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Große Gusen

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Große Gusen
Große Gusen nahe Engerwitzdorf

Große Gusen nahe Engerwitzdorf

Daten
Lage Mühlviertel, Oberösterreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Gusen Donau Schwarzes Meer
Ursprung Zusammenfluss mehrerer Bäche bei Reichenau im Mühlkreis
48° 27′ 9″ N, 14° 21′ 8″ O
Quellhöhe ca. 650 m ü. A.[1]
Zusammenfluss bei Breitenbruck (Gemeinde Katsdorf) mit der Kleinen Gusen zur GusenKoordinaten: 48° 19′ 39″ N, 14° 28′ 38″ O
48° 19′ 39″ N, 14° 28′ 38″ O
Mündungshöhe ca. 280 m ü. A.[1]
Höhenunterschied ca. 370 m
Sohlgefälle ca. 17 
Länge 22,3 km[1]
Abfluss am Pegel Engerwitzdorf[2]
AEo: 106,7 km²
Lage: 2,25 km oberhalb der Mündung
NNQ (15.07.1994)
MNQ 1981–2011
MQ 1981–2011
Mq 1981–2011
MHQ 1981–2011
HHQ (13.08.2002)
1 l/s
140 l/s
1,07 m³/s
10 l/(s km²)
20,3 m³/s
57,6 m³/s
Rechte Nebenflüsse Steinbach, Mirellenbach
Kleinstädte Gallneukirchen

Die Große Gusen ist einer der beiden Quellflüsse der Gusen, einem linken Nebenfluss der Donau im Mühlviertel (Oberösterreich). Sie ist 22,3 km lang, zusammen mit der Gusen kommt sie auf eine Länge von 39,8 km.[1]

Die Große Gusen wird durch die Vereinigung des Rohrbaches, des Hofmühlbaches und des Grasbaches südöstlich des Ortszentrums von Reichenau im Mühlkreis gebildet:

  • Der Rohrbach entspringt bei der Ortschaft Schild im Gemeindegebiet von Schenkenfelden.
  • Die Quelle des Hofmühlbaches (Schlossbaches) liegt östlich der Siedlung Eckartsbrunn in der Gemeinde Hellmonsödt.
  • Der Grasbach entspringt im Grenzgebiet der Gemeinden Ottenschlag im Mühlkreis und Schenkenfelden und markiert etwa 1,5 km lang den Grenzverlauf zwischen diesen beiden Gemeinden.

Die Große Gusen durchfließt in süd- bis südöstlicher Richtung die Gemeindegebiete von Haibach im Mühlkreis und Alberndorf in der Riedmark sowie die Stadt Gallneukirchen und die Gemeinde Engerwitzdorf im Gallneukirchner Becken. Hier vereinigt sich die Große Gusen mit der Kleinen Gusen und heißt fortan nur noch Gusen. Wenige Kilometer nach St. Georgen an der Gusen mündet der Fluss unterhalb des Donaukraftwerkes Abwinden-Asten in die Donau.

Die Bezeichnung Gusen ist wahrscheinlich germanischer Herkunft und geht auf die indogermanische Wurzel „gheus-/ghus-“ („gießen“) zurück, zumal im Mühlviertel weitere Gewässernamen wie Mühl, Rodl und Visnitz[3] auf eine frühe Anwesenheit der Germanen verweisen.[4]

Die Große Gusen weist durchgehend Gewässergüteklasse II auf (Stand 2007).[5]

  • Kleine Gusen, Große Gusen und Gusen Untersuchung zur Gewässergüte Stand 1992–1995 (= Amt der Oö. Landesregierung (Hrsg.): Gewässerschutz Bericht 13). 1996 (zobodat.at [PDF]).
  • Wehrkataster der Gusen und ihrer Zuflüsse (= Amt der Oö. Landesregierung (Hrsg.): Gewässerschutz Bericht 25). 2001 (zobodat.at [PDF]).
Commons: Große Gusen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Digitales Oberösterreichisches Raum-Informations-System (DORIS)
  2. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2011. 119. Band. Wien 2013, S. OG 187 (info.bmlrt.gv.at [PDF; 12,9 MB])
  3. Karl Hohensinner, Peter Wiesinger, unter Mitarbeit von Hermann Scheuringer, Michael Schefbäck: Die Ortsnamen der politischen Bezirke Perg und Freistadt (Östliches Mühlviertel) (= Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich. Band 11). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2003, ISBN 978-3-7001-3103-8, S. 115, Nr. 11.4.1.8 (Die Ortschaften Obervisnitz und Untervisnitz beziehen sich auf den Fluss Visnitz, dessen Name sehr wahrscheinlich von germanisch „Fisinisjō“ im Sinne eines feuchten, morastigen Ortes stammt).
  4. Karl Hohensinner, Peter Wiesinger, unter Mitarbeit von Hermann Scheuringer, Michael Schefbäck: Die Ortsnamen des politischen Bezirkes Urfahr-Umgebung (Mittleres Mühlviertel) (= Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich. Band 10). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 978-3-7001-3676-7, S. 88, Nr. 10.2.4.10 (Kapitel „Gusen“).
  5. Amt der Oö. Landesregierung: Gewässergütekarten