Femmes françaises
Femmes françaises (Französische Frauen) war ein französisches Wochenmagazin, das von 1944 bis 1957 erschien. Es war kommunistisch und feministisch geprägt.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wochenzeitung erschien 1944; zunächst illegal[1] und dann ab Ende des Jahres offiziell.[2] Die Bemühungen der Résistance ermöglichten im November 1944 den Zusammenschluss der kommunistischen Frauenkomitees, die ihrerseits die Union des femmes françaises und deren Zeitschrift Femmes françaises gründeten.[2]
Sie wurde zunächst von France d’abord[A 1] herausgegeben.[1] Im Jahr 1948 verkaufte sich das Magazin 5600 Mal.[2] Es erschien bis 1957.[2] Sein Nachfolger war die Monatszeitschrift Heures claires des Femmes françaises[3], deren Leitung Henriette Bidouze eine Zeit lang bis 1985 übernahm,[2][4] dann ein weiteres feministisches Magazin namens Clara.[2][5]
Auch wenn Femmes françaises politisch geprägt war, enthielten die Ausgaben in weiten Teilen unterhaltende Seiten - zum Beispiel zu den Themen Mode, Handarbeit, Kino oder Weihnachten.[6]
Mitarbeiterinnen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Édith Thomas informierte in der ersten Ausgabe die Leserschaft über den Tod von Danielle Casanova, Sekretärin der Union des jeunes filles de France.[1] In der Ausgabe vom 30. November 1944 schrieb Irène Joliot-Curie über das Wahlrecht für Frauen in Frankreich.[7] Von Oktober 1949 bis Mai 1952 war Élise Fraysse Chefredakteurin von Femmes françaises.[8] 1952 führte ihre Berichterstattung über die Ereignisse, die zur Unabhängigkeit Tunesiens führten, zu ihrer Inhaftierung.[8][9] Im Mai 1951 war die Schauspielerin Loleh Bellon[10] Patin eines Abonnementwettbewerbs für Femmes françaises.[11] Am 14. März verkündete Françoise Leclercq „La douleur des mères est immense – Staline n'est plus“ (Der Schmerz der Mütter ist unermesslich – Stalin ist nicht mehr).[12]
- 1944
- September 1945
- Juli 1950
- April 1952
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Femmes françaises 1944 bis 1957 auf Gallica
- Angaben zu Femmes françaises in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.
Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ France d’abord (so in der frankophonen Wikipédia abrufbar) war eine Organisation der Résistance.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Femmes françaises 1944 Nr. 1 auf Gallica
- 1 2 3 4 5 6 Dominique Loiseau: L’Union des femmes françaises pendant les Trente Glorieuses : entre « maternalisme », droit des femmes et communisme. In: Le Mouvement Social. 2018, doi:10.3917/lms.265.0037.
- ↑ Angaben zu Heures claires des Femmes françaises in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.
- ↑ Dominique Loiseau: BIDOUZE Henriette. In: Le Maitron. Abgerufen am 18. November 2025 (französisch).
- ↑ Clara. Abgerufen am 18. November 2025 (französisch).
- ↑ Femmes françaises vom 30. November 1944, ab Seite 8 auf Gallica
- ↑ Femmes françaises vom 30. November 1944; Ce que les Françaises pensent du vote auf Gallica
- 1 2 Paul Boulland: FRAYSSE Élise, LASSERRE Élise. In: Le Maitron. Abgerufen am 18. November 2025 (französisch).
- ↑ Femmes françaises vom 23. Februar 1952; Dernière minute auf Gallica
- ↑ Loleh Bellon. In: Les Archives du Spectacle. Abgerufen am 18. November 2025 (französisch).
- ↑ Femmes françaises vom 5. Mai 1951 auf Gallica
- ↑ Femmes françaises vom 14. März 1953 auf Gallica