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Felix Ignatz Kauffmann

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Felix Ignatz Kauffmann, auch Felix J. Kauffmann und weitere Namensvarianten, (geboren 7. Februar 1878 in Frankfurt am Main; gestorben 15. November 1953 in New York City) war ein deutschamerikanischer Verlagsbuchhändler und Antiquar.

Felix Ignatz Kauffmann war ein Sohn des Verlagsbuchhändlers Ignatz Kauffmann[1] (1849–1913). Er machte ein Verlagsvolontariat bei Joseph Baer & Co. und studierte Orientalistik, Philosophie und Alte Geschichte in Würzburg, Berlin, Straßburg und Heidelberg und wurde 1903 promoviert. Er trat 1902 in den Betrieb I. Kauffmann, M. Lehrberger & Co. seines Vaters ein, nach dessen Tod wurde er 1913 Alleininhaber. Kauffmann verlegte Schulbücher, Jugendbücher, Kunsteditionen und war auch Musikverleger. Kauffmann war ein bedeutender Verleger von Judaica. Als Antiquar vermittelte er 1930 den Verkauf einer Gutenberg-Bibel an die Library of Congress zum Preis von 1,2 Millionen RM. Er war mit Jeanette Kirchheim verheiratet, sie hatten zwei Töchter, die auf die Tätigkeit im Familienbetrieb vorbereitet wurden. Kauffmann engagierte sich in der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt.

Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 wurden Kauffmann 1937 die Mitgliedschaften in der Reichsschrifttumskammer und im Börsenverein der Deutschen Buchhändler entzogen. Nach der Reichspogromnacht wurde der Betrieb im Dezember 1938 vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda geschlossen. Die Lagerbestände wurden 1939 an den Jüdischen Kulturbund verkauft. Das Antiquariatslager erhielt das in Frankfurt ansässige Institut zur Erforschung der Judenfrage der Hohen Schule der NSDAP.

Kauffmann leitete seit 1939 die Frankfurter Zweigstelle des Kulturbundverlages, ihm gelang 1941 die Emigration nach Portugal und von dort in die USA, wo er noch als Buchantiquar arbeitete.

Schriften (Auswahl)

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Versteigerung bei Paul Graupe (1931)
  • Deutsche Literatur : Erst- u. Gesamtausgaben, illustrierte Bücher und schöne Drucke des 18. - 20. Jahrhunderts aus der Bibliothek Felix Kauffmann, Frankfurt a.M., u. einige Beiträge aus anderem Besitz; Auktion 100. Berlin: Paul Graupe, 1931
  • Kauffmann, Felix J., in: Werner Röder, Herbert A. Strauss (Hrsg.): Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Bd. 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben. München: Saur, 1980, S. 355
  • Kauffmann, Felix Ignatz. In: Ernst Fischer: Verleger, Buchhändler & Antiquare aus Deutschland und Österreich in der Emigration nach 1933: Ein biographisches Handbuch. 2. Auflage. Berlin : De Gruyter, 2020, S. 256–258
  • Kauffmann, Felix, in: Joseph Walk: Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945. München: Saur, 1988, S. 188

Einzelnachweise

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  1. Sabine Hock: Kauffmann, Ignatz, in: Frankfurter Personenlexikon (Stand 1990)