenden Straßenseite an der Einmündung des Blenheim Place in den Hamilton Place liegende Einzelvilla 79 weist Parallelen zur Villa 63 auf. Hierzu zählen unter anderem die abgekantete Auslucht und der gerundete Eckerker mit Kegeldach. Im Unterschied ist oberhalb des Portals nur ein einzelnes Fenster eingelassen und links ein kleiner Vierpass. Das Mauerwerk besteht aus grauen Granitquadern.[28]

Hausnummern 86–88

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Die Doppelvilla 86–88 weist Parallelen zur Gestaltung der Doppelvilla 68–70 auf. Wesentliche Unterschiede sind die Ornamentierung des Gesims mit Patarae, das Blütenornament im Giebel, der im Unterschied nicht mit Kamin ausgeführt ist.[29]

Hausnummern 90–96

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Die benachbarten Doppelvillen 90–92 und 94–96 weisen zahlreiche gemeinsame Merkmale auf. Gebäude 90–92 ist aus roten Granitquadern aufgemauert und analog der Doppelvilla 78–80 mit abgekanteten Erkern mit stilisierten, ornamentierten Füßen und kleinen Rundfestern oberhalb ausgeführt. Miniaturisierte Säulen ornamentieren die Portale, während die flankierenden, länglichen Fenster mit stilisierten Schlusssteinen ausgeführt sind. Beide Gebäude teilen sich einen mittig angeordneten Kamin. Die blinden Lukarnen auf den inneren Achsen sind mit Blumenreliefen ornamentiert. Die Volutengiebel auf den äußeren Achsen sind mit Gesimsen ausgeführt.[30]

Die benachbarte Doppelvilla 94–96 ist weitgehend analog, jedoch mit eingeschossigen, gerundeten Ausluchten anstelle der Erker ausgeführt.[31]

Das Eckhaus an der Kreuzung zwischen dem Hamilton Place und der Fountainhall Road weist Parallelen zur Einzelvilla 79 auf. Oberhalb der Auslucht ist jedoch kein Rundbogen- sondern ein längliches Fenster eingelassen. Das Fenster oberhalb des Portals ist signifikant weiter und mit Patarae ornamentiert. Der Runderker ist außerdem als Eckturm ausgeführt. In die deutlich detailliertere Seitenfassaden sind mehrere Fenster eingelassen und sie ist mit zwei Giebeln ausgeführt.[32]

Grenzmauer des Bowling Greens

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Mitte der 1880er Jahre wurde neben der Villa 79 ein Bowls-Platz eingerichtet. Dessen Grenzmauern sind als Kategorie-B-Bauwerke denkmalgeschützt. Es handelt sich um eine flache Mauer aus einer Lage rötlicher Granitquader, deren Zwischenräume grauem Granit kontrastierend ornamentiert sind. Die Mauer schließt mit einer gerundeten Kappe. Auf dieser gründet ein gusseiserner Zaun, der mit blumenartigen Patarae schließt. Mittig führt ein zweiflügliges Tor zu einer kurzen, zum Platz führenden Treppe. Der Zaun schießt zu beiden Seiten mit Pfeilern aus grauem und rötlichem Granit, der mit einer aufsitzenden Volute schließt.[33]

Einzelnachweise

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  1. Hamilton Place, in: John M. Corall: Aberdeen Streets, S. 10.
  2. 1 2 3 Listed Building – 32 HAMILTON PLACE, INCLUDING BOUNDARY WALLS. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  3. Kartenblatt der OS-Karte 1871
  4. Kartenblatt der OS-Karte 1879
  5. 1 2 3 4 Kartenblatt der OS-Karte 1883
  6. Eintrag zu Aberdeen, Rosemount, Belvidere House auf trove.scot, der Datenbank von Historic Environment Scotland (englisch)
  7. Karte der Ordnance Survey
  8. Listed Building – 2 HAMILTON PLACE, AT CRAIGIE LOANINGS AND WESTFIELD ROAD, INCLUDING GATEPIERS AND BOUNDARY WALLS. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  9. Listed Building – 3 Hamilton Place, Hamilton Lodge, Including Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  10. Listed Building – 4 And 6 Hamilton Place At Westfield Road, Including Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  11. Listed Building – 8 And 10 Hamilton Place, Including Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  12. Listed Building – 14 Hamilton Place, Including Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  13. Listed Building – 60 Hamilton Place, Including Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  14. Listed Building – 20 Hamilton Place, Including Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  15. George Coutts im Dictionary of Scottish Architects
  16. Two houses, Hamilton Place im Dictionary of Scottish Architects.
  17. Dwelling house, Hamilton Place im Dictionary of Scottish Architects.
  18. Pirie & Clyne, Dictionary of Scottish Architects
  19. 1 2 Listed Building – 62, 62a And 62b Hamilton Place At Whitehall Road, Including Gatepiers And Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  20. 1 2 James Johnstone (Hrsg.): Fasti Academiae Mariscallanae Aberdonensis, Band 3, Aberdeen University Press, Aberdeen, 1898, S. 12.
  21. Listed Building – 63 Hamilton Place At Whitehall Road, Including Gates, Gatepiers And Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  22. Listed Building – 64, 64a, 66, 66a And 66b Hamilton Place, Including Gatepiers And Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  23. Listed Building – 68, 68a And 70 Hamilton Place, Including Gatepiers And Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  24. Listed Building – 72 Hamilton Place, Including Gatepiers, Boundary Walls And Provosts Lamps. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  25. Listed Building – 74 And 76 Hamilton Place, Including Gatepiers And Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  26. Listed Building – 78 And 80 Hamilton Place, Including Gatepiers And Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  27. Listed Building – 82, 82a And 84 Hamilton Place, Including Gatepiers And Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  28. Listed Building – 79 Hamilton Place At Blenheim Place, Including Gates, Gatepiers And Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  29. Listed Building – 86, 86a, 88 And 88a Hamilton Place, Including Gatepiers And Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  30. Listed Building – 90 And 92 Hamilton Place, Including Gatepiers And Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  31. Listed Building – 94, 94a And 96 Hamilton Place, Including Gatepiers And Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  32. Listed Building – 98 Hamilton Place At Fountainhall Road, Including Gatepiers And Boundary Walls. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
  33. Listed Building – Whitehall Bowling Green Walls Facing Hamilton Place, Including Flanking Piers, Railings, Gates And Steps, Excluding Boundary Walls Returning To Southeast And Southwest, Hamilton Place, Aberdeen. In: Historic Environment Scotland. (englisch).
Commons: Hamilton Place – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 57° 8′ 49″ N,  7′ 45,5″ W