HTL Mödling
| Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt Mödling | ||
|---|---|---|
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| Schulform | Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalten | |
| Schulnummer | 317437 | |
| Gründung | 1919[1] | |
| Adresse | Technikerstr. 1–5 A-2340 Mödling | |
| Ort | Mödling | |
| Bundesland | Niederösterreich | |
| Staat | Österreich | |
| Koordinaten | 48° 4′ 24″ N, 16° 17′ 21″ O | |
| Träger | Republik Österreich | |
| Schüler | etwa 3200[2] | |
| Lehrkräfte | etwa 400[2] | |
| Leitung | Katharina Übl-Zelenka[3] | |
| Website | www.htl.moedling.at | |
| Akademie- bzw. Schulleiter | Beginn | Ende |
|---|---|---|
| FML Artur Horeczky | 1904 | 1907 |
| FML Georg Ritter von Dormus | 1907 | 1911 |
| FML Georg Hefelle | 1911 | 1914 |
| FML Carl Ritter von Wessely | 1914 | 1915 |
| FML Oskar von Heimerich | 1915 | 1918 |
| Alois Scholz | 1918 | 1919 |
| Karl Eduard Allitsch | 1919 | 1935 |
| Josef Pekarek | 1935 | 1938 |
| Ferdinand Rieger | 1938 | 1945 |
| Ernst Junk | 1945 | 1947 |
| Franz Schrangl | 1947 | 1952 |
| Josef Aschenbrenner | 1952 | 1956 |
| Robert Nebosis | 1956 | 1965 |
| Hans Kraichich | 1965 | 1971 |
| Josef Pongratz | 1971 | 1972 |
| Friedrich Niklas | 1972 | 1979 |
| Alfred Gratzl | 1979 | 2000 |
| Hartmut Kranlich | 2000 | 2007 |
| Peter Cernov | 2007 | 2010 |
| Harald Hrdlicka | 2010 | 2019 |
| Hannes Sauerzopf | 2019 | 2025[6] |
| Wolfgang Kern[2] | 2025 | 2025 |
| Katharina Übl-Zelenka[3] | 2025 | heute |
Die HTL Mödling heute
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Heute gilt die HTL Mödling mit etwa 3.500 Schülern als größte Schule Österreichs. Unterrichtet werden sie von 411 Lehrkräften (Stand Schuljahr 2018/19).
- HTL Mödling von Süden gesehen
- HTL Mödling von Nordwesten gesehen
- Front der HTL Mödling
- Blick auf die Elektronik-Abteilung
Abteilungen der HTL Mödling
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Den Schülern stehen insgesamt 10 höhere Abteilungen (5-jährig) mit 11 verschiedenen Ausbildungsschwerpunkten, 7 Fachschulen (4-jährig) sowie 7 Kollegs (2-jährig) zur Wahl, welche in 10 administrative Einheiten gegliedert sind:[7]
- Höhere Abteilung für Elektronik und Technische Informatik mit Aufspaltung in die Ausbildungszweige „Telekommunikation“ sowie „Technische Informatik“ nach der 3. Klasse
- Die Ausbildungsschwerpunkte der höheren Abteilung für Elektronik wurden zuerst im Rahmen der Ausbildung der höheren Abteilung für Elektrotechnik behandelt. Auf Grund der steigenden Nachfrage nach Elektronikern in den 60er Jahren, wurde 1967 die Abteilung „Hochfrequenz- und Nachrichtentechnik“ gegründet, welche später in „Elektrische Nachrichtentechnik und Elektronik“ umbenannt wurde.
- Die Ausbildungszweige „Telekommunikation“ sowie „Technische Informatik“ werden in dieser Art nicht mehr weitergeführt. Die 3. Klasse des Schuljahres 2019/20 ist somit die erste Klasse die ohne Aufspaltung in der Spezifizierung „Technische Informatik“ unterrichtet wird.
- Fachschule für Elektronik
- Die Fachschule für Elektronik existiert seit 1976.
- Kolleg/Aufbaulehrgang für Informationstechnologie und Elektronik
- Das Kolleg für Informationstechnologie war das zweite Kolleg an der HTL Mödling und wurde im Schuljahr 2000/2001 gegründet.
- Höhere Abteilung für Elektrotechnik, welche mit der Reife- und Diplomprüfung endet. Neben der klassischen Elektrotechnik werden auch die Ausbildungsschwerpunkte Erneuerbare Energien und Robotik behandelt.
- Fachschule für Elektrotechnik, endet mit einer Abschlussprüfung (vergleichbar mit einem Lehrabschluss). Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt dabei eher auf der praktischen Anwendung des Fachwissens.
Maschinenbau Fahrzeugtechnik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Abteilung für Fahrzeugtechnik wurde 1933 als „Höhere Abteilung für Automobilbau“ gegründet und war ursprünglich Teil des Maschinenbaus. Aufgrund von Platzmangel im Hauptgebäude wurde der theoretische Unterricht im Jahr 2004 in das Gebäude 22 verlegt, eine ehemalige Holzwerkstätte in unmittelbarer Nähe zu den Werkstätten. Unter der Leitung des damaligen Abteilungsvorstands Michael Diglio wurde das Gebäude zu einem Theoriegebäude für die Fahrzeugtechnik umgebaut.
Die Ausbildung erfolgt in Form einer fünfjährigen höheren Abteilung sowie einer vierjährigen Fachschule. Die höhere Abteilung schließt mit der Reife- und Diplomprüfung ab, die Fachschule mit einer Abschlussprüfung. Zu den zentralen Unterrichtsgebieten zählen unter anderem Konstruktionsübungen und Projektmanagement, Fahrzeug- und Antriebstechnik, Technische Mechanik sowie Werkstättenunterricht.
Inhaltliche Schwerpunkte liegen auf verschiedenen Antriebskonzepten sowie auf Themen der zukünftigen Mobilität, insbesondere autonomem Fahren, Klimaschutz und nachhaltigen Technologien im Fahrzeugbereich.
Der Abteilung stehen verschiedene technische Einrichtungen zur Verfügung, darunter ein Windkanal, Motorprüfstände sowie Werkstätten für Motor- und Fahrwerksbau. Ergänzt wird die Ausstattung durch eine E-Mobilitätswerkstätte, eine Lackiererei, eine Karosseriebauwerkstatt und ein Elektrolabor.
Die Abteilung unterhält zahlreiche Partnerschaften und Kooperationen mit Unternehmen aus der Wirtschaft.
- Höhere Abteilung für Holztechnik
- Fachschule für Holztechnik, seit dem Schuljahr 2024/25[8]
- Kolleg für Holztechnik. Das Kolleg für Holztechnik existiert seit dem Schuljahr 1999/2000.
Innenarchitektur Raum- und Objektgestaltung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Höhere Abteilung für Innenarchitektur Raum- und Objektgestaltung
- Fachschule für Tischlereitechnik
- Kolleg für Innenarchitektur
Maschinenbau Anlagentechnik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Höhere Abteilung für Maschinen- und Anlagentechnik
- Fachschule für Maschinen- und Anlagentechnik
- Kolleg für Energieplanung, Gebäude- und Kältetechnik
- Höhere Abteilung für Mechatronik-Präzisionstechnik (bis Ende Schuljahr 2016/17, dann Höhere Abteilung für Mechatronik)
- Fachschule für Mechatronik
- Die Fachschule für Feinwerktechnik wurde 1972 eingeführt.

- Höhere Abteilung für Wirtschaftsingenieurwesen
- Die Höhere Abteilung für Wirtschaftsingenieurwesen wurde 1971 als „Abteilung für Betriebstechnik“ eingeführt. Im Jahr 1992 erhielt sie ihren heutigen Namen.
Bautechnik Hochbau – Tiefbau
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Höhere Abteilung für Tiefbau
- Höhere Abteilung für Hochbau
Die höhere Abteilung für Hochbau und die höhere Abteilung für Tiefbau gehören zu den ältesten Abteilungen der HTL Mödling. Sie existieren seit der Gründung der Deutsch-österreichischen Technisch-gewerblichen Staatslehranstalt im Jahr 1919.[9]
Die Abteilung Bautechnik ist die größte Abteilung der HTL-Mödling.
- Fachschule für Bautechnik mit Betriebspraktikum
- Kolleg für Hochbau
Bautechnik – Umwelttechnik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Höhere Abteilung für Bautechnik Umwelttechnik (seit 2008)
- Kolleg: Bautechnik Umwelttechnik
Versuchsanstalten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Versuchsanstalt für Bautechnik, Baustoffe und Straßenbau[10]
- Versuchsanstalt für Holzindustrie
Schülerheim
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schon seit der Gründung der Deutsch-österreichischen Technisch-gewerblichen Staatslehranstalt im Jahr 1919 gibt es ein Schülerheim. Ursprünglich im 3. Stockwerk des Hauptgebäudes untergebracht, musste es während der sowjetischen Besatzung zwischen 1951 und 1955 auf mehrere Standorte in ganz Mödling aufgeteilt werden. Heute befindet es sich wieder auf dem Areal der HTL Mödling und ist auf 4 verschiedene Gebäude aufgeteilt:
- A-Haus: 1. bis 4. Jahrgang nur Burschen
- B-Haus: 1. bis 5. Jahrgang nur Mädchen
- C-Haus: Momentaner Abriss
- Gebäude 4 (ehem. Mädchenheim): 5. Jahrgang und Kollegschüler
Schulzeitung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Auftrag der HTL Mödling erscheint jährlich die NÖN-HTL Mödling, eine Sonderproduktion der Niederösterreichischen Nachrichten. Mit einer Auflagenzahl von 70.000 Stück dient sie als Jahresbericht und liefert einen Überblick über die HTL Mödling, ihrer Abteilungen und deren Projekte.
Zusätzlich existiert seit 2006 die ebenfalls jährlich erscheinende Schülerzeitung Breitseiten (Auflagenzahl 1350), die bereits durch den 2. Platz des NÖ Schulzeitungswettbewerbes ausgezeichnet wurde.
Schulveranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schon von Beginn an wurde das Gelände der HTL Mödling immer wieder für Großveranstaltungen genutzt, wie etwa der 5. Niederösterreichischen Landesausstellung 1929, der Landestagung der Vaterländischen Front am 28. April 1935 (25.000–30.000 Teilnehmer) oder der Fahnen- und Flugzeugweihe am 7. Juni 1937.
Da der VfB Mödling den Sportplatz der HTL Mödling bis 1923 als Austragungsort von Meisterschaftsspielen benutzte, konnte am 17. August 1919 der SK Rapid Wien als Gegner empfangen werden, wobei die Heimmannschaft jedoch 0:1 verlor.
Von 1985 bis 2012 fand jährlich ein Schulball in der HTL Mödling statt. Davor wurden auf Grund von Platzmangel andere Festsäle, wie der Brauhof in Mödling, verwendet. Seit dem Schuljahr 2012/2013 findet nur mehr ein Mödlingerschulball mit anderen Schulen von Mödling mit organisiert in der Event Pyramide Vösendorf statt.
Am Ende des Schuljahres findet das HTL-Sommernachtsfest auf dem Sportplatz statt.
Im 2. und 3. Jahrgang ist für jede Klasse ein einwöchiger Schulskikurs vorgesehen, welcher in einem der zahlreichen Skigebieten Österreichs, oder in der polnischen Stadt Zakopane (erstmals im Schuljahr 1991/1992) stattfindet.
Zusätzlich war die HTL Mödling Ausstrahlungsort der Sendung Wer A sagt.
Bekannte Projekte
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- Planung und Bau der Brücke Lindenweg in Wr. Neudorf (Diplomarbeit der Abteilung Tiefbau 2004)
- Beleuchtung des Husarentempels durch Solarenergie in Kooperation mit Wien Strom
- Bau eines Generationenhauses[11] im Auftrag der Caritas Burgenland in Wetschehausen, Rumänien
- Planung einer Brücke in der bayerischen Stadt Rötz im Rahmen eines internationalen Projektes im Jahr 2011[12]
- Bau eines buddhistischen Chörten im Druk-Yul-Park in Wien-Liesing, zusammen mit der Österreichischen Bhutan Gesellschaft (2010)
Personen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bekannte Lehrer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Paul Katzberger, Architekt
- Franz Kaulfersch, Maler und Grafiker
- Walter Till, Koptologe
Bekannte Absolventen und Schüler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Andreas Babler (ohne Maturaabschluss) – Politiker (SPÖ)
- Ivona Brandic – Wirtschaftsinformatikerin
- Bernhard Dworak (Maschinenbau, Matura 1968) – Politiker (ÖVP)
- Thomas Elian (Elektrotechnik, Matura 2009) – Politiker (ÖVP)
- Helmut A. Gansterer (Kraftfahrzeugtechnik) – Journalist
- Otto Grim (Matura 1929) – Schiffbauingenieur
- Gerhard Hanappi (Matura 1947) – Fußballspieler und Architekt
- Gery Keszler (Feinmechanik, 1977–1982) – Visagist, Manager und Organisator von „Life Ball“
- Peter Minich – Opernsänger
- Otto Nemenz (Feinmechanik) – Kameramann
- Gustav Peichl (Hochbau, 1943–1944, Ausbildung in Linz abgeschlossen) – Architekt und Karikaturist „Ironimus“
- Michaela Polleres (Innenarchitektur) – Judoka
- Astrid Rompolt – Kommunalpolitikerin (SPÖ)
- Willi Sohm – Kameramann
- Erich Spindelegger – Politiker (ÖVP)
- Hannes Weninger (Matura 1980) – Politiker (SPÖ)
- Hannspeter Winter – Physiker
- Alfred Worm (Tiefbau, 1959–1964) – Journalist, Buchautor und Universitätslehrer
- Alexander Wurz (Ausbildung nicht abgeschlossen) – Formel-1-Fahrer
Für Absolventen der k.u.k. Technische Militärakademie, siehe die dortige Liste von Absolventen.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website der HTL Mödling
- Alte Ansichten der HTL ( vom 7. Februar 2016 im Internet Archive)
- CampusM
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 HTL Mödling feiert 100-Jahr-Jubiläum. In: orf.at. 25. Mai 2019, abgerufen am 29. Februar 2020.
- 1 2 3 Lehrerhauptversammlung 2025. HTL Mödling, 4. September 2025, abgerufen am 14. September 2025.
- 1 2 Christoph Dworak: Neue Ära in der HTL Mödling hat begonnen. In: noen.at. 3. November 2025, abgerufen am 3. November 2025.
- 1 2 3 HTL Mödling: Die Geschichte der HTL Mödling. In: htl.moedling.at. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 29. Februar 2020; abgerufen am 29. Februar 2020.
- ↑ Katharina Kniefacz, Herbert Posch: Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938. Heinrich Maier. In: Universität Wien. 11. Januar 2017, abgerufen am 29. Februar 2020.
- ↑ Christoph Dworak: HTL Mödling-Schulleiter zieht sich aus allen Funktionen zurück. In: noen.at. 24. März 2025, abgerufen am 24. März 2025.
- ↑ Standorte: Berufsbildende Schulen. In: berufsbildendeschulen.at. Ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 29. Februar 2020. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
- ↑ Martina Nöstler: EUDR, Ausbildung und Hoffnung. In: holzkurier.com. 17. Oktober 2023, abgerufen am 13. Oktober 2024.
- ↑ Ortsnachrichten – Mödling. In: Der Bote aus dem Waldviertel, 27. September 1919, S. 8 (online bei ANNO).
- ↑ HTL Mödling: Versuchsanstalten. In: htl.moedling.at. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 29. Februar 2020; abgerufen am 29. Februar 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Zentrum für Generationen in Wetschehaus. In: orf.at. 13. Dezember 2010, abgerufen am 29. Februar 2020.
- ↑ HTL Mödling: Brücke Rötz 2011. In: htl.moedling.at. 23. Oktober 2011, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 29. Februar 2020; abgerufen am 29. Februar 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.




