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Gordon Jensen

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Gordon A. Jensen (* in Camrose, Alberta) war ein kanadischer Theologe und Hochschullehrer. Er lehrte von 2001 bis 2022 als Professor für Kirchengeschichte und Systematische Theologie am Lutheran Theological Seminary (LTS) in Saskatoon. Schwerpunkt seiner Forschung und Lehre waren Geschichte und Theologie der Reformationszeit.

Jensen wurde in Camrose in der kanadischen Provinz Alberta geboren und wuchs im nahen Edburg auf.[1] Er studierte Klassische Philologie und Psychologie am Camrose Lutheran College und an der Universität von Alberta, wo er 1980 den Abschluss als Bachelor of Arts mit Auszeichnung erlangte. Anschließend studierte er Evangelische Theologie am Lutheran Theological Seminary in Saskatoon und erwarb dort 1984 einen Master of Divinity. Im selben Jahr wurde er durch die Evangelisch-Lutherische Kirche von Kanada, die ein Jahr später in der ELCIC aufging, zum Pfarramt ordiniert. Er trat eine Pfarrstelle in Saskatchewan an, wo er für die Gemeinden der St. Olaf Lutheran Church in Swift Current, der Hallonquist Lutheran Church in Hallonquist und der Trinity Lutheran Church in Simmie zuständig war. 1988 begann er ein Promotionsstudium an der Universität des St. Michael’s College, einer assoziierten Universität der Universität Toronto. Er wurde dort 1992 im Fach Kirchengeschichte zum Ph.D. promoviert, wobei seine Doktorarbeit mit der Akademischen Medaille des Generalgouverneurs in Gold ausgezeichnet wurde. Nach seinem Abschluss übernahm er die Pfarrstellen an der St. Joseph Lutheran Church in Hay Lakes und der Scandia Lutheran Church in Armena.[2]

Im Jahr 2001 wurde Jensen zum Professor für Reformationsgeschichte und -theologie an das Lutheran Theological Seminary in Saskatoon berufen.[3] Ab 2006 lehrte er zudem an der Universität von Saskatchewan. 2010 wurde er Inhaber des William-Hordern-Lehrstuhls für Systematische Theologie am LTS. Dabei forschte Jensen vor allem zur Theologie Martin Luthers und den lutherischen Bekenntnisschriften sowie zur Wittenberger Konkordie.[2] Sechzehn Jahre lang war Jensen Studiendekan des LTS, bevor er 2022 emeritiert wurde.[3]

Neben seiner akademischen Tätigkeit übte Jensen eine Reihe von Ehrenämtern aus. Er arbeitete etwa in Kommissionen des Lutherischen Weltbunds mit und wirkte als Vertreter der ELCIC in ökumenischen Dialogen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.[1]

Publikationen (Auswahl)

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Neben einigen Büchern veröffentlichte Jensen auch zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften.[2]

  • G. Jensen: The Call to Discipleship. Baptism, Vocation, and the Community. Wipf & Stock, Eugene (Ore.) 2026, ISBN 978-1-6667-0880-6 (englisch).
  • G. Jensen: Experiencing Gospel. The History and Creativity of Martin Luther’s 1534 Bible Project. Fortress Press, Minneapolis 2023, ISBN 978-1-5064-8294-1 (englisch).
  • G. Jensen: The Wittenberg Concord. Creating Space for Dialogue. Fortress Press, Minneapolis, ISBN 978-1-5064-3156-7 (englisch).

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Stephen Larson: Living Out Confessional Lutheranism: Past Experiences and Current Questions. In: Consensus. Band 44, Nr. 2, 25. Juli 2023, S. 1, doi:10.51644/KKQB8084 (englisch).
  2. 1 2 3 Rev. Dr. Gordon Jensen. In: lutherantheological.ca. Lutheran Theological Seminary Saskatoon, abgerufen am 25. Oktober 2026 (englisch).
  3. 1 2 William Harrison: In Honour of Gordon Jensen. In: Festschrift in honour of the Rev. Dr. Gordon Jensen (= Consensus. Band 45, Nr. 2). 25. Juli 2024, S. 1, doi:10.51644/HSPY3200 (englisch).