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Georgia Creimer

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Georgia Creimer (2026)

Georgia Creimer (* 1. April 1964 São Paulo, Brasilien) ist eine brasilianisch-österreichische bildende Künstlerin. Sie lebt und arbeitet seit 1986 in Wien.[1] Ihr konzeptuell angelegtes Werk umfasst ein breites Spektrum wie Zeichnungen, Malerei, Fotografie, Film, Objekte, Skulpturen und großformatige Wandarbeiten. Die Übergänge zu Installationen sowie zu raum- und landschaftsgestalterischen Interventionen sind fließend.

Georgia Creimer war auf der 19. Biennale von São Paulo (1987) vertreten. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt und finden sich in verschiedenen öffentlichen Sammlungen.[2][3] In Österreich wurden ihre Einreichungen im Rahmen von Kunst und Bau-Wettbewerben mehrfach ausgezeichnet.

Zwei prominente Projekte konnte sie in Innsbruck verwirklichen: Neben der künstlerischen Gestaltung der neuen Universitäts- und Landesbibliothek Innsbruck (2009) entstanden zwei permanente Installationen für das 3. Olympische Dorf (2012).[4][5] In Deutschland wurde sie durch die künstlerische Gestaltung einer unterirdischen Fahrradgarage am neuen Münchener Thomas-Mann-Gymnasium bekannt (2020–2024).[6][7][8]

Biographie und künstlerische Laufbahn

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Studium an der Fundação Armando Alvares Penteado, São Paulo

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Georgia Creimer wurde als viertes Kind einer in São Paulo ansässigen, jüdischen Familie geboren. Ihre Vorfahren waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus Europa eingewandert. Kindheit und Schulzeit verbrachte sie in der südamerikanischen Metropole. 1981 nahm sie ein Kunststudium an der Fundação Armando Alvares Penteado, São Paulo auf.[9] Diese Kunsthochschule war nicht in Meisterklassen organisiert. Das pädagogische Konzept sah vielmehr ein verpflichtendes Curriculum vor, das viele Wissensgebiete miteinander verband.

Es waren vor allem Regina Silveira und Nelson Leirner, die Georgia Creimer während ihrer Studienzeit nachhaltig prägten.[10] Darüber hinaus befasste sie sich intensiv mit den Theorien Oswald de Andrades: In Ablehnung des auf hierarchisierende Differenz bedachten Dominanzgedanken der europäischen Moderne, hatte der brasilianische Schriftsteller mit dem 1928 erschienenen Menschenfresser-Manifest (Manifesto Antropōfago) den Boden für ein neues Selbstbewusstsein des ethnisch vielfältigen südamerikanischen Landes bereitet.[11] Das Bild des so humorvollen, wie respektlosen Einverleibens des Anderen als Metapher für kreative kulturelle Aneignungsprozesse, die Idee eines der Natur abgelesenen tropischen Wucherns und Verwachsens, das Wildheit und Naivität zulässt und in die Poesie hybrider Identitäten münden kann, blieb für Georgia Creimer nach eigenen Aussagen eine Schlüsselinspiration für ihre künstlerischen Verfahrensweisen.[10][12]

Früher Erfolg in Brasilien

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Unmittelbar nach Studienabschluss (1985) gelang der Absolventin ein kometenhafter Aufstieg in der brasilianischen Kunstszene: Georgia Creimer wurde nicht nur mit ihrer ersten Einzelpräsentation (1985) geehrt[13], sondern nahm kurz darauf auch an der epochemachenden Ausstellung A nova dimensão do objeto (Eine neue Dimension des Objektes) im Museu de Arte Moderna in São Paulo teil.[13] Ein Jahr später (1987) wurden ausgewählte Werke der 23-Jährigen auf der 19. Biennale in São Paulo gezeigt.[2]

Übersiedelung nach Europa

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1986 übersiedelte Georgia Creimer nach Wien. Die erste Zeit gestaltete sich herausfordernd. Fern des brasilianischen Freundeskreises, blieb die Künstlerin auf sich selbst zurückgeworfen. Anerkennung in Österreich erfuhr sie erst allmählich: 1989 wurde sie in der Gruppenausstellung 60 Tage österreichisches Museum des 21. Jahrhunderts berücksichtigt.[14] 1991 widmeten ihr die Wiener Secession (Graphisches Kabinett), wie der Salzburger Kunstverein (Ringgalerie) jeweils eine Einzelausstellung. Weitaus prestigeträchtiger war jedoch der Auftritt 1992 in Brasilien, als das Museu de Arte Moderna, São Paulo, eine Soloschau von ihr zeigte.[1]

Projekte im öffentlichen Raum

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Größere Sichtbarkeit in Österreich erwarb Georgia Creimer mit verschiedenen Kunst-Projekten im öffentlichen Raum. In mehreren dieser Projekte arbeitete sie partizipativ und suchte den Dialog mit Personen im jeweiligen Umfeld. Im Zuge dessen weitete sich ihr thematisches Spektrum um soziale Fragen, wie etwa nach Verwirklichung und Veränderung individueller Vorstellungen von Heimat, Geborgenheit oder Privatheit in globalisierten Gesellschaften.

Lunz am See: Geliehene Landschaft (2008)

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Wichtigen Anstoß zu dieser künstlerischen Entwicklung lieferte das Jahr 2008: Im Rahmen des niederösterreichischen Festivals Wellenklänge am Lunzer See[15] hatte sich die Künstlerin für ein artist in residence - Stipendium qualifiziert.[16] Dem gestellten Thema Heimreise antwortete sie mit der Arbeit geliehene Landschaft.[17] Nachdem sie sich mit Landschaft und Menschen in Lunz am See vertraut gemacht hatte, reiste sie nach Brasilien und wählte mit Lençóis in Bahia hinsichtlich Lage, Etymologie des Namens, Größe und Infrastruktur einen vergleichbaren Ort. Es entstanden 28 Fotos, die sie auf Aluplatten aufzog und in Lunz am See an jeweils motivisch korrespondierenden Plätzen aufstellte. Georgia Creimer, so beobachtet Katrin Bucher Trantow, nutzt das Instrument der prinzipiellen Verschiebung von Wahrnehmungszusammenhängen. Sie verwendet die De- und Rekontextualisierung, um innere Verwandtschaften zu finden.[18]

Universitäts- und Landesbibliothek Innsbruck: On Stones (2009)

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Georgia Creimer vor der Installation „On Stones“ in der Universitäts- und Landesbibliothek Innsbruck (2009)

Im selben Jahr entschied die Künstlerin auch jenen Wettbewerb für Kunst am Bau für sich, den die Universitäts- und Landesbibliothek Innsbruck ausgeschrieben hatte.[19][20] Der Neubau wurde mit acht verglasten Atrien ausgestattet, um die sich Lesesäle und Büroräume gruppierten. In diese Lichthöfe ließ Georgia Creimer 2009 tonnenschwere Findlingssteine aus den Tiroler Bergen setzen. Weiße Boden-Lineaturen umspielen ihren Umriss und wiederholen die individuelle Form der steinernen Solitäre. An gläsernen Brüstungen, die die Atrien vom betretbaren Dachgeschoss her begrenzen, sind Texte des Autors Christoph Ransmayr zu lesen, die Georgia Creimer seinem Roman Der fliegende Berg (2006) entnommen hat.[21] Der Stein, so kommentiert die Künstlerin in einem Interview, komprimiert eine weit zurückreichende Erdgeschichte und erhält hier die Bedeutung von verdichteter Information. Er ist Metapher für die Bibliothek und ihre räumliche Konzentration von Büchern, die ihrerseits als Speicher verdichteten Wissens betrachtet werden können.[22][19]

Olympisches Dorf Innsbruck: Intimate Space und Ein Wohnen (2012)

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Wenige Jahre später gewann Georgia Creimer mit dem Entwurf einer zweiteiligen permanenten Installation den geladenen Kunst und Bau Wettbewerb für das 3. Olympische Dorf in Innsbruck.[23][24] Dieses wurde anlässlich der Olympischen Jugend-Winterspiele 2012 errichtet, um später der Stadt als neues Siedlungsgebiet überlassen zu werden.[25] Mit ihrem Konzept knüpfte die Künstlerin an die primäre Funktion einer solchen Wohnsituation an: Angesichts engen temporären Zusammenlebens von Menschen unterschiedlichster Herkunft und ihrer Suche nach einem privaten Rückzugsort, lud sie Kunststudierende aus aller Welt ein, ihre Vorstellungen eines intimen Raumes in Form eines Fotos und Textbeitrages zu übermitteln. Bilder und Texte von 42 Einsendungen wurden digital zusammengefügt, auf geschoßhohe Glastafeln gedruckt und in Stiegenhäusern des Olympischen Dorfes montiert. Im Außenraum ließ sie dagegen eine 105 Meter lange und 2,3 Meter hohe Betonwand spannen. Angeregt von Auseinandersetzungen mit Gedanken Martin Heideggers über Bauen, Wohnen Denken, brachte sie auf der steinernen Fläche mit geschalten Kleinbuchstaben eine Inschrift an:[26] ein wohnen geschieht, wenn der Mensch selbst zur Unterkunft des Seins wird.[27] Dabei dehnte sie die Abstände zwischen den einzelnen Begriffen, so dass der Lesefluss gestört wird und zur Meditation einzelner Begriffe, sowie über den grundsätzlichen Sinn und die Funktion von Mauern anregen soll.[27]

Unterirdische Fahrradgarage am Thomas-Mann-Gymnasium München: Underscape (2020–2024)

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Gemeinsam mit Martin Stenger realisierte Georgia Creimer in München zwischen 2020 und 2024 ein weiteres prämiertes Projekt.[6] Es handelte sich um den Auftrag für eine unterirdische Fahrradgarage (Underscape) unter dem Thomas-Mann-Gymnasium in München, Obersendling. Als differenzierte Lernlandschaft errichtet, sollte der Neubau bis zu 1600 Schüler aufnehmen können. Das sechszügige Schulzentrum mit musisch-ästhetischem Schwerpunkt trägt den Titel Umweltschule in Europa und ist zu einer ökologisch bewussten Haltung verpflichtet. In diesem Sinne werden Schüler, die mit dem Fahrrad eintreffen, von einer besonders ansprechenden Raum-Passage in Empfang genommen. Sie erreichen das in urbanem Umfeld gelegene Haus über eine leicht geneigte Rampe von 40 Metern, die in eine ebenso lange Tunnelstrecke übergeht. Dieser weitet sich in einen Raum, der auf ca. 1000 m² über 450 Fahrrad-Stellplätze verfügt. Das bereits in den Vorgängerprojekten wie "On Stones" anklingende Bestreben Georgia Creimers, Innen- mit Außenräumlichkeit zu verschränken und empathisch auf die Situation vor Ort einzugehen, wird hier mit einem Farb- und Formkonzept weitergeführt, das Kellerraum, Tunnel und Rampe umfasst. Die Künstlerin ließ sich dabei von einer Fotografie inspirieren, die Wald, Wiese und Himmel zeigt. Aus dieser entwickelte sie ein auf jeweils zehn verschiedenen Grün- und Blautönen basierendes Farbkonzept und tauchte die Räumlichkeiten in eine naturhafte Atmosphäre, die in Kontrast zur industriell geprägten Umgebung steht.[7][6][28]

Kunstbegriff und Verfahrensweisen

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Ein erweiterter Kunstbegriff zwischen Brasilien und Europa

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Georgia Creimers Œuvre zeichnet sich durch ein äußerst facettenreiches Erscheinungsbild aus. Die Künstlerin greift auf verschiedenste Materialien zurück, sensibilisiert für deren Wertigkeiten und Qualitäten, verwendet Vorgefundenes aus Kultur und Natur und arbeitet im Sinne künstlerischer Forschung, medienübergreifend, partizipativ und ortsspezifisch. Obwohl ihre Arbeiten weitgehend nicht-erzählend, nicht-repräsentierend und auch nicht-darstellend sind, nehmen Sprache und Schrift als integrale Gestaltungselemente einen wichtigen Stellenwert ein.

Meist wirken ihre komplexen Arbeiten heiter, spielerisch, experimentell und damit traditionsgelöst. Doch entstehen sie in langen, perspektivenreichen Entwicklungsprozessen und setzen ein tiefgehendes, intuitives Einfühlen mit der vorgegebenen Situation, wie den Bedingungen ihres Arbeitens voraus. Georgia Creimer folgt dabei einem erweiterten, persönlichen Kunstbegriff, der sowohl brasilianischen, wie europäischen Kulturtechniken entspringt.[29]

Das künstlerische Verfahren: Die Serie der Biome

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Besonders prägnant tritt ihre Arbeitsweise in der unabgeschlossenen Werkserie Biom hervor, deren Anfänge bis in das Jahr 2004 zurückreichen:[30] Zu Beginn jedes neuen Bioms nimmt die Künstlerin mit geschlossenen Augen vor einem leeren Blatt Papier Platz. In einem Verfahren, das an Prinzipien der Écriture automatique erinnert, richtet sie ihre Aufmerksamkeit auf den Widerstand der Papieroberfläche, auf den der von ihr geführte Bleistift trifft, und lässt der Hand freien Lauf. Erst im Nachhinein versucht sie, mit geöffneten Augen, in dem unbewusst entstandenen linearen Geflecht die Konturen von Formen zu erkennen. Georgia Creimer versteht sich dabei selbst als Sammlerin von Formen und Formationen. Diese arbeitet sie zeichnerisch oder computergestützt heraus und überführt sie in großformatige Grafiken, Malereien und Objekte. Es entstehen organisch anmutende, doch zugleich gesichtslose Gebilde, die an Mikroorganismen erinnern. Bisweilen mit Fortsätzen versehen, scheinen sie miteinander in Kontakt und Austausch treten zu können, entziehen sich jedoch einer eindeutigen Bestimmung und bleiben biomorphes Phantom. Den Begriff Biom entlehnt Georgia Creimer dabei den Naturwissenschaften. Dort bezeichnet er eine großräumige ökologische Einheit, die durch charakteristische klimatische Bedingungen sowie durch typische Lebensgemeinschaften geprägt ist.[10][12]

Der Begriff der Einverleibung (incorporado) als Rationalitätskritik

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Ein Wesenszug nicht nur der Biome, sondern vieler ihrer Werke liegt in der oft irritierenden, unauflöslichen Zusammenfügung von Sphären, die gewöhnlich als gegensätzlich wahrgenommen werden, sei es die hybride Verbindung von Ordnung und Zufall, von belebter und unbelebter Stofflichkeit, von Kunst und Natur, von Körper und Fläche oder von begrenzten und entgrenzten Arealen. Rationale Verstehensweisen greifen nicht.[31] Daniel Lichterwaldt beschreibt das dahin führende Vorgehen Georgia Creimers als Bearbeitung von namenlosen, situativ bedingten Denk- und Gefühlszuständen und schlägt mit Markus Brüderlin vor, ihre Werke als materialisierte Metaphern existenzieller Empfindungsfähigkeit des Menschen zu lesen. Diese wird durch die individuell-spezifische sensorische Konstitution des humanen Körpers ermöglicht.[32][33][34] Das intensive Schöpfen aus dem eigenen Körpererleben spiegelt sich auch in der Titelgebung ihrer vielbeachteten Personale, die 2017 unter dem Titel incorporado im Semperbau der Akademie der bildenden Künste, Wien zu sehen war.[35] In Brasilien assoziiere man mit diesem Begriff der Einverleibung (incorporado), so erklärt Georgia Creimer, einen afro-brasilianischen Ritus der Candomblé, in dessen Verlauf ein Mensch von einem Geist in Besitz genommen wird.[29][36]

Projekte im öffentlichen Raum und im Rahmen von Kunst am Bau (Auswahl)

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  • 2002: Sisyphus, St. Pölten - Installation im Regierungsviertel St. Pölten[37]
  • 2005: Hands on tables - Siegerprojekt des geladenen Kunst & Bau Wettbewerbs zur künstlerischen Gestaltung der Produktions- und Präsentationsräumlichkeiten der Weingut Winzer Krems, Krems; Mehrteilige, permanente Video-Installation (2005–2022)[38][39]
  • 2008: Geliehene Landschaft, temporäre Installation in Lunz am See, im Rahmen von Kunst im Öffentlichen Raum Niederösterreich[40]
  • 2009: On Stones - Siegerprojekt des geladenen Kunst & Bau Wettbewerbs zur künstlerischen Gestaltung der neuen Universitäts- und Landesbibliothek Innsbruck[4]
  • 2012: Ein Wohnen und Intimate Space, permanente Installationen, Sieger Projekt des Kunst & Bau Wettbewerbs für das 3. Olympische Dorf in Innsbruck, anlässlich der Olympischen Jugend-Winterspiele 2012[5]
  • 2019: Psychogenics V, Temporäre Wandmalerei / Konzilsgedächtniskirche / Wien, April–Dezember 2019[41]
  • 2021: O.T. U-Bahn Intervention im Red Carpet Showroom Karlsplatz / U-Bahn Station Karlsplatz, Wien
  • 2022: O.T. (Für Leopoldina), künstlerische Intervention im Porzellan-Museum im Augarten. Anlass war die 200-Jahr-Feier der Unabhängigkeitserklärung Brasiliens, die Maria Leopoldine (1797–1826), Erzherzogin von Österreich und spätere Kaiserin von Brasilien, 1822 unterzeichnet hatte.[42]
  • 2020–2024: Underscape, Siegerprojekt des geladenen Kunst & Bau Wettbewerbs zur künstlerischen Gestaltung einer unterirdischen Fahrradgarage in dem neu erbauten Thomas-Mann-Gymnasium (München)

Ausstellungen (Auswahl)

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Einzelausstellungen

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  • 1985: Objetos de arte, Galeria Mônica Filgueiras, São Paulo
  • 1990: Galerie Maerz, Linz
  • 1991: Secession, Wien
  • 1991: Galerie Eugen Lendl, Graz
  • 1992: Museu de Arte Moderna, São Paulo
  • 1994: Galerie Eugen Lendl, Graz
  • 1995: Galeria Luisa Strina, São Paulo
  • 1995: Galerie im Traklhaus, Salzburg
  • 1996: Galerie A4, Wels
  • 1999: Wir sind es, wir sind es wirklich!, Kunsthof, Zürich
  • 1999: Georgia Creimer, Galerie aller Art-Remise, Bludenz
  • 2000: Georgia Creimer/Jakob Gasteiger, Galerie 422, Gmunden
  • 2002: Naturezas, Galeria Brito Cimino, São Paulo, Brasilien
  • 2007 Linse (Stein), Galerie Göttlicher, Krems-Stein
  • 2010: Mind / Mirror / Calf, Galerie Raum mit Licht, Wien
  • 2014: Brut, temporäre Installation, Kunstraum Weikendorf, Weikendorf
  • 2014: All these signs ... Overwriting the subject, mit Iris Andraschek, Galerie Raum mit Licht, Wien
  • 2014: Brut, temporäre Installation, Kunstraum Weikendorf, Weikendorf
  • 2016: Liquid: Morph, mit Thomas Reinhold, Art Room Würth, Böheimkirchen
  • 2017: georgia creimer: incorporado, Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien (ehemaliges Semperdepot)
  • 2019: Der Diskrete Charm des Monströsen, Galerie Rauminhalt, Wien

Gruppenausstellungen

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  • 1985: Exposição-Eventos in FAAP São Paulo
  • 1985: 3°Salão Paulista de Arte Contemporânea, São Paulo, Fundação Bienal de São Paulo
  • 1986: A Nova Dimensão do Objeto, Museu de Arte Moderna, São Paulo
  • 1987: 19. Bienal de São Paulo, Brazil[43][2]
  • 1989: Real I.A.B.E., São Paulo
  • 1989: 60 Tage österreichisches Museum des 21. Jahrhunderts, Wien
  • 1994: Galerie Knoll, Budapest
  • 1994: Espelhos e Sombras, Museu de Arte Moderna, São Paulo
  • 1995: Das Vanguardas Européias e Modernismo Brasileiro à Visualidade Contemporânea, Museu de Arte Moderna, São Paulo
  • 1995: La Prima Idea, Galerie Eugen Lendl, Graz
  • 1997: Uneasy, Galerie In Situ, Aalst, Belgien
  • 1997: Multiples out of order, Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz
  • 1997: 45 Künstler gründen eine Baumfabrik, MAK, Wien
  • 1998: Phänomen des Flüchtigen, kultur. raum. spitalkirche, Lienz
  • 1998: artForum Gallery, Meran
  • 1998: Kunstankäufe des Landes Salzburg, Galerie im Traklhaus, Salzburg
  • 1998: Positionen zeitgenössischer Kunst, Parlament Wien
  • 1999: Der Anagrammatische Körper, Kunsthaus Mürzzuschlag, Mürzzuschlag
  • 1999: Georgia Creimer, Rudi Molacek, Flora Neuwirth, Galerie & Edition Artelier, Graz
  • 2000: Vielfalt, Stadthalle Germering bei München und Galerie im Traklhaus, Salzburg
  • 2001: Recortes, Galerie Brito Cimino, São Paulo, Brasilien
  • 2003: Naturbeobachtungen, Galerie Engler & Piper, Berlin
  • 2004: Wiener Linien, Wien Museum, Karlsplatz, Wien
  • 2005: Simultan, Museum der Moderne, Salzburg
  • 2007: Wann immer vorerst, BA-CA Bank Austria Kunstforum, Wien
  • 2007: Simultan - zwei Sammlungen österreichischer Fotografie, Fotomuseum Winterthur, Schweiz
  • 2007: Opulent, Salzburg Museum, Salzburg
  • 2008: gleiche höhe, Kunsthalle Exnergasse, Wien
  • 2008: Repertorium, Galerie Eugen Lendl, Graz
  • 2009: Natur - die Schöpfung ist nicht vollendet, Stift Admont, Galerie im Traklhaus, Salzburg
  • 2009: Wein und moderne Architektur in Österreich -Ungarn - Slowakei, Städtisches Kunstmuseum, Györ, Ungarn
  • 2009: Pictorial Space, Gallery of the Municipal Museum of Arts, Györ, Ungarn
  • 2012: Glimps – found stories, 5 Positionen zeitgenössischer Fotografie, Galerie OÖ Kunstverein, Linz
  • 2013: Greetings from Vienna. Danube Dialogues. Contemporary Art Festival of Danube region, Galerija Bel Art, Novi Sad, Serbien
  • 2013: Flowers & Mushrooms, Museum der Moderne, Salzburg
  • 2015: der schwierige raum, kunsthaus muerz, Mürzzuschlag
  • 2015: Unframed, Galerie Raum mit Licht, Wien
  • 2016: Unaspected Forms, NöArt, Langenzersdorf Museum
  • 2020: Biom (ascending) Artist Statement / Parallel Vienna ’20
  • 2021: OPAK, eine Ausstellung über Transparenz, Leerstand.Gallery und Kunst ab Hinterhof, Wien
  • 2024: Räume öffnen! Die Sammlungen, Museum der Moderne, Salzburg
  • 2025: Alaska, Kunstverein Schattendorf
  • 2025: In erster Linie Skulptur, Denkform und Formensprache, Kunsthaus Mürz, Mürzzuschlag
  • 2025: Vienna Today, Activating Futures The Hai Museum of Art, Shanghai, China

Sammlungen (Auswahl)

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  • Utopia versus Realidade. In: Jorge Wilheim [Präsident der Biennale] und Sheila Leirner [Generalkuratorin] (Hrsg.): 19ª Bienal Internacional de São Paulo : Catálogo Geral, 2. Oktober – 13. Dezember 1987. Fundação Bienal de São Paulo (FBSP), São Paulo 1987, ISBN 978-85-7979-060-7, S. 124 (issuu.com).
  • Susanne Neuburger: ICH und DU. In: Georgia Creimer, Nita Tandon, Arye Wachsmuth (Hrsg.): Ich bin es, ich bin es wirklich! Druckerei Herzig, Wien 1999, S. 7–11.
  • Brigitte Huck: Georgia Creimer. In: Paolo Bianchi (Hrsg.): KUNSTFORUM International. Band 146. KUNSTFORUM International, Köln 1999, S. 128–129.
  • Georgia Creimer und Martin Stenger (Hrsg.): Georgia Creimer - INTIMATE SPACE. Siegerprojekt des Kunst & Bau-Wettbewerbs für das 3. Olympische Dorf in Innsbruck, Österreich mit Textbeiträgen von Patricia Grzonka und Ruth Horak. Schlebrügge. Editor, Wien 2012, ISBN 978-3-902833-15-0.
  • Veit Ziegelmaier: Natur versus Künstlichkeit. Die domestizierte Natur. In: Toni Stooss. Mit Beitr. von Matthias Harder; Mila Moschik; Tina Teufel; Peter Weiermair; Veit Ziegelmaier und mit einem Auszug aus Peter Handke, Versuch über den Pilznarren (Hrsg.): Flowers & Mushrooms, Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung im Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg vom 27. Juli – 27. Oktober 2013. Hirmer, München 2013, ISBN 978-3-7774-2160-5, S. 114–157.
  • Gerhild Stangl, Katharina Hofmann-Sewera (Hrsg.): georgia creimer incorporado. Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien, 26. April – 9. Mai 2017 mit Textbeiträgen von Katrin Bucher Trantow, Patricia Grzonka, Katharina Hofmann-Sewera, Pia Jardí. Schlebrügge. Editor Q21, Wien 2017, ISBN 978-3-903172-06-7.
  • Ruth Haas: Die Wiederentdeckung der Enzyklopädien : Kunst und Bau in der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol. In: Christoph Bertsch, Rosanna Dematté, Claudia Mark, Universität Innsbruck (Hrsg.): Kunst - Sammlung - Universität Kunst in Tirol nach 1945 : Bestandskatalog der Sammlung des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck samt einer Dokumentation der Nachlässe und Legate sowie Kunstprojekte im universitären Raum. Band 3. Haymon, Innsbruck / Wien 2018, ISBN 978-3-7099-3411-1, S. 1319–1324.
  • Stefanie Grünangerl, Barbara Herzog, Doris Leutgeb, Marijana Schneider, Jürgen Tabor, Tina Teufel: Spiele und Räume. Spielen heißt verändern, freies Spiel der Kräfte, Räume öffnen, der Raum in unseren Köpfen. Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung im Museum der Moderne Salzburg, 2. Februar 2024 – 23. März 2025. Hrsg.: Harald Krejci u. a. Hirmer, München 2024, ISBN 978-3-7774-4492-5, S. 192–193.
Commons: Georgia Creimer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Gerhild Stangl, Katharina Hofmann-Sewera: georgia creimer incorporado. Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien, 26. April – 9. Mai 2017. 1. Auflage. Schlebrügge.Editor, Wien 2017, ISBN 978-3-903172-06-7, S. 170.
  2. 1 2 3 19ª Bienal de São Paulo (1987) - Catálogo Geral. 1. November 2009, abgerufen am 17. September 2026 (englisch).
  3. ↑ georgia creimer: ausstellungen. In: Website Georgia Creimer. Abgerufen am 29. September 2026.
  4. 1 2 On Stones –Universitäts- und Landesbibliothek Tirol. In: BIG ART. Abgerufen am 25. September 2026 (deutsch).
  5. 1 2 Georgia Creimer und Martin Stenger (Hrsg.): Georgia Creimer - INTIMATE SPACE. Siegerprojekt des Kunst & Bau-Wettbewerbs für das 3. Olympische Dorf in Innsbruck, Österreich. Schlebrügge. Editor, Wien 2012, ISBN 978-3-902833-15-0.
  6. 1 2 3 georgia creimer: Underscape. In: Website Georgia Creimer. Abgerufen am 2. Oktober 2026.
  7. 1 2 Thomas-Mann-Gymnasium in München. In: Baumeister. Abgerufen am 2. Oktober 2026.
  8. ↑ muenchen.de: Das Städtische Thomas-Mann-Gymnasium. Abgerufen am 2. Oktober 2026.
  9. ↑ Institucional. In: FAAP. Abgerufen am 17. September 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  10. 1 2 3 Georgia Creimer im Gespräch mit Pia Jardi. In: Gerhild Stangl und Katharina Hofmann-Sewera (Hrsg.): georgia creimer incorporado. Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien, 26. April – 9. Mai 2017. Schlebrügge. Editor Q21, Wien 2017, ISBN 978-3-903172-06-7, S. 80–89.
  11. ↑ Oswald de Andrade: Manifeste. Portugiesisch–Deutsch. Hrsg.: Olivier Precht. Turia + Kant, Wien / Berlin 2016, ISBN 978-3-85132-819-6.
  12. 1 2 Patricia Grzonka: Zu einer Sphäre des Instabilen. Künstlerische Verfahren bei Georgia Creimer. In: Gerhild Stangl, Katharina Hofmann-Sewera (Hrsg.): georgia creimer incorporado. Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien, 26. April – 9. Mai 2017. Schlebrügge. Editor Q21, Wien 2017, ISBN 978-3-903172-06-7, S. 118–123.
  13. 1 2 Website der Künstlerin: biography. Abgerufen am 25. September 2026.
  14. ↑ Oswald Oberhuber (Hrsg.): 60 Tage österreichisches Museum des 21. Jahrhunderts. Institut für Museologie. Universität für angewandte Kunst, Wien 1989, ISBN 3-85211-001-7.
  15. ↑ Geschichte des Festivals Wellenklänge. In: wellenklaenge. Abgerufen am 26. September 2026 (deutsch).
  16. ↑ georgia creimer: geliehene landschaft. In: Website Georgia Creimer. Abgerufen am 3. Oktober 2026.
  17. ↑ Ruth Horak: Fenster in eine andere Welt. In: Georgia Creimer (Hrsg.): Geliehene Landschaft. Begleitpublikation zu einer temporären Installation in Lunz am See, 15.7.–30.9.2008. gugler cross media, 2008, S. 7–61.
  18. ↑ Katrin Bucher Trantow: Res Naturae... sprichst Du nur das Zauberwort. In: Gerhild Stangl, Katharina Hofmann-Sewera (Hrsg.): georgia creimer incorporado. Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien, 26. April – 9. Mai 2017. Schlebrügge. Editor Q21, Wien 2017, ISBN 978-3-903172-06-7, S. 34–39.
  19. 1 2 georgia creimer: on stones. In: Website Georgia Creimer. Abgerufen am 27. September 2026.
  20. ↑ Ruth Haas: Die Wiederentdeckung der Enzyklopädien. Kunst und Bau in der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol. In: Christoph Bertsch, Rosanna Dematté, Claudia Mark, Universität Innsbruck (Hrsg.): Kunst - Sammlung - Universität Kunst in Tirol nach 1945 : Bestandskatalog der Sammlung des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck samt einer Dokumentation der Nachlässe und Legate sowie Kunstprojekte im universitären Raum. Band 3. Haymon Verlag, Innsbruck / Wien 2018, ISBN 978-3-7099-3411-1, S. 1319–1324.
  21. ↑ Christoph Ransmayr: Der fliegende Berg. S. Fischer, 2006, ISBN 978-3-10-062936-4.
  22. ↑ BIGKunstundBau - Youtube: 20 Jahre BIG ART: Georgia Creimer "On Stones", 2009, Universitäts- und Landesbibliothek Tirol. 23. April 2025, abgerufen am 27. September 2026.
  23. ↑ georgia creimer: intimate space. In: Website Georgia Creimer. Abgerufen am 3. Oktober 2026.
  24. ↑ georgia creimer: ein wohnen. In: Website Georgia Creimer. Abgerufen am 3. Oktober 2026.
  25. ↑ Georgia Creimer, Martin Stenger (Hrsg.): INTIMATE SPACE. Schlebrügge. Editor, Wien 2012, ISBN 978-3-902833-15-0.
  26. ↑ Martin Heidegger: Bauen, Wohnen, Denken. In: Friedrich-Wilhelm von Herrmann (Hrsg.): Martin Heidegger Gesamtausgabe, I. Abteilung: Veröffentlichte Schriften 1910–1976. Band 7: Vorträge und Aufsätze (1936–1953). Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 2000, ISBN 978-3-465-03099-7, S. 145–162.
  27. 1 2 georgia creimer: ein Wohnen: text. In: Website Georgia Creimer. Abgerufen am 27. September 2026.
  28. ↑ muenchen.de: Das Städtische Thomas-Mann-Gymnasium (filmische Präsentation). In: Website der Landeshauptstadt München. Abgerufen am 3. Oktober 2026.
  29. 1 2 georgia creimer: Biom (incorporado) - Text. In: Website Georgia Creimer. Abgerufen am 27. September 2026.
  30. ↑ georgia creimer: biom (incorporado). In: Website Georgia Creimer. Abgerufen am 27. September 2026.
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