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Greïn

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Greïn
Lage Sahara; ‏Iférouane, Niger
Greïn (Niger)
Greïn (Niger)
Koordinaten 20° 30′ N, 10° 55′ OKoordinaten: 20° 30′ N, 10° 55′ O

Der Greïn ist eine bis zu 505 m hohe Hügelkette in der Gemeinde Iférouane in Niger.

Lage und Geologie

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Der Greïn erstreckt sich grob in Nord-Süd-Richtung in der zur Sahara gehörenden Sandwüste Ténéré.[1] Etwa 38 Kilometer weiter nordöstlich befindet sich die Wegmarkierung des Arbre Perdu.[2]

In geologischer Hinsicht setzt sich der Greïn aus grobem quarzzementierten Sandstein aus dem Devon zusammen, der annähernd horizontal geschichtet ist. Die Umgebung der Hügelkette besteht aus Feinkies-Alluvionen, die nach Westen hin vermehrt unter Sand liegen.[3]

Archäologie und Meteoritenfunde

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Der Greïn ist ein archäologischer Fundort der altsteinzeitlichen Atérien-Kultur.[4] Hier befand sich offenbar eine Produktionsstätte für Mörser und Stößel aus dem vor Ort vorhandenen groben quarzzementierten Sandstein.[5]

Drei 1997 in der Umgebung der Hügelkette entdeckte Meteoriten wurden die Sammlung des Museums der Natur Hamburg übernommen. Es handelte sich um zwei gewöhnliche Chondriten und um einen Enstatit-Chondriten.[6]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Réserves naturelles de l’Aïr et du Ténéré. Carte des limites de la réserve (en vert). UNESCO Centre du patrimoine mondial, abgerufen am 1. November 2026.
  2. ↑ Stephen C. Stringall, Delores Broyles: Niger. Scale 1 : 2,000,000. Karte. ITMB Publishing, Vancouver 2004, ISBN 1-55341-349-0.
  3. ↑ Helga Besler: Untersuchungen zur äolischen Dynamik im Ténéré (Republik Niger). In: Klaus Hüser.und Helmut Stingl (Hrsg.): Beiträge zur Geomorphologie Afrikas. Supplementband 74. Gebrüder Borntraeger, Berlin/Stuttgart 1989, ISBN 978-3-443-21074-8, S. 4.
  4. ↑ Boubé Gado, Abdoulaye Maga, Oumarou Amadou Idé: Rappel sur les faits préhistoriques et historiques de la zone Nord du Niger. In: Mamadou Moustapha Niang, Boubé Nagando, Seyni Seidou, Elizabeth Wangari (Hrsg.): Les pillages des sites culturels et naturels au Niger. UNESCO, Paris 2001, S. 106.
  5. ↑ Martín Almagro: Das Neolithikum und Chalkolithikum Afrikas. In: Karl Josef Narr (Hrsg.): Handbuch der Urgeschichte. Band 2: Jüngere Steinzeit und Steinkupferzeit: frühe Bodenbau- und Viehzuchtkulturen. Francke, Bern/München 1975, ISBN 978-3-7720-0042-3, S. 253.
  6. ↑ Meteorites appearing in the Meteoritical Bulletin using the abbreviation Hamb. In: Meteoritical Bulletin Database. Archiviert vom Original am 16. August 2024; abgerufen am 1. November 2026 (englisch).