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Gleisbauer

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Gleisbauer

Gleisbauer, auch Gleisarbeiter genannt, ist ein Ausbildungsberuf. In Deutschland ist er durch Verordnung vom 2. Juni 1999 (BGBl. I S. 1102) anerkannt. Gleisbauer arbeiten sowohl im Neubau als auch in der Sanierung und Instandsetzung von Gleisanlagen.[1] Darüber hinaus führen sie angrenzende Arbeiten in den Gewerken des Hochbaus und des Straßenbaus durch.

Anforderungen und Arbeitsort

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Von Gleisbauern wird handwerkliches Geschick, praktisches und technisches Verständnis erwartet. In Hinblick auf die Bahnreisenden und der Mitarbeiter ist ein starkes Verantwortungs- und Sicherheitsbewusstsein unabdingbar. Die Arbeit findet die meiste Zeit unter freiem Himmel statt, eine robuste Gesundheit gehört zu den Grundvoraussetzungen. Trotz vieler Maschinen und Werkzeuge erfordert die Arbeit eine gute Fitness und Muskelkraft, dennoch ist auch hohe Genauigkeit verlangt, schließlich sollen die Züge leise und ohne Ruckeln auf den Gleisen fahren können. Je nach Auftrag übernachten die Arbeiter auch auswärts oder in der Nähe der Baustelle. Um die Störungen im Bahnbetrieb zu minimieren, sind auch Nachtschichten notwendig.

Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Der Beruf wird in der Industrie ausgebildet.

In der DDR hieß der Beruf bis 1985 Facharbeiter für Eisenbahnbautechnik und von 1985 bis zur Wiedervereinigung Facharbeiter für Eisenbahnbau.[2][3]

In der Bundesrepublik Deutschland wurde der Gleisbauer mit der Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft (BauWiAusbV) vom 2. Juni 1999 geregelt, in der die Vorschriften für den Beruf den 15. Abschnitt bilden.[4]

Im Rahmen einer Neuordnung von 19 Ausbildungsberufen der Bauwirtschaft wurde der Gleisbauer in die Verordnung über die Berufsausbildung in Tiefbauberufen (Tiefbauberufeausbildungsverordnung – TiefbauBAusbV) vom 3. Juni 2024 überführt, die die Berufe der Bereiche Tiefbau, Hochbau und Ausbau zusammenfasst. Die neue Ausbildungsordnung tritt zum 1. August 2026 in Kraft.[5]

Weiterbildung und Karriere

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Mögliche Weiterbildungs- und Karrierewege sind

Die berufliche Grundbildung zum Gleisbauer EFZ dauert drei Jahre. Die Berufsfachschule wird in Blockkursen besucht.[6] Die Ausbildung wird von Login, dem Ausbildungsverbund von den SBB und den Privatbahnen, angeboten.

Deutschland:

Schweiz:

Einzelnachweise

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  1. Gleisbauer*in. In: Zukunftsbranche Bahn. 11. Auflage. Bahn-Media Verlag GmbH & Co. KG, Suhlendorf 2019, ISBN 978-3-9819896-1-8, S. 47.
  2. http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=28531
  3. Ausbildungsunterlage für die Facharbeiterausbildung: Facharbeiter für Eisenbahnbau. Staatsverlag der DDR, 1987.
  4. Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft (BauWiAusbV). Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 3. Juni 2026.
  5. Gleisbauer/Gleisbauerin (Ausbildung). Bundesinstitut für Berufsbildung, abgerufen am 3. Juni 2026.
  6. https://www.berufsberatung.ch/dyn/show/1900?lang=de&idx=30&id=3017