Goliath-Riesenweißzahnspitzmaus
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Crocidura goliath | ||||||||||||
| Thomas, 1906 |

Die Goliath-Riesenweißzahnspitzmaus (Crocidura goliath) ist ein am Golf von Guinea und im nördlichen Kongobecken verbreitetes Säugetier in der Gattung der Weißzahnspitzmäuse. Die Population wurde in einigen älteren Abhandlungen als Synonym in die Große Rote Bisamspitzmaus oder die Afrikanische Riesenweißzahnspitzmaus eingeordnet. Das Typusexemplar stammt von der Station Efulen in Kamerun, die von Missionaren geführt wurde. Laut genetischen Untersuchungen bildet die Art die Schwestergruppe zu einer Gruppe, die aus der Afrikanischen Riesenweißzahnspitzmaus, der Savannen-Weißzahnspitzmaus (Crocidura fulvastra) und der Großen Savannen-Weißzahnspitzmaus (Crocidura viaria) gebildet wird.[1][2]
Das Tier ist nach dem Riesen Goliat aus der biblischen Geschichte benannt.[3]
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wie der Name andeutet zählt das Tier zu den größten Spitzmäusen Afrikas und der Welt. Nur die ursprünglich aus Asien stammende Moschusspitzmaus (Suncus murinus) hat eine ähnlich große Statur, jedoch ein höheres Gewicht. Für die Art wurden eine Kopf-Rumpf-Länge von 155 bis 175 mm, eine Schwanzlänge von 100 bis 123 mm und ein Gewicht von 51 bis 76 g registriert. Die Hinterfüße sind 23 bis 27 mm lang und die Ohren erreichen 15 bis 17 mm Länge. Die Haare der Oberseite sind grau an der Wurzel und rotbraun an den Spitzen was ein dunkles rotbraunes bis kastanienbraunes Aussehen erzeugt. Bei manchen Exemplaren sind die Haare vom Hals bis zum Hinterteil sehr lang. Die Haare der Unterseite sind an der Basis ebenfalls grau und an den Spitzen grau, mit mehr oder weniger ausgeprägten rötlichen Tönen. Das Tier hat große Drüsen an den Seiten, wo oft nackte Stellen auftreten. An den Ohren, dem Kinn, der Kehle, der Brust, und am Schwanz ist eine rotbraune Färbung vorhanden. Typisch sind dunkelrote Füße mit weißlichen Krallen. Die Goliath-Riesenweißzahnspitzmaus hat einen robusten Schädel. Bei älteren Exemplaren kann die Hirnschale Auswüchse besitzen, die Rippen ähneln, womit die Art der Panzerspitzmaus gleicht. Bei dieser Spitzmaus sind die mittleren oberen Schneidezähne lang und an der Spitze zu einem Haken gebogen. Neben den oberen Schneidezähnen liegen je drei einspitzige Zähne. Den diploiden Chromosomensatz bilden 50 Chromosomen (2n=50).[2]
Verbreitung und Lebensweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art lebt in der Südhälfte von Kamerun, in der südlichen Zentralafrikanischen Republik, in Äquatorialguinea, in Gabun, in der Republik Kongo und im Norden der Demokratischen Republik Kongo. Als Habitat dienen tropische Regenwälder, Galeriewälder und zeitweilig überschwemmte baumbestandene Landschaften.[4][2]
In Gabun untersuchte Weibchen waren mit etwa drei Embryos trächtig. Zu Nahrungswahl, zu den Aktivitätszeiten und zu weiteren Aspekten der Fortpflanzung gibt es keine Informationen.[2]
Gefährdung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Regional können Populationen durch Waldrodungen negativ beeinflusst werden. Allgemein kommt die Goliath-Riesenweißzahnspitzmaus häufig vor und sie wird von der IUCN als nicht gefährdet (least concern) gelistet.[4]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 3. Auflage. 2 Bände. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4 (englisch, Crocidura goliath).
- 1 2 3 4 Don E. Wilson, Thomas E. Lacher Jr., Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 8 - Insectivores, Sloths and Colugos. 8 - Insectivores, Sloths and Colugos. Lynx Edicions, 2018, ISBN 978-84-16728-04-6, S. 533 (englisch, Crocidura goliath).
- ↑ Beolens, Watkins & Grayson: The Eponym Dictionary of Mammals. JHU Press, 2009, S. 158 (The Eponym Dictionary of Mammals).
- 1 2 Crocidura goliath in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2019. Eingestellt von: Decher, J., Dando, T., Kennerley, R. & Hutterer, R., 2019. Abgerufen am 16. Mai 2026.