Der Garnitzabach ist ein etwa 7 Kilometer langer typischer steiler Gebirgsbach des Bregenzerwaldgebirges, der in der Gemeinde Laterns im österreichischen Bundesland Vorarlberg verläuft. Er ist ein rechter Nebenfluss der Frutz und gehört damit zum Flusssystem des Rheins.
Die amtliche Schreibweise lautet Garnitzabach. Das Vorarlberger Landesarchiv führt den Namen im Verzeichnis der Örtlichkeiten der Gemeinde Laterns. Dort werden auch die Flurnamen Vorder-Garnitza und Hinter-Garnitza angeführt.[3] Die Schreibweise ‘‘Ganitzabach’’ ist im genannten amtlichen Verzeichnis nicht belegt.
Der Garnitzabach entspringt auf etwa 1873mü.A. unterhalb des Hohen Freschen.[2] Der Bach fließt durch das alpine Gebiet der Garnitzaalpen und verläuft unter anderem im Bereich von Vorder-Garnitza und Hinter-Garnitza. Im Bereich von Bad Laterns quert die L 51 den Bach. Der Garnitzabach mündet anschließend bei etwa Flusskilometer 19,5 von rechts in die Frutz. Der Garnitzabach ist rund 7km lang und sein Einzugsgebiet umfasst knapp 10km².
Beim schweren Unwetter Anfang Juni 2003 wurde das Bachbett des Garnitzabachs stark verändert. Dabei wurde unter anderem eine Holzbrücke weggerissen. Da der Bach auszubrechen und die L 51 sowie das Laternser Bad zu gefährden drohte, wurden unverzüglich Sicherungs- und Wiederherstellungsarbeiten eingeleitet. Die Wildbach- und Lawinenverbauung übernahm die Bauarbeiten. Die veranschlagten Kosten beliefen sich auf rund 150.000 Euro. Ziel der Maßnahmen war unter anderem die Wiederherstellung des ursprünglichen Bachbettes und die Sicherung lokaler Uferanrisse.[2]
Die Hitze und Trockenheit im Frühjahr und Sommer 2026 führte dazu, dass der Bach kaum noch Wasser führte. Dies wurde zur tödlichen Falle für die dortigen Fische. Freiwillige retteten Ende Juli 2026 rund 800 Fische und in sauerstoffreiche Gewässer gebracht.[4] Die Trockenheit bedroht auch die Almen, die unter Wasserknappheit und geringem Wachstum des Grases leiden.
In gewässerkundlichen Untersuchungen wurden Bäche unter anderem im Bereich der Garnitzaalpe untersucht. Dabei wurden am Garnitzabach mehrere Gebirgsstelzenreviere beobachtet.[5]
Das Tal des Garnitzabachs ist ein Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren im Gebiet des Hohen Freschen. Von Bad Laterns führen Wege entlang des Garnitzabachs in Richtung Garnitzaalpen und weiter in das alpine Gebiet unterhalb des Hohen Freschen.[6]
↑Rita Kilzer:Verbreitung und Brutbestand von Charaktervogelarten der Fließgewässer Vorarlbergs Bestandesaufnahmen von BirdLife Vorarlberg 1994 -1995. In: Vorarlberger Naturschau 3, Seite 47-117. 1997 (zobodat.at[PDF]).