Die Fenecon GmbH (Eigenschreibweise: Fenecon) ist ein deutsches Unternehmen der Energietechnik mit Sitz in Iggensbach im niederbayerischen Landkreis Deggendorf. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet stationäre Batteriespeicher sowie Energiemanagementsysteme für private, gewerbliche und industrielle Anwendungen.[2] Nach Angaben von pv magazine Deutschland erzielte Fenecon im Jahr 2023 einen Umsatz von rund 140 Mio. Euro und beschäftigte etwa 300 Mitarbeiter.[1]
Das Unternehmen wurde 2011 von Franz-Josef Feilmeier gegründet.[2] Nach Angaben von ECOreporter erfolgte 2016 die Umwandlung von einer GmbH & Co. KG in die heutige GmbH.[2]
2016 wurde ein von Fenecon entwickeltes Energiepartner-Modell mit dem Energy Award in der Kategorie „Smart Home“ ausgezeichnet.[3][4]
Für 2023 berichtete pv magazine Deutschland, dass Fenecon den Umsatz auf rund 140 Mio. Euro gesteigert und die Mitarbeiterzahl um etwa 100 auf rund 300 erhöht habe.[1]
Im März 2024 nahm Fenecon in Iggensbach die sogenannte CarBatteryReFactory in Betrieb. In dem Werk werden stationäre Speicher aus Elektrofahrzeugbatterien gefertigt. Die Produktionskapazität wurde in Medienberichten mit etwa 500 Großspeichern und 30.000 Heimspeicher-Einheiten pro Jahr angegeben.[5] Die Investitionssumme der ersten Ausbaustufe lag nach Angaben von VISION mobility bei rund 25 Mio. Euro; davon entfielen 4,5 Mio. Euro auf den EU Innovation Fund und 1,7 Mio. Euro auf die bayerische Wirtschaftsförderung.[6]
2024 beteiligte sich die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mit fünf Mio. Euro an Fenecon. Nach Angaben des VC Magazins sollte das Kapital unter anderem für weitere Produktionskapazitäten in Deutschland und den USA verwendet werden.[7]
Der Sitz der Fenecon GmbH befindet sich am Gewerbepark 6 in 94547 Iggensbach. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Deggendorf unter HRB 4518 eingetragen und wird durch Franz-Josef Feilmeier vertreten.[8]
Der Jahresumsatz wurde für 2023 mit rund 140 Mio. Euro angegeben.[1]ECOreporter berichtete 2025 ebenfalls von einem Jahresumsatz von rund 140 Mio. Euro und mehr als 300 Beschäftigten.[2]
Fenecon bietet stationäre Stromspeichersysteme in mehreren Größenklassen an. Das Produktportfolio umfasst Speicher für Privathaushalte, Gewerbebetriebe und industrielle Anwendungen.[9][10][11]
Im Bereich der Heim- und Gewerbespeicher werden unter anderem Systeme der Produktreihen Home und Commercial angeboten. Die Produktfamilie Home 20/30 wird mit 20 beziehungsweise 30 kW Leistung und einer Speicherkapazität von 14 bis 168 kWh beschrieben.[9] Der Commercial 100 richtet sich an größere gewerbliche Anwendungen und wird mit 100 kW Leistung sowie einer Speicherkapazität von 39,2 bis 420 kWh angegeben.[10]
Für industrielle Anwendungen bietet Fenecon Speicher der Produktreihe Industrial an. Das System Fenecon Industrial L wurde 2023 mit dem ees Award ausgezeichnet. In der Beschreibung des Awards wurden eine Leistung von 736 kW und eine Gesamtkapazität von 1,28 MWh genannt.[11]
Ein technischer Bestandteil der Fenecon-Systeme ist das Fenecon Energy Management System, kurz FEMS. Es basiert auf OpenEMS, einem quelloffenen Energiemanagementsystem.[12] Nach der OpenEMS-Dokumentation wurde die Entwicklung von OpenEMS durch Fenecon begonnen; die Software bildet den Software-Stack hinter FEMS.[12]
Mit dem Energiepartner-Modell verfolgte Fenecon einen Ansatz, bei dem dezentrale Stromspeicher nicht nur zur Eigenverbrauchsoptimierung, sondern auch für netzdienliche Anwendungen eingesetzt werden sollten.[4] Nach einem Bericht von Landtechnikmagazin wurden dabei Stromspeicher von Kunden gebündelt und an Energiehandelsplätzen vermarktet; der Pooling-Effekt sollte zugleich netzstabilisierend wirken.[4] Das Modell wurde 2016 von GE und dem Handelsblatt mit dem Energy Award in der Kategorie „Smart Home“ ausgezeichnet.[3]
Ein späteres Modell im Bereich gewerblicher und industrieller Speicher ist FERESTO Rental Storage. Das Mietmodell wurde 2023 mit dem EM-Power Award ausgezeichnet.[13] Nach Angaben von VISION mobility können die Mietsysteme unter anderem für Industrieareale ohne ausreichenden Netzanschluss, für Kapazitätserweiterungen und für flexible Mietzeiträume von einem Tag bis 60 Monaten eingesetzt werden.[14]
Das Handelsblatt berichtete Anfang 2026 über Fenecon im Zusammenhang mit dem Wettbewerb europäischer Batteriespeicherhersteller mit asiatischen Anbietern. In dem Bericht wurde hervorgehoben, dass Fenecon Produktionskapazitäten in Deutschland ausbaut und bei Großspeichern Batterien aus der Automobilindustrie verwendet.[16]
pv magazine Deutschland berichtete 2024 über das Umsatz- und Mitarbeiterwachstum des Unternehmens im Jahr 2023 sowie über die geplante Internationalisierung.[1]