In der Fachliteratur werden die Lokomotiven dieser Reihe gelegentlich – in Anlehnung an das Reihenschema der kkStB und BBÖ – als Reihe K geführt. Sie wurden zwar nachweislich mit dieser Reihenbezeichnung bestellt, es ist aber nicht dokumentiert, dass sie diese im Betrieb geführt hatten.
Nach Übernahme der Strecke durch die italienischen Staatsbahnen Ferrovie dello Stato Italiane (FS) erhielten die Lokomotiven die neue Reihenbezeichnung R.410.
Die Lokomotiven dieser Baureihe wurden von 1916 vom k.k. Eisenbahnministerium als Baureihe K bei der Lokomotivfabrik Krauss & Comp. Linz bestellt.
Noch im gleichen Jahr der Bestellung wurden die Lokomotiven abgeliefert, allerdings an die Österreichisch-ungarische Armee. Sie wurden von dieser mit den Betriebsnummern 4151–4157 unter der Kriegskategorie IVc registriert.
Zwei der Lokomotiven gelangten im Jahr 1941 nach Split in Kroatien. Ob sie auf der dortigen Schmalspurbahn nach Sinj oder am bosnischen Schmalspurnetz Verwendung finden sollten oder eingesetzt wurden, ist ungeklärt. Beide Lokomotiven wurden von den FS im Jahr 1949 ausgemustert.
Nach ihrer Außerdienststellung im Zuge der Stilllegung der Grödner Bahn im Jahr 1960 wurde der Großteil der restlichen Maschinen verschrottet. Lediglich die R.410.004 blieb erhalten. Sie ist heute in Sankt Ulrich in Gröden als Denkmal aufgestellt.
Die Lokomotiven dieser Baureihe wiesen die Achsfolge D auf, die eine geringe Achslast ermöglichte. Sie waren mit zwei Außenzylindern sowie mit Heusinger-Steuerung versehen. Der Dampfdruck betrug 13 bar. Die Lokomotiven waren mit einer Hardy-Vakuumbremse ausgestattet.
Giancarlo Modesti, L’ultima RG alla R 410 004, in Tutto treno & storia 18, Nr. 83, November 2008, S. 24–25.
Aldo Riccardi, Val Gardena e le sue R410 (prima parte) e La Chiusa Plan e le sue piccole R410 (seconda parte), in Tutto Treno, Nr. 186, Mai 2005, S. 18–26 und Nr. 187, Juni 2005, S. 22–27.