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FHWien der WKW

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(Weitergeleitet von FH Wien)
FHWien der WKW
Motto Die Praxis studieren.
Gründung 1994
Trägerschaft Wiener Wirtschaft Holding GmbH und Fonds der Wiener Kaufmannschaft
Ort Wien
Land Osterreich Österreich
Geschäftsführer Stephan Gasser
Studierende 2.876 ordentliche Studierende, 500 Studierende in Lehrgängen WS 2024/25[1]
Mitarbeiter 193 hauptberufliche Mitarbeiter, davon 86 in Lehre und Forschung; 992 nebenberufliche Lehrende[2]
Website www.fh-wien.ac.at
Der WKO Campus Wien mit der FHWien der WKW, dem WIFI u. a. m.

Die FHWien der WKW ist eine Fachhochschule für Management und Kommunikation in Wien. Träger sind zu je 50 % die Wiener Wirtschaft Holding GmbH (eine Tochtergesellschaft der Wirtschaftskammer Wien[3]) und der Fonds der Wiener Kaufmannschaft. Das Studienangebot umfasst Bachelor- und Master-Studiengänge sowie Weiterbildungsprogramme.[4] Bis 2024 hatten rund 15.900 Personen ein Diplom-Studium oder einen Bachelor- oder Master-Studiengang an der Fachhochschule abgeschlossen.[5]

1994 startete die FHWien der WKW mit dem Diplom-Studiengang Tourismus-Management.[6] Das Studienangebot wurde schrittweise ausgeweitet. Bis 2007 wurden die FH-Studien als Diplom-Studien mit dem akademischen Abschluss Mag. (FH) angeboten. Im Zuge des Bologna-Prozesses erfolgte im Studienjahr 2007/08 der Umstieg auf Bachelor- und Master-Studiengänge. mit den akademischen Abschlüssen Bachelor of Arts in Business bzw. Bachelor of Arts in Social Sciences oder Master of Arts in Business bzw. Master of Arts in Social Sciences. Der Abschluss eines Master-Studiums an der FHWien der WKW berechtigt zu einem weiterführenden Doktorats- bzw. PhD-Studium.[7]

Im Jänner 2023 übernahm die FHWien der WKW das Hernstein Institut für Management und Leadership.[8][9]

Auf dem Gelände des heutigen WKO campus wien, Währinger Gürtel 97, befand sich von 1873 bis 1943 das Spital der Israelitischen Kultusgemeinde (Rothschild-Spital). In der Nachkriegszeit diente das Gebäude als Lager für jüdische Displaced Persons sowie später für jüdische Flüchtlinge aus Osteuropa. 1960 wurde das Spitalsgebäude abgerissen.[10]

Nach Plänen von Karl Schwanzer wurde ab 1960 auf dem Gelände des ehemaligen Spitals das Wirtschaftsförderungsinstitut der Kammer der gewerblichen Wirtschaft (WIFI) gebaut. Die Eröffnung fand am 14. März 1963 statt.[11]

Nach einem 18-monatigen Umbau zogen 2007 alle Studienbereiche (früher: Institute) der Fachhochschule in den WKO campus wien.[12][13]

Am 16. September 2010 enthüllten das WIFI Wien und das Währinger Bezirksmuseum im Haus am Währinger Gürtel 97 eine Gedenktafel zur Erinnerung an den früheren Standort des Krankenhauses.[14]

2023 wurde nach zwei Jahren Umbauzeit der WKO campus wien wiedereröffnet. Insgesamt wurden 24.600 Quadratmeter umgebaut, das entspricht 53 Prozent der gesamten Fläche des Bildungscampus.[15]

Die FHWien der WKW bietet Bachelor- und Master-Studiengänge an. Die Bachelor-Studiengänge können großteils berufsbegleitend oder in Vollzeit absolviert werden. Die Master-Studiengänge werden ausschließlich berufsbegleitend angeboten. Die Lehre findet überwiegend auf Deutsch statt, zwei Studiengänge werden auf Englisch unterrichtet.

Die FHWien der WKW bietet Studiengänge in neun Bereichen an:[16][17]

  • Communication Management
  • Digital Economy
  • Financial Management
  • Human Resources & Organization
  • Journalism & Media Management
  • Management & Entrepreneurship
  • Marketing & Sales Management
  • Real Estate Management
  • Tourism & Hospitality Management

Die FHWien der WKW arbeitet mit über 160 Partnerhochschulen weltweit zusammen, an denen Studierende Auslandssemester absolvieren können. Je nach Studiengang variiert die Auswahl.[18]

Weiterbildungsprogramme

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Unter dem Namen Hernstein Management Academy werden akademische Weiterbildungsprogramme für Berufstätige angeboten. Die Programme lassen sich den Themenbereichen Digitale Transformation, Kommunikation und Marketing, Management und Nachhaltigkeit zuordnen. Die Abschlüsse reichen je nach Programm von Zertifikaten bis zu akademischen Graden wie EMBA, BA (CE), BPr oder MA (CE).[19]

Die Forschung an der FHWien der WKW wird von einem Forschungsinstitut sowie thematisch gestreut in den jeweiligen Studienbereichen durchgeführt. Dabei wird versucht, auf Schwerpunkte wie Verantwortung und Nachhaltigkeit, Digitalisierung und digitale Transformation sowie Strategisches Management zu verfolgen.[20]

Forschungsinstitut der FHWien der WKW

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Institute for Digital Transformation and Strategy

Das 2021 gegründete „Institute for Digital Transformation and Strategy (IDS)“ beschäftigt sich mit angewandter Forschung, Entwicklung und Innovation in zwei Arbeitsfeldern: Einsatz digitaler Technologie sowie Strategisches Management im Kontext der digitalen Transformation. Es werden dabei Projekte mit Unternehmen und drittmittelgeförderte Projekte umgesetzt. Ergebnisse werden in wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht.[21]

Forschungsprojekte der FHWien der WKW

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  • Lieferkettenverantwortung in Österreich

Im Herbst 2022 wurde eine Studie zur Lieferkettenverantwortung in Österreich präsentiert, die vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) in Auftrag gegeben wurde. Die Studie analysiert die Verantwortung von Unternehmen für Menschenrechts- und Umweltthemen entlang ihrer Lieferketten.[22][23][24]

  • DigiPharmaLogNet

Im Zeitraum 2021–2023 setzte die FHWien der WKW als Projektkoordinator gemeinsam mit Fraunhofer Austria Research das Projekt „DigiPharmaLogNet“ um. Das Ziel dabei war die Logistik in der Pharmabranche zu automatisieren, die Lieferkette zu optimieren und Verpackungsmaterial einzusparen. Pharmazeutika erfordern unter anderem die nachweisliche Einhaltung spezifischer Umgebungsbedingungen bei hohen Lieferfrequenzen an viele Lieferorten. Die komplexen Logistikanforderungen bedingen Lösungen, die Automatisierung begünstigen.[25][26]

  • Gestaltung organisationaler Ambidextrie in KMU zur erfolgreichen Bewältigung der digitalen Transformation

Zwischen 2022 und 2025 wurde das von der Stadt Wien geförderte Projekt umgesetzt. Im Mittelpunkt dieses Forschungsprojektes stand das Gelingen des digitalen Wandels in etablierten KMU. Diese sind gezwungen, alte „Pfade“ zu verlassen und digitale Innovationen in ihren Organisationen zu integrieren.[27][28]

  • Playbook “The Places To Be”

2025 wurde in Kooperation zwischen WienTourismus und der Stiftungsprofessur für Nachhaltige Stadt- und Tourismusentwicklung der FHWien der WKW unter dem Namen „The Places To Be“ ein Praxishandbuch erstellt. Es fasst zwölf Leitprinzipien zusammen, die aus internationalen sowie Wiener Projekten abgeleitet wurden. Mit dem Playbook möchte die Stadt Wien auf drei zentrale Herausforderungen reagieren: rasches Wachstum der Stadt, die Notwendigkeit intensiver Zusammenarbeit zwischen Stadtplanung, Tourismus und anderen Stakeholdern sowie den sensiblen Umgang mit dem historischen Gefüge der Stadt.[29][30][31]

Pannen bei der Studienplatzvergabe

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Im Juni 2024 kam es zu einer technischen Panne, bei der irrtümlich 480 Zusagen zu Studienplätzen versendet wurden, die tatsächlich nicht verfügbar waren.[32][33][34]

Die Betroffenen erhielten nach kurzer Zeit eine E-Mail mit dem Hinweis, dass die Zusage fehlerhaft war und blieben auf der Warteliste. Die Österreichische Hochschüler:innenschaft (ÖH) kritisierte den Vorfall als inakzeptabel und forderte Entschädigungen sowie Unterstützungsmaßnahmen für Betroffene, insbesondere für jene, die aufgrund der Zusage andere Studienangebote abgelehnt hatten.[33][34] Von Seiten der Fachhochschule wurde der Fehler bedauert, eine verbindliche Lösung für alle Betroffenen konnte jedoch nicht angeboten werden.[32]

Ein vergleichbarer Fehler war bereits im Juli 2014 aufgetreten, als infolge einer Softwareumstellung fehlerhafte Aufnahmeentscheidungen an Studienwerber versendet wurden. Damals erhielten 35 Bewerber nachträglich eine Absage und weitere 59 die Information, doch nur auf der Warteliste zu stehen.[35]

Einzelnachweise

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  1. Studierende, belegte Studien, Statistik Austria, abgerufen am 2. März 2025
  2. Jahresbericht der FHWien der WKW, abgerufen am 5. Juni 2025
  3. Wiener Wirtschaft Holding GmbH (610905s). In: Elektronische Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes. Abgerufen am 5. Juni 2025.
  4. Startseite der Website der FHWien der WKW. In: Website der FHWien der WKW. Abgerufen am 4. Juni 2024 (Zu den einzelnen Studiengängen und Weiterbildungsprogrammen siehe den Absatz „Unser Studienangebot“.).
  5. Jahresbericht 2024. In: Website der FHWien der WKW. Abgerufen am 4. Juni 2024.
  6. Fachhochschulen feiern 30-Jahr-Jubiläum. In: orf.at. 16. September 2024, abgerufen am 20. Januar 2026.
  7. Über uns. In: fh-wien. 16. September 2024, abgerufen am 20. Januar 2026.
  8. FHWien der WKW übernimmt Hernstein Institut. In: FHWien der WKW. Abgerufen am 30. März 2023 (deutsch).
  9. Hernstein Institut mit neuem Eigentümer. In: gewinn.com. 10. Februar 2023, abgerufen am 26. Februar 2026 (deutsch).
  10. Spital der Israelitischen Kultusgemeinde im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien
  11. Wirtschaftsförderungsinstitut der Kammer der gewerblichen Wirtschaft im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien
  12. WKO campus wien eröffnet. In: APA-OTS. 6. Dezember 2007, abgerufen am 4. Juni 2024.
  13. WKO campus wien eröffnet. In: wien.gv.at. 6. Dezember 2007, abgerufen am 18. Februar 2026.
  14. Gedenktafel an das Rothschild-Spital enthüllt. In: meinbezirk.at. Abgerufen am 18. Februar 2026.
  15. Großer Bildungscampus in Währing eröffnet. In: orf.at. Abgerufen am 18. Februar 2026.
  16. Bachelor-Studiengänge. In: FHWien der WKW. Abgerufen am 8. August 2025 (deutsch).
  17. Master-Studiengänge. In: FHWien der WKW. Abgerufen am 8. August 2025 (deutsch).
  18. Partnerhochschulen - Unser internationales Netzwerk. In: Website der FHWien der WKW. Abgerufen am 4. Juni 2024.
  19. Weiterbildung | Hernstein Academy by FHWien der WKW. In: FHWien der WKW. Abgerufen am 8. August 2025 (deutsch).
  20. Forschung an der FHWien der WKW. In: fh-wien.ac.at. Abgerufen am 23. März 2026.
  21. Institute for Digital Transformation and Strategy. In: fh-wien.ac.at. Abgerufen am 23. März 2026.
  22. Auswirkungen von Lieferkettengesetzen auf Unternehmen. In: orf.at. 16. September 2022, abgerufen am 23. März 2026.
  23. Lieferkettenverantwortung in Österreich. In: fiw.ac.at. August 2022, abgerufen am 23. März 2026.
  24. Impulsvortrag von IBES Wissenschaftlerinnen im Bundesministerium. In: fh-wien.ac.at. 20. Oktober 2022, abgerufen am 23. März 2026.
  25. DigiPharmaLogNet. In: ffg.at. 30. September 2023, abgerufen am 23. März 2026.
  26. Nachhaltige Digitalisierung der Pharmalogistik. In: fh-wien.ac.at. 30. September 2023, abgerufen am 23. März 2026.
  27. Digitale Levels meistern. In: die-wirtschaft.at. 7. September 2023, abgerufen am 23. März 2026.
  28. Gestaltung organisationaler Ambidextrie in KMU zur erfolgreichen Bewältigung der digitalen Transformation. In: fh-wien.ac.at. 30. September 2023, abgerufen am 23. März 2026.
  29. Placemaking. In: wien.info. Abgerufen am 23. März 2026.
  30. So sollen Städte künftig aussehen. In: ahgz.at. Abgerufen am 23. März 2026 (deutsch, datum=2025-11-29).
  31. “The Places To Be“ – So sollen Städte künftig aussehen. In: fh-wien.ac.at. 4. Dezember 2025, abgerufen am 23. März 2026.
  32. 1 2 FH verschickt über 400 Zusagen, war nur Technik-Panne. Abgerufen am 8. August 2025.
  33. 1 2 480 falsche Zusagen: ÖH der FH Wien fordert Entschädigung nach Panne. 14. Juni 2024, abgerufen am 8. August 2025.
  34. 1 2 roxanna.schmit: Nach Zusagen-Panne der FH: Wie sie den Betroffenen helfen wollen. 13. Juni 2024, abgerufen am 8. August 2025.
  35. Nach Panne: FH-Bewerber könnten klagen. 3. Juli 2014, abgerufen am 8. August 2025.

Koordinaten: 48° 13′ 37″ N, 16° 20′ 55″ O