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Gerd Schaar

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Gerhard Paul Heinrich „Gerd“ Schaar (* 5. März 1919 in Berlin; † 24. Januar 1983 in Maseru, Lesotho)[1] war ein deutscher Marineoffizier und Diplomat.

Militärische Laufbahn

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Schaar trat im Oktober 1937 in die Kriegsmarine ein und absolvierte in der 8. Kompanie der II. Schiff-Stamm-Abteilung der Ostsee seine Grundausbildung. Im Februar 1938 kam er zur Bordausbildung auf das Segelschulschiff Albert Leo Schlageter, wo er im Juni 1938 zum Seekadetten befördert wurde. Im Juli 1938 wurde er zur Bordausbildung auf den Leichten Kreuzer Emden versetzt. Im März 1939 folgte der Hauptlehrgang für Fähnriche an der Marineschule Mürwik und im August 1939 eine Navigationsbelehrungsfahrt auf dem Tender Nordsee. Im April 1939 zum Fähnrich zur See befördert, wurde er im September 1939 zum Artillerielehrgang für Fähnriche an die Schiffsartillerieschule in Kiel-Wik kommandiert und im Dezember 1939 auf den Zerstörer Z 12 Erich Giese versetzt. Im März 1940 wurde er zum Oberfähnrich zur See befördert.[2]

Schaar nahm an der Schlacht um Narvik teil, bei der die Z 12 Erich Giese im April 1940 versenkt wurde. Anschließend wurde er zu einem Landkommando in Narvik versetzt. Im Mai 1940 wurde er zum Leutnant zur See befördert und im Juli 1940 zum Kommandanten eines Vorpostenboots bei der Hafenschutzflottille Molde ernannt. Daraufhin wurde er im August 1940 zur Zerstörer-Stamm-Abteilung nach Altengroden versetzt und im September 1940 Gruppenchef eines Artillerieträgerverbandes in Wilhelmshaven. Im Oktober 1940 wurde er an die Schiffsartillerieschule Kiel-Wik versetzt und im Dezember 1940 Gruppenoffizier an der Marineschule Mürwik.[2]

Ab Februar 1942 wurde er zum U-Boot-Kommandanten ausgebildet und im April 1942 zum Oberleutnant zur See befördert. Im September 1942 wurde er dann Kommandantenschüler und Erster Wachoffizier auf U 704, auf dem er zwei Feindfahrten absolvierte. Nach dem Kommandanten-Schießlehrgang bei der 24. U-Flottille im März 1943 wurde er im April 1943 Kommandant von U 957. Bis Oktober 1944 kommandierte er sechs Feindfahrten, bei denen ein Schiff mit 7.135 BRT sowie ein weiteres mit 200 ts versenkt wurden. Im Oktober 1944 kollidierte U 957 mit einem deutschen Frachter musste in Narvik außer Dienst gestellt werden. Daraufhin wurde die Besatzung in Bodø von U 1060 aufgenommen. U 1060 wurde am 27. Oktober 1944 im Nordmeer südlich von Brønnøysund durch Raketen- und Bordwaffenbeschuss von einem Firefly-Jagdflugzeug der britischen FAA Squadron 1771, die vom Flugzeugträger Implacable gestartet waren, angegriffen. U 1060 wurde dabei durch eine Bombe schwer beschädigt, die durch das geöffnete Turmluk ins Boot fiel, und den Kommandanten Herbert Brammer und zwölf weitere Besatzungsmitglieder tötete. Die Besatzung setzte U 1060 daraufhin auf der Insel Fleina vor Gildeskål auf den Strand und verließ das Boot. Zu den 71 Überlebenden gehörten auch Schaar und 27 der Besatzungsmitglieder von U 957. Am Nachmittag und am Abend retteten norwegische Fischkutter die Überlebenden, die sich auf der Schäre befanden. Die Männer wurden nach Mosjøen gebracht und dort ärztlich versorgt.[3][4]

Ende Oktober 1944 wurde Schaar zur 13. U-Flottille versetzt und im Januar 1945 zum Kapitänleutnant befördert. Im Januar 1945 wurde er zur Baubelehrung von U 2551 kommandiert und im April 1945 Kommandant von U 2551. Mit dem Boot fuhr er keine Feindfahrt mehr, setzte das Boot bei Kriegsende gemäß dem Regenbogen-Befehl auf Grund. Er wurde im Mai 1945 zunächst Chef einer Marinepolizeitruppe in Schleswig-Holstein und geriet noch im selben Monat in Kriegsgefangenschaft, aus der er im September 1945 entlassen wurde.[2]

Militärische Auszeichnungen

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Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland trat Schaar in den Auswärtigen Dienst ein. Von 1976 bis 1981 war er Konsul in Kaduna (Nigeria). Anschließend war er ab 1981 Botschafter in Lesotho und Leiter der Botschaft in Maseru.[6] Er verstarb während seiner Dienstzeit im Januar 1983 in Maseru.

Einzelnachweise

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  1. Gerd Schaar im HMA. In: historisches-marinearchiv.de. Abgerufen am 14. April 2026.
  2. 1 2 3 4 Gerd Schaar – U-Boot-Archiv Wiki. In: ubootarchiv.de. 11. März 2026, abgerufen am 14. April 2026.
  3. Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Urbes Verlag, Gräfelfing vor München 1998, ISBN 3-924896-43-7, S. 235.
  4. Clay Blair: Der U-Boot-Krieg. Band 2: Die Gejagten, 1942–1945. 1999, S. 702.
  5. Seekrieg 1944, September. In: wlb-stuttgart.de. Abgerufen am 14. April 2026.
  6. Germany - Lesotho BIT (1982) - Electronic Database of Investment Treaties (EDIT). In: edit.wti.org. 11. November 1982, abgerufen am 14. April 2026.