Der Grad eines Polynoms in einer Variablen ist in der Mathematik der größte Exponent in dessen Standarddarstellung als Summe von Monomen. Beispielsweise ist der Grad des Polynom
gleich 5, nämlich der Exponent des Monoms
. Bei Polynomen in mehreren Variablen ist der Grad eines Monoms definiert als die Summe der Exponenten der enthaltenen Variablenpotenzen und der Grad eines Polynoms (auch Totalgrad genannt) als das Maximum der Grade der Monome, aus denen das Polynom besteht. So haben zum Beispiel das Monom
und damit auch das Polynom
den Grad 6.[1]
Sei
ein kommutativer Ring,
eine natürliche Zahl und
der Polynomring in den Variablen
. Ist
![{\displaystyle 0\neq m:=X_{1}^{e_{1}}X_{2}^{e_{2}}\cdots X_{n}^{e_{n}}\in R[X_{1},\dots ,X_{n}]}](/media/api/rest_v1/media/math/render/svg/7d2fabdf5a50ca4e7708066ad657c5273e07c357)
ein Monom mit
, so ist der Grad von
definiert als
.
Sei nun
![{\displaystyle 0\neq f=a_{1}m_{1}+\ldots +a_{r}m_{r}\in R[X_{1},\dots ,X_{n}]}](/media/api/rest_v1/media/math/render/svg/72e35a964784b2230e35c448d5e3c338e4e7897c)
ein Polynom mit
,
und Monomen
. Dann ist der Grad oder Totalgrad von
definiert als
.
Es gibt verschiedene Konventionen zur Definition des Grades von
. In der Algebra ist es üblich,
zu setzen. Dagegen wird in den Bereichen der Mathematik, die sich mit der Lösung von algebraischen Problemen mit Hilfe von Computern befassen, häufig die Definition
bevorzugt.
Bemerkung: Da Monome nur aus endlich vielen Faktoren bestehen, lässt sich die Definition des Grads eines Monoms und somit auch die Definition des Grads eines Polynoms direkt auf Polynomringe in beliebig vielen Variablen erweitern.
Seien
Polynome über
. Dann gilt
und
.
Für den Fall
erhält man sogar
.
Ist
ein Integritätsring, so gilt sogar

für alle
.
Betrachte Polynome in
(siehe ganze Zahlen). Es gilt
,
,
und
.
- ↑ Spektrum.de