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Franz Hoenen

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Franz Hoenen SVD (* 1. November 1919 in Rocherath bei Lüttich; † 21. Dezember 1997 in Sankt Augustin) war erster römisch-katholischer Bischof der Diözese Kenge im Kongo. Nach seiner Resignation (freiwilliger Amtsverzicht) lebte er im Erzbistum Köln und vertrat des Öfteren die dortigen Weihbischöfe bei Firmungen.[1]

Franz Hoenen trat 1939 als Novize in den Orden der Steyler Missionare ein. Im Anschluss an seine Priesterweihe am 8. August 1948 in Teteringen bei Breda war er von 1949 bis 1951 als Missionar in Bombay in Indien.[2.1]

1951 wurde Hoenen von seinem Orden in die Provinz Kwango im damaligen Belgisch-Kongo entsandt. Dort betreute er ab 1956 als Schulinspektor die Missionsschulen. Nachdem der Kongo 1959/60 seine Unabhängigkeit erkämpft hatte, entstand 1963 die neue Diözese Kenge, zu deren Bischof Hoenen von Papst Paul VI. am 6. Juli 1963 ernannt wurde. Am 20. Oktober 1963 erfolgte in Rom die Bischofsweihe durch Papst Paul VI. im Petersdom.[2.2] Mitkonsekratoren waren Kurienerzbischof Pietro Sigismondi und Erzbischof Sergio Pignedoli, der Apostolische Gesandte für West- und Zentralafrika.

Als Bischof nahm Hoenen am Zweiten Vatikanischen Konzil teil, musste aber 1964 wegen Unruhen im Kongo vorzeitig aus Rom abreisen.[2.2] 1970 forderten fast alle Priester seines Bistums Hoenens Rücktritt und die Einsetzung eines einheimischen Bischofs. Diese Forderung entsprach der Linie des damaligen Diktators Mobutu Sese Seko, der nur einheimische Bischöfe akzeptieren wollte. Hoenen sandte ein Rücktrittsgesuch nach Rom, das der Papst Anfang 1974 annahm. Sein Nachfolger wurde am 25. April 1974 Bischof Dieudonné M’Sanda Tsinda-Hata.[2.3]

Von 1974 bis 1977 war er für seinen Orden in Rom tätig, bevor er 1978 nach Sankt Augustin zurückkehrte und dort am Missionswissenschaftlichen Institut und der Ordenshochschule tätig wurde.[3] Er ist auf dem dortigen Friedhof der Steyler Missionare begraben.[4]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Bischof Hoenen 75 Jahre alt (Memento vom 23. Oktober 2014 im Internet Archive) (PDF; 311 kB), in: aktuell - Nachrichten, Berichte und Termine, herausgegeben vom Presseamt des Erzbistums Köln, 5. Oktober 1994, Nr. 1440; PEK 01094, S. 51 (PEK/Na 9105)
  2. Carlo Lejeune: Zum 100. Geburtstag von Bischof Franz Hoenen. Wirken in der Ferne, Solidarität in der Heimat. In: Zwischen Venn und Schneifel. Zeitschrift für Geschichte, Brauchtum und Kultur, 56. Jahrgang, Februar 2020, S. 23–26.
    1. ↑ S. 26.
    2. 1 2 S. 23 f.
    3. ↑ S. 25 f.
  3. ↑ Bischof Franz Hoenen S.V.D verstorben - Kardinal Meisner feiert Exequien (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) (PDF; 462 kB), in: aktuell - Nachrichten, Berichte und Termine, herausgegeben vom Presseamt des Erzbistums Köln, 2. Dezember 1997, Nr. 1720; PEK 121997, S. 31 (PEK/Na 0356)
  4. ↑ Denkmalpflegeplan der Stadt Sankt Augustin, S. 162, abgerufen am 13. Mai 2021
VorgängerAmtNachfolger
Jean Van der HeydenBischof von Kenge
1963–1974
Dieudonné M’Sanda Tsinda-Hata