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Foxspell

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Foxspell ist ein Jugendroman der britisch-australischen Schriftstellerin Gillian Rubinstein, der im Jahr 1994 beim Verlag Hyland House veröffentlicht wurde.[1]

Der zwölfjährige Junge Tod ist mit seiner Mutter und seinen beiden Schwestern von Sydney in eine Vorstadt von Adelaide zu seiner Großmutter übersiedelt, nachdem der Vater die Familie verlassen und nach England gegangen ist. Tod und seine Schwester Charm können sich mit der neuen Umgebung nur schwer anfreunden, während die älteste Schwester Dallas keinerlei Anpassungsschwierigkeiten hat. Die Mutter versucht, als Stand-up-Comedian Geld zu verdienen.

Als Tod auf dem Weg zur Schule den Leichnam eines Fuchses entdeckt und diesen begräbt, entwickelt er plötzlich ein starkes Interesse an Füchsen. Ganz im Unterschied zur Schule, die ihn aufgrund seiner Lernschwierigkeiten überfordert und frustriert. Viel lieber wandert er in den angrenzenden Steinbrüchen herum und findet dort alsbald auch tatsächlich eine Fuchsfährte. Er kommt dabei allerdings in Konflikt mit einer Jugendbande, die die Steinbrüche als ihr Revier betrachten. Weil ihr Anführer Shaun allerdings ein Auge auf Charm geworfen hat, möchte dieser unbedingt, dass Tod der Gang beitritt.

Um der Realität und all ihren komplexen Herausforderungen zu entfliehen, entwickelt Tod eine mystische Verbindung zu einem Fuchs, den er im Steinbruch antrifft, und zur Natur um das Haus seiner Großmutter. Der Fuchs, eine Art unsterblicher Fuchsgeist, der sich zeitweise in einen Menschen verwandelt und sich dann Dan Russell nennt, verhilft Tod dazu, sich ebenfalls in einen Fuchs verwandeln zu können. Die simple Welt dieser Raubtiere steht im krassen Kontrast zur herausfordernden Welt eines heranwachsenden Jungen, der insbesondere seinen Vater und seine alte Heimat vermisst.

Andererseits gerät Tod nach der Metamorphose in einen Fuchs auch immer wieder in Konflikt mit seinen menschlichen Werten und Vorstellungen, insbesondere als der Fuchsgeist und er die Hühner der Großmutter fressen oder Dan Russel Inkspot, die Katze der Großmutter, mit der sich Tod angefreundet hat, tötet.

Die Entscheidung zwischen den beiden Welten fällt Tod nicht leicht: Einerseits hat sein Vater angekündigt, nach Australien zurückkehren zu wollen, andererseits ist gerade Adrian, einer der wenigen Freunde aus seiner Schule und der Bruder von Shaun, bei einem missglückten Sprung auf einen fahrenden Güterzug ums Leben gekommen. Der Fuchsgeist versucht, Tod auf seine Seite zu ziehen, doch wie sich der Junge letztlich entscheidet, bleibt offen.

Die australische Schriftstellerin Rachael Cameron schreibt in ihrer Buchrezension: „Foxspell, eine ungewöhnliche Geschichte um Vertreibung, Exil und Entfremdung, bestätigt Gillian Rubinsteins Reputation als Autorin komplexer Jugendromane.“[1] Die australische Kinderbuchautorin Agnes Nieuwenhuizen fasst Foxspell folgendermaßen zusammen: „Die Geschicklichkeit, mit der Rubinstein den heiklen, schwierigen Übergang zwischen Fantasie und Realität sowie zwischen der Welt der Menschen, der Geister und der Tiere meistert, erinnert an die Kunst von Margaret Mahy … Hier zeigt sich Rubinstein von ihrer besten Seite.“[2]

Im Jahr 1995 wurde Foxspell vom Children's Book Council of Australia als Book of the Year ausgezeichnet.[1][3]

Foxspell ist in dem literarischen Nachschlagewerk 1001 Kinder- und Jugendbücher – Lies uns, bevor Du erwachsen bist! für die Altersstufe 12+ Jahre enthalten.[1]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Julia Eccleshare (Hrsg.): 1001 Kinder- und Jugendbücher – Lies uns, bevor Du erwachsen bist! 1. Auflage. Edition Olms, Zürich 2010, ISBN 978-3-283-01119-2 (960 S., librarything.com).
  2. Gillian Rubinstein: Foxspell. Hyland House, South Melbourne 1994, ISBN 1-875657-32-0 (englisch).
  3. THE CHILDREN’S BOOK COUNCIL OF AUSTRALIA BOOK OF THE YEAR AWARDS 1946 —. In: CBCA. Abgerufen am 27. Mai 2026 (englisch).