Der K10 ist ein Großmuldenkipper des deutschen Herstellers Faun, der 1956 vorgestellt wurde.[2] Er ist für die Beförderung großer Abraummengen in Tagebauen und Großbaustellen mit schwierigen Bedingungen konzipiert. Beim Entwurf dieses frühen westdeutschen Starrrahmen-Muldenkippers griff man auf US-amerikanische Konzepte für derartige Fahrzeuge zurück.[2]
Das Fahrzeug ist ein zweiachsiger allradgetriebenerFrontlenker (4×4) mit Kippmulde. Er ist 5,9m lang, 2,5m breit und 2,815m hoch; der Radstand beträgt 2,6m. Die K10-Versionen werden von einem luftgekühlten Reihensechszylinder-Dieselmotor der Deutz AG (damals KHD) angetrieben. Mit 7983 cm³ Hubraum leistet er 125PS (92kW) bei 2300/min. Das maximale Drehmoment beträgt 450Nm bei 1200/min.[1] Der Fahrantrieb ist dieselmechanisch, die Höchstgeschwindigkeit der Version K10/26 A gibt der Hersteller mit maximal 60km/h an. Der Kraftstoffverbrauch liegt zwischen 20 und 25 Liter pro 100 Kilometer.[1]
Die Leistung wird mit einem AK 6-55-Sechsgang-Schaltgetriebe, Gelenkwellen und Schneckengetrieben auf die Achsen übertragen. Die letzte Version K10/26 AP bekam an beiden Achsen Planeten-Vorgelegegetriebe an den Radnaben.[2]
Die Einmannkabine sitzt links neben dem Motorraum über dem linken Vorderrad.
Die Kippmulde des K10/26 A ist 4m lang, 2,26m breit und 0,8m hoch. Sie kann mit einem Hydraulikzylinder aus der Waagerechten in die Kippstellung gebracht werden.[1]