Franz Denk
Franz Denk (* 2. September 1897 in Ingolstadt; † 21. Januar 1977) war ein deutscher Mathematiker und Gymnasiallehrer. Er wirkte über viele Jahre als Schriftleiter der Zeitschrift „Archimedes“ und trat insbesondere durch seine publizistische Tätigkeit im Bereich der Mathematikdidaktik hervor. Neben seiner Unterrichtstätigkeit veröffentlichte er Schulbücher und didaktische Arbeiten, darunter gemeinsam mit Joseph E. Hofmann die Ebene Geometrie. Eine Einführung zum Gebrauch in den mittleren Klassen höherer Lehranstalten (1957).

Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Franz Denk besuchte die Oberrealschule in Amberg, studierte Mathematik und Physik an der Universität und TH München. Er war ab 1922 Mathematik- und Physiklehrer. Während des Zweiten Weltkriegs war er als Meteorologe tätig, dann Studienrat am Ohm-Gymnasium Erlangen.[1][2] Ab 1946 war er an der Planung und Herausgabe der Zeitschrift „Archimedes“ beteiligt, bei der er von 1948 bis 1972 Schriftleiter war.[3] Denk war auch in der Lehrerfortbildung (an der Pädagogischen Hochschule Nürnberg) tätig. Insbesondere durch seine langjährige Tätigkeit als Schriftleiter von Archimedes war er in der deutschsprachigen Mathematikdidaktik präsent.[4]
Schriften (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Über den Aufbau der Permutationen geordneter Elemente, J. reine angew. Math. 176 (1936), S. 18–24
- Veranschaulichung von , Unterrichtsblätter für Mathematik und Naturwissenschaften 44 (1938), S. 23
- (mit Otto Haupt): Über die Singularitäten reeller Bogen im , J. reine angew. Math. 183 (1941), S. 69–91
- (mit Otto Haupt): Über die Windungsmonotonie der Elementarbogen im , J. reine angew. Math. 187 (1949), 95–108
- Anleitung für Erwachsene zum Umgang mit Geschriebenem und Gedrucktem – ein Beitrag zur Überwindung des Bürokratismus, Verlag Josef Habbel, Regensburg, 1946
- Lebendiges Bruchrechnen in der Schulstube, Der Mathematikunterricht 1 (1955), S. 74–84
- (mit J.E. Hofmann): Ebene Geometrie: Eine Einführung zum Gebrauch in den mittleren Klassen höherer Lehranstalten, Blutenburg-Verlag, München, 1957
- Beiträge in der Zeitschrift „Archimedes“ (1948–1972)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Karl Röttel: Franz Denk und sein ‚Archimedes‘, Globulus 6 (1998), S. 45–51
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Franz Denk in der Datenbank zbMATH
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Biographie: siehe Artikel von Karl Röttel. Lebensdaten auch hier: Geburtsdatum im Kalliope-Katalog, Sterbedatum im Bericht über die Oberwolfach-Tagung „Geschichte der Mathematik“.
- ↑ Studienrat, 1950, an der Ohm-Oberrealschule: Die Mathematische Erfindung (Gedankenschöpfung)
- ↑ Siehe auch die kurze Biographie auf einer Webseite von Greg Frederickson.
- ↑ Belegt ist auch seine Teilnahme von 1963 bis 1968 an Tagungen in Oberwolfach, siehe dazu die digitalisierten Tagungsberichte. Die Tagungsthemen waren 1963 „Mathematische Strukturen im Gymnasialunterricht?“ und ab 1964 „Zur Didaktik des mathematischen Gymnasialunterrichts“. Seine Vortragstitel waren 1963 „Der notwendige Umbau des Mathematikunterrichtes unter besonderer Berücksichtigung der diesbezüglichen Bestrebungen in Frankreich und Belgien“ und 1964 „Die didaktischen Schwierigkeiten bei der Modernisierung des Mathematikunterrichtes – Minimalforderungen“.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Denk, Franz |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mathematiker |
| GEBURTSDATUM | 2. September 1897 |
| GEBURTSORT | Ingolstadt |
| STERBEDATUM | 21. Januar 1977 |