Gerd Kiper
Gerd Dagobert David Louis Kiper (geboren 25. November 1919 in Berlin; gestorben 15. November 2012 in Springe) war ein deutscher Ingenieur und Professor für Getriebetechnik.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Abitur machte Gerd Kiper eine Lehre zum Feinmechaniker und studierte ab 1940 Elektrotechnik an der Technischen Hochschule Berlin. 1944 wurde er zur Wehrmacht einberufen. Nach dem Krieg nahm er sein Studium an der TU Berlin wieder auf.[1] Er war zunächst als Hilfsassistent, dann als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Getriebetechnik der TU tätig, erhielt dort einen Lehrauftrag und promovierte am 2. Januar 1950 mit dem Thema Ein Beitrag zur Synthese ebener Gelenkgetriebe.[1][2] Von 1950 bis 1955 arbeitete Kiper als wissenschaftlicher Oberingenieur bei Hermann Alt am Institut für Getriebetechnik der Technischen Universität.[2]
Nach einem Intermezzo im Glasmaschinenbau von 1955 bis 1957 war Kiper bis 1967 bei AGFA in München in der Verschlussentwicklung von Fotoapparaten tätig. Die meisten seiner rund 90 Patente betreffen die Kamera-Verschlusstechnik. Auf ihn gehen die Begriffe Zweiring- und Spalt-Verschluss zurück.[2]
Von 1967 bis zu seiner Emeritierung 1985 wirkte Gerd Kiper als Professor an der Technischen Hochschule Hannover (jetzt Leibniz-Universität Hannover) Er baute das Institut für Maschinenelemente B und Getriebetechnik auf und leitete es bis zu seiner Emeritierung als Direktor. Er unternahm umfassende Untersuchungen zur Struktursystematik von Gelenkgetrieben und in der praktischen Anwendung die Entwicklung von aktiven Prothesen mit neuen Lösungen im Bereich der Mikro-Hydraulik. 1982 wurde er mit der Fritz-Kesselring-Ehrenmedaille des VDI ausgezeichnet.[1]
Privates
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kiper war verheiratet und hatte mit seiner Frau eine Tochter und vier Söhne, darunter der Biologe und Politiker Manuel Kiper.[3]
Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Prof.Dr.-Ing. Gerd Dagobert David Louis Kiper, Catalogus Professorum der der Technischen Universität Berlin, abgerufen am 22. April 2026
- 1 2 3 Kiper, Gerd (1919 - 2012), Digitale Mechanismen- und Getriebebibliothek, abgerufen am 22. April 2026
- ↑ Manuel Kiper 1949-2022 Kurznachruf, Dietmar Moews's Blog, 28. September 2022
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kiper, Gerd |
| ALTERNATIVNAMEN | Kiper, Gerd Dagobert David Louis (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Ingenieur und Professor für Getriebetechnik |
| GEBURTSDATUM | 25. November 1919 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 15. November 2012 |
| STERBEORT | Springe |